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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Landesvater regiert nun auch das Kohl-Volk

03.02.2015

Berlin /Oldenburg Zweimal hatte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) schon Gelegenheit, am „defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ in Berlin teilzunehmen. In diesem Jahr, beim dritten Mal, blieb es allerdings nicht bei der Rolle des Gastgebers: In der niedersächsischen Landesvertretung übernahm der 56-Jährige am Montagabend die Kohlkette und ließ sich zum neuen Grünkohlkönig ernennen.

Die Wahl des achtköpfigen Kurfürsten-Kollegiums unter Vorsitz von Dietmar Wischmeyer alias „Günter der Treckerfahrer“ war auf den Landesvater gefallen. Im Kollegium sitzen neben dem Kurfürsten Werner Brinker (EWE), Heinrich Engelken (Bremer Landesbank), Harald Tölle (Landessparkasse), Harald Pirwitz (Cewe), Patrick Tessmann (Oldenburgische Landesbank), Franz Thole (Öffentliche Versicherungen) und Landtagspräsident Bernd Busemann.

2005 hatte mit Christian Wulff zum letzten Mal ein Landespolitiker die Oldenburger Kohlkönigswürden übernommen.

Weil erklärte, er nehme die Insignien des Oldenburger Grünkohls mit „großer Dankbarkeit und Demut“ entgegen. „Was kann es für einen Hannoveraner Schöneres geben, als von Oldenburgern freiwillig zum König gewählt zu werden?“

Als erster Kohlkönig will Weil mit einem Kabinett regieren. Erzkanzler und Statthalter werde sein Freund Jürgen Krogmann, Hofmarschall Johanna Wanka („auf dass Millionen auf die Carl-von-Ossietzky-Universität regnen mögen“). Weitere Kabinettsmitglieder sind der FDP-Politiker Christian Dürr, Landwirtschaftsminister Christian Meyer und Cem Özdemir (Grüne).

Zuvor hatte der bisherige Kohlkönig, der türkische Botschafter Hüseyin Avni Karslioglu, den Oldenburgern für die Aufnahme gedankt. Der 58-Jährige hatte das Privileg, als erster Kohl-Sultan das Grünkohlvolk zu regieren.

Beim 58. Gröönkohl-Äten waren erneut rund 300 Gäste in festlichem Rahmen versammelt. Erstmal hatte Jürgen Krogmann (SPD) in seiner Rolle als Oberbürgermeister das Fest eröffnet.

Krogmann nahm am Montagabend an seinem 19. Kohlessen teil – „was neu ist, ist der Blickwinkel“. Der OB begrüßte zahlreiche der prominenten Gäste, darunter Bundesbildungsministerin Johanna Wanka, Thomas Oppermann, SPD-Fraktionschef im Bundestag, und Bernd Busemann, Präsident des Niedersächsischen Landtages.

Krogmann urteilte milde über den scheidenden Regenten. „Sie haben Grünkohl nicht auf die Liste der Unesco-Kulturgüter gesetzt, obwohl Sie das versprochen hatten.“ Diplomatisch habe er Oldenburg aber bereichert.

Auch in diesem Jahr hatten Auszubildende aus Hotels und Gastronomie in der Region Oldenburg die Gäste an den Tischen bedient. Regie führten der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband sowie die Berufsbildenden Schulen III. Die Gäste des Kohlessens wurden wiederum um eine Spende gebeten. Das Geld geht an die Oldenburgische Bürgerstiftung. (weitere Berichte in der morgigen Ausgabe).


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-oldenburg 
Christoph Kiefer
Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2101
Thorsten Kuchta
stv. Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2102

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