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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Neuer Prozess um Pekol-Museum

23.06.2012
NWZonline.de NWZonline 2015-07-24T10:28:44Z 280 158

Stadtentwicklung:
Neuer Prozess um Pekol-Museum

OLDENBURG Die Bauarbeiten auf dem ehemaligen Pekol-Gelände an der Alexander­straße schreiten zügig vor. Im hinteren Bereich der Fläche, auf der die Supermarktkette Aktiv & Irma ein Einzelhandelszentrum errichten will, stehen bereits die Mauern für die geplanten Verkaufsräume eines Discounters und eines Drogeriemarkts. Dessen ungeachtet schwelt weiter der Streit zwischen dem Supermarkt-Unternehmen und dem Verein für Verkehrsgeschichte.

Im ursprünglichen Planungskonzept war vorgesehen, die bekannte Fahrzeugsammlung des Vereins in den hinteren Pekol-Werkshallen zu erhalten. Doch seit mehr als einem Jahr gibt es Streit zwischen beiden Parteien. Der Verein kritisierte erst die aus seiner Sicht zu kleine Nutzfläche und dann die Kosten der Dachsanierung. Dadurch verzögerte sich der Baubeginn. Erst nach einem Gerichtsbeschluss zog der Verein mit seinem Bus-Museum vom vorderen Hallenbereich in den angebotenen hinteren Trakt.

Aber auch danach gab es keine Einigkeit über die Sanierung des hinteren Hallendaches. Der Verein sei bereit, die 40 000 Euro für die Abdichtung zu zahlen, nicht aber die 23 000 Euro für die nötige Unterkonstruktion, stellte Vorsitzender Hans-Joachim Luckau klar.

Wegen der anhaltenden Differenzen zog die Leitung von Aktiv & Irma im Frühjahr einen Schlussstrich. Die Vereinbarung mit dem Verein wurde gekündigt, bis Ende März sollte die Halle geräumt sein. Da dies bislang aber nicht geschehen ist, muss das Gericht im August über die Räumungsklage entscheiden.

Jochen Rehling, Projektentwickler bei Aktiv & Irma, sieht dem Gerichtstermin gelassen entgegen. Für eine Einigung mit dem Verein sieht er wenig Chancen: „Wir haben immer wieder geredet und verhandelt, aber es hat nichts gebracht.“

Rehling ist es jetzt in erster Linie wichtig, die verlorene Zeit auf der Baustelle wieder aufzuholen. Er hofft, dass Discounter und Drogeriemarkt noch in diesem Jahr öffnen.

Derweil sieht Vereinsvorsitzender Luckau keinen Grund, die Halle zu räumen. „Wir stehen den Bauarbeiten schließlich nicht im Weg“, erklärt er. Es gebe außerdem eine Vereinbarung, wonach eine Kündigung nur bei einer Vereinsauflösung ausgesprochen werden könne. Die derzeitigen „Meinungsverschiedenheiten“ sind seiner Meinung nach kein Kündigungsgrund. Daher will Luckau seine gut 40 verbliebenen Oldtimer in der Halle lassen.

Gleichzeitig hat der Verein die Ratsfraktionen um Unterstützung gebeten. In dem Schreiben wird das Ende des Vereins und das Verschwinden der Pekol-Sammlung befürchtet. Die FDP-Fraktion hat darauf bereits reagiert. Oberbürgermeister Gerd Schwandner, so der Vorschlag von Fraktionschef Hans-Richard Schwartz, soll zwischen den streitenden Parteien vermitteln.