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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Obdachlosen-Treff soll nach Kreyenbrück umziehen

08.06.2017

Bürgerfelde /Osternburg Der Plan klingt ein wenig abenteuerlich und verwegen, Sozialdezernentin Dagmar Sachse ist aber überzeugt, ihn verwirklichen zu können. Am Mittwochabend wurden die Runden Tische Osternburg und Vordere Nadorster Straße in einer gemeinsamen Sitzung darüber informiert, dass der Tagesaufenthalt für Obdachlose an der Ehnernstraße und der Mädchentreff an der Cloppenburger Straße ihre Standorte tauschen.

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Sachse ist sich der Brisanz ihres Vorhabens durchaus bewusst. Die Nachbarn des Hauses Cloppenburger Straße 35 werden sich sicherlich nicht darüber freuen, dass der Tagesaufenthalt in diesen Räumlichkeiten untergebracht wird, schätzt sie die Situation realistisch ein. Doch die Kirchengemeinde solle eingebunden werden, und die Dezernentin setzt auf „hilfreiche Nachbarn“.

Die Fakten sprechen für sich, meint Sachse. Der Tagesaufenthalt ist seit rund 20 Jahren an der Ehnernstraße neben der Grundschule Heiligengeisttor untergebracht. Das sei zunächst auch kein Problem, doch führe die räumliche Nähe zur Anlaufstelle für Drogen-, Tabletten- und Alkoholabhängige, das Café Caro am Pferdemarkt, dazu, dass sich an der Ehnernstraße Konflikte entwickelt haben. „Für viele Drogenabhängige gilt im Tagesaufenthalt ein Hausverbot“, sagt Sachse. Wohlwissend, dass es zwischen den Obdachlosen und den Drogenabhängigen eine nicht zu übersehende Schnittmenge gibt. Oftmals gingen Sucht und Obdachlosigkeit einher. Das Umfeld des Hauses an der Ehnernstraße in unmittelbarer Nachbarschaft zur Grundschule Heiligengeisttor hat sich zu einem Teffpunkt für Drogenabhängige entwickelt.

Sachse setzt darauf, dass die Drogenabhängigen den Umzug an die Cloppenburger Straße nicht mitmachen, sondern im Umfeld des Café Caro am Pferdemarkt bleiben werden. Der Tagesaufenthalt für die Obdachlosen, die dort nur nachts in der Unterkunft am Sandweg bleiben können, kann sich dann voll auf die Arbeit mit diesen Menschen konzentrieren, die dort zum Beispiel Beratung finden oder ihre Wäsche waschen können. Beide Häuser befinden sich im Besitz der Stadt, betont Sachse.

Der Mädchentreff wird von einem Verein geführt, der Tagesaufenthalt von der Diakonie. Sollte die Politik im nächsten Haushalt das Geld zur Verfügung stellen, könnte der Tausch im nächsten Jahr über die Bühne gehen. Die Träger der beiden Einrichtungen hätten Zustimmung signalisiert und seien mit einem Umzug einverstanden. Auch für die DLRG, die Räume an der Cloppenburger Straße nutzt, müsste Ersatz gefunden werden. Eine soziale Stadt muss laut Sachse aber Angebote für Wohnungslose und Drogenabhängige bereithalten. Freuen wird der Umzug des Tagesaufenthalts die Geschäftsleute an der Vorderen Nadorster Straße, die seit Jahren über Verunreinigungen in den Hauseingängen und im Umfeld des Gertrudenkirchhofs klagen.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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