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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Mit dem Hänger zum Hangar

01.04.2017

Alexanderheide Langsam öffnen sich die schweren Stahltore von Shelter 23 auf dem Gelände des Fliegerhorsts und geben zögernd den Blick frei auf... Fahrräder. Knapp 150 Velos hat das Projekt „Fahrräder für Flüchtlinge am Fliegerhorst“ derzeit in dem früheren Hangar untergebracht.

Zeitweise standen hier bis zu 600 Rädern. Das war, kurz nachdem in der NWZ dazu aufgerufen wurde, uns Fahrräder zu spenden“, erinnert sich Inge Viezens, eine der Initiatoren des Projekts. „Danach kamen allein am Tag darauf 100 Fahrräder bei mir an.“

Die Spendenfreudigkeit der Oldenburger stellte die Initiatoren, die das Sammeln bis dahin eher von zu Hause aus betrieben, vor große Logistische Probleme. „Wir wussten nicht mehr, wo wir mit den ganzen Rädern hin sollten“, erzählt Inge Viezens. „Unsere Keller und Vorgärten waren schon voll.“

Hilfe kam von der Stadt, die den Sammlern den Hangar auf dem Fliegerhorst zur Verfügung stellte. „Die Stadt und die Oldenburger Bürgerstiftung haben uns vorbildlich unterstützt“, sagt Mitinitiator Udo Herreilers. Und auch mit dem Betreiber der Kommunalen Gemeinschaftsunterkunft (KGU) auf dem Fliegerhorst, der Firma European Homecare, funktioniere die Zusammenarbeit ausgesprochen gut, fügt er hinzu.

Zur Zeit kümmern sich zwei Schrauber regelmäßig um den Fahrradbestand. Aufbereitete Räder werden von der Polizei registriert und gegen eine Gebühr von 20 Euro – für ein Kinderrad fünf Euro – zusammen mit einem Fahrradkorb und einem Schloss an die Flüchtlinge abgegeben. „Für Kinder gibt es außerdem Helme dazu“, sagt Udo Herreilers. Für Kleinkinder halten die Initiatoren außerdem Kindersitze bereit.

Was den ehrenamtlichen Helfern momentan dringend fehlt, ist zusätzliche Arbeitskraft. Vor allem zum Reparieren und Aufbereiten der Spendenräder werden Schrauber gesucht. „Sie wären in ihrer Zeiteinteilung völlig frei“, versichert Inge Viezens. „Feste Pflichtzeiten gibt es nicht.“

Udo Herreilers sucht unterdessen nach jemandem, der ihn beim Abholen und beim Transport der Räder entlasten kann. „Ein Auto mit Anhängerkupplung sollte vorhanden sein, oder ein Transporter, mit dem man zum Beispiel mehrere Fahrräder gleichzeitig von der Stadt abholen oder zwischen dem Shelter und dem Fahrradkeller der Unterkunft transportieren könnte.“

Mit Damen- und Herrenfahrrädern ist die Initiative derzeit gut versorgt. „Was wir aber noch brauchen, sind Räder in Kinder- und Jugendgrößen“, erklärt Inge . „Viele der Frauen sind für die herkömmlichen Fahrräder zu klein. Für sie könnten wir eher Jugendräder mit 24 oder 26 Zoll gebrauchen.“

Wer dem Projekt seine Hilfe anbieten möchte, kann sich per E-Mail an rad.werkstatt@yahoo.de wenden.

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