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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Ein Jahr Jürgen Krogmann

31.10.2015

Oldenburg Seit dem 1. November 2014 ist Jürgen Krogmann Oberbürgermeister der Stadt – an diesem Sonntag jährt sich sein Amtsantritt. Grund genug für die NWZ, bei einigen Oldenburgern, die in der Stadt an entscheidenden Stellen wirken, nach einer ersten Bilanz zu fragen.

„Beim Bau viel erreicht“

Stefan Könner, Chef der Wohnbaugesellschaft GSG, attestiert dem Oberbürgermeister, dass er sich „sehr um das Thema der Schaffung günstigen Wohnraums bemüht“. Er habe viele Ideen, höre zu und setze sich auch für Lösungen ein. Könner erlebt aber, dass die Dringlichkeit, mehr und günstiger zu bauen, in der Gesellschaft noch nicht völlig verstanden werde – und dass Jürgen Krogmann daher oft auf Widerstände stoße. Da bleibe noch einiges offen. „Ich wünsche mir, dass die Stadt viel mehr eigene Grundstücke für den Bau günstiger Wohnungen anbietet“, ergänzt der GSG-Geschäftsführer, „und dass die städtische Vorgabe, 30 Prozent besser als die Energieeinsparverordnung zu bauen, für den Mietwohnungsbau aufgehoben wird.“ Das alles seien aber Themen, die Krogmann nicht anweisen könne, so sehr er sich persönlich auch einsetze.

„An Kultur interessiert“

Positiv überrascht ist Kulturetagenchef Bernt Wach, wie ernst der Oberbürgermeister sein Amt als Kulturdezernent nimmt. „Er hatte ja im Vorfeld gesagt, dass die Kultur nicht gerade sein Ressort ist. Aber er interessiert sich jetzt wirklich dafür und sucht den Dialog“, sagt Wach. Die Verschmelzung beider Ämter habe es ja auch unter Gerd Schwandner gegeben, der weltläufig kulturell sehr versiert sei, aber nicht in der Alltagskulturpolitik. Prinzipiell sei es natürlich wünschenswert, einen eigenen Kulturdezernenten zu haben. „Aber mit Christiane Cordes haben wir natürlich eine gute, engagierte Kulturamtsleiterin.“

„Empathischer Mann“

Nicht so „stumpf in Sachen Empathie“ wie Krogmanns Vorgänger sieht Jürgen Humer, Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Weser-Ems, den aktuellen Oberbürgermeister – dessen Umgang mit Krisen und Streiks seien „okay“. Für die Zukunft wünscht Humer, dass sich Krogmann für die Rekommunalisierung der Daseinsfürsorge stark mache. Weitere Privatisierungen öffentlicher Aufgaben empfinde er als „schädlich“, entsprechend hätte man sich auch eine andere Regelung bei der Altpapierentsorgung erwartet. „Aber da hat der OB auch ein schlechtes Erbe angetreten.“

Handel optimistisch

Durchaus optimistisch äußerte sich der 1. Vorsitzende des City-Managements (CMO), Friedrich-August Fisbeck, am Freitag. Der Einzelhandelsvertreter sagte: „Wir begrüßen es sehr, dass unser Oberbürgermeister Krogmann sich mit den Wünschen und Forderungen des Handels auseinandersetzt. Insbesondere können wir Einfluss nehmen bei den anstehenden Überarbeitungen der Sondernutzungssatzung, der Gestaltungssatzung für Werbeanlagen an Haupt- und Ausfallstraßen (GWHA) und der örtlichen Bauvorschrift (ÖBV) über Gestaltung und Werbung in der Innenstadt. Wir sind davon überzeugt, dass der Oberbürgermeister die Wichtigkeit des stationären Einzelhandels für Oldenburg erkennt und zukünftige Entscheidungen für einen Ausbau der Zentralität Oldenburgs treffen wird.“

Das CMO wünscht sich für die Kaufmannschaft und deren Kunden „eine auch in Zukunft mit dem eigenen Auto schnell erreichbare Fußgängerzone und den notwendigen Parkraum, ausgerichtet an Saisonspitzen“.

„Sehr guter Kontakt“

Ein gutes Zeugnis stellt Harald Götting, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Stadtoldenburger Bürgervereine (Astob) dem neuen Oberbürgermeister aus: „Wir sind ganz zufrieden, der Kontakt ist besser als zu seinem Vorgänger“. Der Astob werde sich beispielsweise zukünftig einmal pro Jahr mit dem OB treffen. Auch der kurze Draht funktioniere, wenn Probleme besprochen werden müssten. „Man spürt das neue Miteinander, das Krogmann propagiert“, sagt Götting. Er habe auch dem Wunsch des Astobs entsprochen, in die Neubürgerbegrüßung eingebunden zu werden. „Der OB nimmt zur Kenntnis, was die Bürger sagen und wollen“, erklärte der Astob-Vorsitzende abschließend.


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