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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Das bewegt die Ofenerdieker

24.10.2019

Ofenerdiek Eingeladen hatte der Bürgerverein Ofenerdiek (BVO) alle Ratsfraktionen. Margrit Conty (SPD), Stefan Menke (CDU), Sebastian Beer (Bündnis 90/Grüne), Manfred Klöpper (Die Linke) und Professor Dr. Dr. Roland Zielke (FDP) stellten sich den Fragen und Anliegen der Bürger. Rund 80 Personen waren beim Bürgerabend am Dienstag im Vereinsheim des SV Ofenerdiek dabei.

An der Bahn

Mit einer neuen Umfrage wollte der Bürgerverein überprüfen, wie die Meinung der Bevölkerung in Sachen Bahnunterführung ist. „Die große Mehrzahl der Teilnehmer ist weiterhin für eine Unterführung“, sagte BVO-Vorsitzender Bodo Gerdes. 85 Prozent haben sich in der Umfrage dafür ausgesprochen, nur 15 Prozent für die sogenannte „0+“-Variante. Diese sieht andere Ampelschaltungen und zusätzliche Abbiegespuren im Bereich des Bahnüberganges „Am Stadtrand“ vor. Bis es soweit sein könnte, dürfte aber noch einige Zeit vergehen. „In eine konkrete Planung kann man erst dann einsteigen, wenn über die Klage der Stadt gegen den Planfeststellungsbeschluss entschieden ist“, erklärte Margrit Conty.

Auf den Straßen

Großen Unmut gibt es im Stadtteil über den schlechten Zustand des Bardieksweges. „Die Sanierung ist nur Stückwerk, die Straße ist voller Schlaglöcher und eine Gefahr für Radfahrer“, kritisierte Bodo Gerdes. Bis zu einer Erneuerung der Straße wird es aber noch dauern, aber immerhin konnte Margrit Conty einen zeitlichen Horizont nennen. „Der Ausbau steht für die Jahre 2022/2023 im Haushalt“, berichtete sie. Problem sei, dass man nicht einfach die Fahrbahn erneuern könne, da der Untergrund nicht tragfähig sei. Manfred Klöpper wies darauf hin, dass auf die Anwohner trotz Abschaffung der Straßenausbaubeiträge Kosten zukommen könnten. „Es handelt sich hierbei eventuell um eine Erschließung, und dann müssen die Anwohner zahlen“, gab er zu bedenken.

Wenig Hoffnung konnten die Ratsvertreter beim Dauerthema einer Vollampel für die Kreuzung Ofenerdieker Straße/Karuschenweg/Paul-Tantzen-Straße machen. „Der Zustand ist unglücklich. Aber hier haben wir als Politik keine Handhabe“, erklärte Klöpper. Die Einrichtung von Ampeln gehört zum übertragenen Wirkungskreis – hier kann die Verwaltung Entscheidungen ohne einen Ratsbeschluss treffen. Als Grundlage dient unter anderem die Einschätzung der Polizei, ob ein Bereich ein Unfallschwerpunkt ist. Das ist hier nach ihrer Meinung nicht der Fall.

Auch bei der Frage eines Kreisverkehres im Bereich Alexanderstraße/Am Alexanderhaus/Verbindungsstraße Fliegerhorst gab es nur wenig Grund zum Optimismus. „Das würde sich hier ohne Frage anbieten. Aber erst wenn der tatsächliche Verlauf der Straße über den Fliegerhorst feststeht, kann geplant werden“, sagte Stefan Menke. Aus den vorliegenden Untersuchungen ergeben sich zudem Probleme. „Angesichts der Verkehrszahlen könnte ein Kreisverkehr vielleicht nicht ausreichen. Zudem müssten Kreisverkehr und Straße in Richtung Fliegerhorst verschoben werden“, ergänzte Margrit Conty. Denn die Eigentümer der Grundstücke an der östlichen Seite, die für den Bau nötig sind, haben bislang keine Bereitschaft zum Verkauf signalisiert.

Gutes gab es hingegen bei der lange geplanten Rad- und Fußwegeverbindung zwischen Elritzenweg und Querweg zu vermelden. „Die Mittel stehen im Haushalt 2020. Wenn dieser genehmigt ist, kann die Planung beginnen“, berichtete Margrit Conty.

Müll und Vandalismus

Der BVO hat hier vor allem das Gelände der ehemaligen Neuapostolischen Kirche an der Haakestraße sowie den Stadtteilpark am Swarte Moor-See im Auge. „Die Situation an der Haakestraße ist ein Ärgernis. Allerdings hat die Stadt kaum Handhabe, sofern von den Abfällen keine Gefahr ausgeht“, berichtete SPD-Ratsfrau Conty. Hierüber hatten Anwohner sich besorgt gezeigt, da unter anderem Säcke mit der Aufschrift „Achtung. Enthält Asbest“ dort lagern. Die Stadt habe das überprüft, der Inhalt sei nicht asbesthaltig, so Conty.

In Sachen Vermüllung und Vandalismus im Stadtteilpark findet in der kommenden Woche das erste Treffen der neuen Arbeitsgruppe statt. Beteiligt sind neben dem BVO unter anderem die Polizei, die Oberschule und die Jugendfreizeitstätte. „Gemeinsam wollen wir Anregungen sammeln, wie die Situation verbessert werden kann“, sagt Ernst Dickermann, BVO-Vorstandsmitglied und Initiator des Arbeitskreises.

Warten auf Ergebnisse

Warten müssen die Ofenerdieker weiter auf die Auswertung des Workshops zur weiteren Entwicklung des Stadtteils. Dieser liegt immerhin schon zwei Jahre zurück. Präsentiert werden sollen die Ergebnisse nun „voraussichtlich im ersten Quartal 2020 präsentiert“, berichtete Margrit Conty.

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