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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Neues Bett für Ofener Bäke fertig

19.09.2014
NWZonline.de NWZonline 2015-07-21T16:30:07Z 280 158

Fliegerhorst:
Neues Bett für Ofener Bäke fertig

Metjendorf/Alexandersfeld Sie ist 10,7 Kilometer lang, hat einen Einzugsbereich von 12,3 Qua­dratkilometern und wurde – nachdem die Bundeswehr den Oldenburger Fliegerhorst 1958 von der britischen Royal Air Force wieder übernahm – für eine Startbahnverlängerung verrohrt: die Ofener Bäke. Zuvor war sie bereits von den Briten für eine erste Startbahnverlängerung nach Westen verlegt worden. Nun fließt sie wieder frei: Für das Verbandsgewässer der Haaren-Wasseracht wurde auf einer Länge von 1050 Metern ein naturnahes Bett geschaffen.

Zum Abschluss der Baumaßnahme, die laut Planung etwa 635 000 Euro kosten sollte, lud die Haaren-Wasseracht als Maßnahmenträger unter anderem die Bürgermeister der an der Finanzierung beteiligten Gemeinden Rastede und Wiefelstede, Vertreter des Landkreises Ammerland und der ausführenden Baufirma sowie Verbandsvertreter zu einer Besichtigung auf das 360 Hektar große Fliegerhorstgelände ein. Verbandsvorsteher Heiko Schröder und Geschäftsführer Hartmut Lueken zeigten dabei auch eine neu geschaffene Aue mit Niedrigwasserrinne und die neue Flutmulde mit Überlauf.

20 000 Kubikmeter Boden waren für den neuen Gewässerlauf ausgehoben worden. Sie konnten auf dem ehemaligen Fliegerhorst verteilt werden und überdecken nun an mehreren Stellen knapp 30 000 Quadratmeter Betonfläche – so auch einen Teil der einstigen Startbahn. Dafür seien die Betonflächen teils perforiert und teils gebrochen worden, damit Wasser ins Erdreich gelangen kann, sagte Hartmut Lueken.

Da das Erdreich nicht abtransportiert werden musste, kommt die Maßnahme auch nach Angaben aus dem Wiefelsteder Rathaus günstiger als geplant.

Die Gemeinden Wiefelstede und Rastede bessern mit der Finanzierung dieser Baumaßnahme ihre Ökokonten für die Kompensation von Eingriffen in die Natur bei der Bauleitplanung kräftig auf – auch wenn ein Großteil der so erwirtschafteten Wiefelsteder Werteinheiten von der derzeit laufenden Erweiterung des Edeka-Logistikstandortes in Westerholtsfelde „gefressen“ wird. Da die Edeka Minden-Hannover für die Kompensation zu zahlen hat, bekommt die Gemeinde gut 70 Prozent ihrer Investitionssumme so wieder herein.

Die Haaren-Wasseracht hatte in den Jahren 2011 und 2012 zwei Flächen mit zusammen viereinhalb Hektar für die Maßnahme erworben. 2013 wurde dann mit den Gemeinden Wiefelstede – ihr Anteil am Fliegerhorstgelände ist 117 Hektar groß – und Rastede die Kompensationsvereinbarung geschlossen. Die Baumaßnahme selbst dauerte von März bis Juni dieses Jahres.


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