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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Konzept wichtiger als Standort

16.01.2018
Betrifft: Zur Berichterstattung über einen Umzug des Tagesaufenthalts nach Osternburg. Das Projekt ist mittlerweile zur Überarbeitung gestoppt worden.

Der Kommentar (...) „Geld für die Sozialarbeit“, hier insbesondere für die Wohnungslosen und Drogenabhängigen in Oldenburg, entspricht genau meiner Meinung.

Hier geht es um Menschen, die in jeder größeren Stadt zu den Bewohnern gehören und deren Probleme ernst genommen werden müssen. Lediglich eine Standortverschiebung löst die Probleme nicht. Insofern finde ich es überflüssig, einen Wettbewerb zu starten, in welchem Stadtteil nun mehr Kinder gefährdet sind – in Nadorst oder Kreyenbrück. Als Vorstand des Kinderschutzbundes ist es mir ein Anliegen, Kindergartenkinder und Grundschüler, die in Nachbarschaft zum Tagesaufenthalt an der Nadorster Straße zusammen kommen, zu schützen. Ältere Kinder sollten (...) bereits gelernt haben, dass Drogen und Alkohol nicht förderlich für ein eigenverantwortliches Leben sind.

Meiner Meinung nach gibt es nur die Chance, durch (sozial-)pädagogische Fachkräfte und Polizeipräsenz, die die gefährdeten Menschen vor Ort beraten, nachhaltig Hilfe zu leisten. Ich denke, es wäre wirksamer, entsprechende Hilfseinrichtungen an einem Ort zusammenzuführen. Es besteht am Pferdemarkt bereits Café Caro und Rose 12. Daneben steht jetzt wieder ein Gebäude leer, in dem zuletzt der „Döner Prinz“ gastierte. Wäre es nicht sinnvoll, hier einen Tagesaufenthalt zu schaffen? Er läge zentral, ist zu kontrollieren durch Nachbar-Einrichtungen, und die Existenz von „besonderen“ Einrichtungen für sozial Schwache wird von der Nachbarschaft bereits akzeptiert. Nicht zuletzt das Amt für Soziale Angelegenheiten am Pferdeamt gehört dazu. (...)

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Doris Heckler, Vorstand Kinderschutzbund Oldenburg Oldenburg

Der Kommentar stellt völlig richtig fest, dass sich Drogenabhängigkeit nicht wegdiskutieren lässt. Leider ist es mit einem „attraktiven Angebot für die drogen-, alkohol- und/oder tablettenabhängigen Menschen“ nicht getan. Auch ein zentrumsnaher Ort „an dem sie Alkohol trinken oder in einem Druckraum auch Hartdrogen konsumieren dürfen“ wird die nicht-drogensüchtige Bevölkerungsmehrheit kaum vor Kollateralschäden dieser wachsenden Szene bewahren. (...)

Hubert Paluch Oldenburg

Wie kommt denn so was? Der Oldenburger SPD-Vorsitzende Ulf Prange (...) schrieb mir im August: „Wir (der betroffene SPD-Ortsverein) wollen keine Verlagerung nach Osternburg. (…Er hält) das Ganze für nicht umsetzbar.“ Auch Herr Baak von der CDU schrieb meiner Frau im Juli, dass er „dem Umzug … kritisch gegenüber“ stehe und will, dass „nach Alternativen für den Standort Cloppenburger Straße gesucht“ werde und dann lese ich in der NWZ, Sozialdezernentin Sachse sei sich bei der Verlagerung der „Unterstützung (des Stadtrates) sicher“. (...)

Wir Osternburger Bürger möchten nicht, dass mit der geplanten über eine Million Euro teuren Verlagerung des Tagesaufenthaltes die Probleme von der Ehnernstraße nur in unseren ohnehin benachteiligten Stadtteil verschoben werden (...).

Ohne Bürgerbeteiligung wird seit über fünf Jahren an Behelfslösungen herumgedoktert. Ratsmitglieder werden vorab informiert und um Vertraulichkeit gebeten. (...)

Was fehlt, ist ein mit den Bürgern erarbeitetes Gesamtkonzept für die nötige Verbesserung der Hilfe für die Wohnungslosen und Drogenabhängigen. (...)

Peter Stutz Oldenburg

(...) Vielleicht ist etwas dran, dass sich Eltern häufig Sorgen um ihre Kinder machen, zumal wenn es um das Thema Schule geht. Es verwundert nicht, dass dementsprechend viele Eltern am Informationsabend zum Thema „Gebäudetausch des Mädchenhauses mit dem Obdachlosenheim“ teilgenommen haben. Trotz aller Bemühungen der Stadt, die Sorgen und Nöte der Anwesenden ernst zu nehmen und Bedenken zu entkräften, bleibt bei den meisten Eltern das ungute Gefühl: „Was ist wenn ...“

(...) Welche konzeptionelle Perspektive kann den betroffenen Obdachlosen geboten werden, außer eine Unterkunft in einem neuen Stadtteil? Welche Perspektive bietet die Stadt Drogenkranken und Alkoholabhängigen (...)? Sind wirklich alle Alternativen abgewogen worden? (...)

Um es deutlich zu machen: Eltern sorgen sich nicht um die Wegesicherheit durch veränderte Gegebenheiten. Auch haben Eltern nicht unmittelbar ein Spritzenbesteck auf Spielplätzen, Schulhöfen und Kindergärten vor Augen. Auch die Aufgabe eines etablierten Angebots für Mädchen im Stadtteil wäre wohl notfalls zu verschmerzen. Aber die Konzeptlosigkeit und die fehlende Antwort auf das „was, wenn es nicht klappt“, führt zu keiner Toleranz und auch nicht zur dringend notwendigen Akzeptanz integrativer Konzepte für Drogenabhängige. (...)

Knut Harms, Elternratsvorsitzender der OBS Osternburg Oldenburg

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