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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

GSG-Pläne stoßen bei SPD auf Unverständnis

12.10.2018

Ofenerdiek Das Vorpreschen von Grundstückseigentümern im geplanten Neubaugebiet Weißenmoor stößt bei der SPD-Fraktion auf Unverständnis- Die GSG hatte vor einigen Tagen in der NWZkonkrete Pläne für die Bebauung vorstellt. Geplant sind demnach hochwertige Einfamilienhäuser. Auch ein weiterer Grundstückseigentümer hatte sich zu Wort gemeldet, der kostengünstigen Wohnraum schaffen möchte. „Das Vorpreschen der Eigentümer, ohne Beteiligung der Gremien der Stadt Oldenburg ist für die SPD-Fraktion nicht hinnehmbar. Dadurch lassen wir uns nicht unter Druck setzen.“ stellt Ulf Prange, Vorsitzender der SPD-Fraktion klar.

Bei der im Rat beschlossenen Rahmenplanung handele es sich um einen Grundsatzbeschluss, der kein Baurecht begründe. Im ersten Schritt solle aus der Rahmenplanung für große Teile des Weißenmoors das Landschaftsschutzgebiet abgeleitet werden. „Dazu erwarten wir noch in diesem Jahr eine Beschlussvorlage der Verwaltung.“ so Prange. Erst nachdem der Landschaftsschutz beschlossen worden sei, werde sich die SPD mit einer möglichen Bebauung von Teilflächen beschäftigen.

Die SPD habe stets betont, dass die Teilbereiche des Weißenmoors, für die die Rahmenplanung eine Bebauung zulasse, erst nach Bedarf und mit einer intensiven Bürgerbeteiligung beplant und sukzessive entwickelt werden solle. „Mit der Rahmenplanung wollten wir Entwicklungspotenziale beziehungsweise Perspektivflächen für Wohnbebauung in der wachsenden Stadt erhalten. Dabei bleibt es“, betont Prange.

Auch die Planungen der GSG seien für die SPD nicht nachvollziehbar. Die Nachfrage nach preiswertem Wohnraum in Oldenburg sei ungebrochen groß. Nach Angaben der GSG stünden allein auf ihrer Warteliste ca. 5000 Personen, die eine Wohnung suchten. „Von der GSG erwarten wir, dass sie sich schwerpunktmäßig im Segment des preiswerten Wohnraums engagiert. Die nunmehr vorgelegten Planungen für luxuriösen Einfamilienhäusern mit sehr großen Grundstücken stoßen bei uns auf Unverständnis“, so Prange.

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