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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

„Nicht für Barnstedt werben“

26.11.2014

Oldenburg Stadt und Tourismus-Gesellschaft OTM sollen die Werbung für die Kleinkunstbühne „Berliner Zimmer“ einstellen. Das fordern Grüne und Linke im Rat in Reaktionen nach neuen Vorwürfen gegen Bühnenbetreiberin Imke Barnstedt.

Die NWZ  hatte berichtet, dass Barnstedt im August an einem Treffen von Holocaust-Leugnern in Thüringen teilgenommen hatte. Die 72-Jährige war bei der „Gedenkstätte“ Guthmannshausen am 2. und 3. August gesehen worden. Barnstedt hat frühere Kontakte zu Rechtsradikalen eingeräumt, dann aber beteuert, sie habe sich losgesagt. In Guthmannshausen habe es sich, so Barnstedt, nicht um ein Treffen von Holocaust-Leugnern gehandelt.

Die Grünen fordern OTM-Geschäftsführerin Silke Fennemann auf, das Thema „Berliner Zimmer“ in der nächsten Gesellschafterversammlung zu behandeln. Grünen-Sprecher Sebastian Beer weist darauf hin, dass die Gesellschaftversammlung bereits in der Vergangenheit über einen Werbestopp abgestimmt hat. Die Gesellschafterversammlung habe sich damals mehrheitlich dagegen ausgesprochen. Er hoffe, dass der Vorstoß dieses Mal eine Mehrheit finde, schreibt Beer.

Die Linke fordert die Stadt auf, Termine der Kleinkunstbühne nicht mehr auf ihren Event-Internetseiten anzukündigen. OTM-Geschäftsführerin Fennemann will die neuen Vorwürfe gemeinsam mit der Stadt prüfen. „Klar ist, dass wir Personen, die in rechtsradikale Aktivitäten verwickelt sind, nicht unterstützen.“ Die Stadt versicherte, das „Berliner Zimmer“ erhalte keine finanzielle Förderung.

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