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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Kritik an Trasse ärgert Bahninitiativen

19.01.2013

Oldenburg Absurd, inhaltlich falsch, längst widerlegt – die Reaktion der Bahnlärm-Initiativen auf die Fundamentalkritik an ihrer glasklaren Politik pro Umgehungstrasse und der entsprechenden Ratsentscheidung fällt harsch aus. Wie berichtet, hatte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Stadtoldenburger Bürgervereine (Astob), Harald Götting, die kompromisslose Forderung nach einer Umgehungstrasse als gefährlich für die Stadtentwicklung und den Lärmschutz an der bestehenden Trasse bezeichnet.

Lösung statt Gefahr

Die Initiativen-Vorsitzenden Christian Röhlig (IBO) und Gernot Strey (LiVe) bestreiten zunächst, dass Götting als Astob-Vorsitzender für alle Bürgervereine spreche. Zumindest Osternburg und Stadtmitte hätten sich bereits anders positioniert.

In Sachen Stadtentwicklung ist ihrer Ansicht nach die Umgehung keine Gefahr sondern die Lösung: Alle Kreuzungsprobleme der Strecke nach Wilhelmshaven wären auf einen Schlag gelöst, das Wohngebiet am Alten Stadthafen sofort ohne Lärmproblem zu realisieren.

Auch die Schlüsse, die Götting in Sachen Lärmschutz ziehe, seien falsch. Der Bau von Lärmschutzwänden werde durch die Forderung nach einer Umgehungstrasse keineswegs gefährdet, so Röhlig und Strey. Sie würden zwingend gebaut werden müssen, wenn die Strecke elektrifiziert wird, weil das Gesetz sie bei jeder Neuplanung erzwinge – und die Elektrifizierung sei ein solcher Anlass.

Stadt würde entlastet

Zudem entlaste die Trasse die Stadt, die bei einem Ausbau der Stadtstrecke Millionen für die Neugestaltung der Straßen/Schienen-Kreuzungen ausgeben müsse, während eine Umgehung die Stadtkasse nicht belaste. Im übrigen hätte die Astob 2003 selbst die Einbeziehung einer neuen Bahntrasse in die Planungen gefordert.

Unbeeindruckt vom aktuellen Streit haben die Grünen den nächsten politischen Schritt für die Umgehungstrassen-Planung eingeleitet. In der nächsten Sitzung des Ausschusses für allgemeine Angelegenheiten wollen sie die Verwaltung anweisen, Angebote zur Vorplanung einer Umgehungstrasse an der A 29 nach den Vorgaben des Ratsbeschlusses einzuholen.

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