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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Lob und Kritik zum Thema Flüchtlinge

10.02.2016
Betrifft: „Wir müssen es tragen“, Kommentar von Kai Schlüter, Programmleiter Nordwestradio, zur Flüchtlingsaufnahme (NWZ  vom 28. Januar)

Dem Kommentar kann ich nicht folgen. Schon jetzt ist das bewundernswerte Engagement vieler ehrenamtlicher Helfer in der Flüchtlingshilfe, die Arbeit der Verwaltung in diesen Bereichen an ihre Belastungsgrenze gekommen. Oldenburg ist in dieser Hinsicht kein Sonder- oder Einzelfall, sondern kommunale Realität an vielen Orten.

Auf Dauer ist diese Anzahl von Flüchtlingen in dieser Form nicht zu bewältigen, zumindest nicht hinsichtlich der Standards, die bisher galten. Nun gibt es sicher niemanden, der oder die ein Patentrezept parat halten kann, aber auf Dauer werden wir nicht jedes Jahr so viele Flüchtlinge aufnehmen können ohne massive gesellschaftliche und politische Verwerfungen in unserer Republik zu bekommen.

Angesichts der Kriegsparteien in Syrien, angesichts einer repressiven türkischen Politik gegen die Kurden sowohl innerhalb als auch außerhalb der Türkei werden viele Bewohner aus diesen Gebieten den Wunsch nach einer sicheren, friedlichen Umgebung suchen, was noch mehr Menschen zu uns kommen lässt. Viele der jetzigen Flüchtlinge kommen aus Lagern im Libanon und der Türkei; dort haben sich die Bedingungen in den letzten 3 Jahren permanent verschlechtert, da die UN-Programme kaum noch Mittel zur Verfügung haben.

Warum verbessert die Bundesregierung nicht – notfalls im Alleingang – die dortige Situation, indem sie die UN-Hilfsprogramme wirksam unterstützt und die Flüchtlinge, die in der Nähe ihrer Heimat bleiben wollen, ausreichend versorgt? Eine reine Abschottung der Grenzen ist illusionär – das zeigen die jahrzehntelangen Erfahrungen an der spanisch-marokkanischen Grenze.

Noch besser wäre es, unsere Wirtschaftspolitik darauf auszurichten, das in den Ländern im Süden die Menschen zu Hause ihr Leben ausrichten können.

Rolf Grösch
Oldenburg

*  Danke für Ihren mutigen Kommentar und die Aufmunterung „Es lohnt sich. Und: Wir schaffen das.“ Ich kann mir sehr gut vorstellen, was Sie seitdem zu hören und zu lesen bekamen, und ich wünsche Ihnen daher, dass Sie es schaffen, auch das auszuhalten. Ich bin der Meinung und sage das so auch im Bekanntenkreis: Solange wir noch keine – vernünftigen – Wohncontainer auf den Grundstücken der Firmen, Banken usw., die auch an Flüchtlingen Geld verdienen, zu sehen bekommen, ist das Boot noch lange nicht voll. Wo liest man denn etwas über Zurverfügungstellung von Grundstücken durch EWE, LzO, OLB und anderen Banken, Ikea, Aldi und anderen Supermärkten? Ganz bedauerlich ist es allerdings, dass Asylbewerberunterkünfte in den „besseren“ Wohnlagen wie Gerichtsviertel, Dobbenviertel, verschiedenen Neubaugebieten usw. natürlich nicht zu finden sind. Hier in Kreyenbrück, in Ofen, Ofenerdiek, Krusenbusch, Blankenburg und Tweelbäke ist das offensichtlich einfacher und ruhiger durchsetzbar. Damit schaffen wir das nicht.

Walter Müller
Oldenburg

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