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Royal Baby – Kate mit Wehen im Krankenhaus
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Aktualisiert vor 2 Minuten.

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Royal Baby – Kate mit Wehen im Krankenhaus

NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Wenn es mitten in der Nacht plötzlich knallt

14.12.2017

Oldenburg Morgens um fünf Uhr stand eine Anwohnerin des Ehnernviertels senkrecht in ihrem Bett. Sie hörte laute Knalle und sah draußen etwas aufblitzen. Zunächst dachte sie, jemand hätte ihre Mülltonnen angezündet. Beim genauerem Hinsehen aus dem Fenster stellte sie fest, dass es ein Feuerwerk war. Da das Spektakel mehrere Minuten andauerte, vermutete sie, dass es eine Feuerwerk-Batterie war. Doch es war nicht Silvester oder Neujahr.

„Ich denke mal, dass da jemand Geburtstag gehabt hat“, sagt sie. Während andere offensichtlich Spaß hatten, war für die Anwohnerin die Nacht vorbei. Es war mitten in der Woche; früh morgens musste sie zur Arbeit. „Ich habe mich so dermaßen geärgert.“ Zuletzt wurde sie im November durch ein Feuerwerk aus dem Schlaf gerissen. Im Sommer sei das allerdings regelmäßiger vorgekommen, sagt sie. Zudem schläft sie meist mit offenem Fenster.

Auch bei der Polizei meldete sie sich. Laut Stephan Klatte, Pressesprecher der Polizeiinspektion Oldenburg, seien die Beamten in solchen Fällen oft wenige Minuten zu spät, da Feuerwerke schnell wieder vorbei sind. „Wir gehen davon aus, dass es häufig Jugendliche sind, die um die Häuser ziehen“, so Klatte. An den Tagen vor und nach Silvester erhält die Polizei die meisten Beschwerden wegen des unerlaubten Abbrennens von Feuerwerken.

Laut der ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz dürfen nur am 31. Dezember und 1. Januar von Personen ab Vollendung des 18. Lebensjahres Feuerwerke gezündet werden, erklärt Stephan Onnen, Sprecher der Stadt Oldenburg. Nur Personen, die eine Erlaubnis haben, dürfen außerhalb dieser Zeit Feuerwerke abbrennen. Zudem dürfen sie generell nicht in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern gezündet werden.

Ausnahmen können jedoch aus besonderem Anlass zugelassen werden. „Dazu gibt es in der Stadt Oldenburg regelmäßig Anfragen, die aber generell zurückgewiesen werden“, erklärt Onnen. „Unsere Entscheidung wird auch mit der Häufigkeit der Anfragen und der daraus hergeleiteten negativen Konsequenzen für die Allgemeinheit begründet.“

Beim Ordnungsamt laufen Beschwerden allerdings äußerst selten auf, berichtet der Stadtsprecher weiter. Auch er weist darauf hin, dass die Feuerwerke oft zu kurz sind, als dass die Polizei rechtzeitig vor Ort sein könne. Bislang gab es keine Verfahren wegen des Abbrennens nicht angemeldeter Feuerwerke.

Anna-Lena Sachs
Volontärin, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003