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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Mutmacher-Tour ist mit dem Radl da

26.06.2018

Oldenburg Pünktlich um 12.35 Uhr bog die Radgruppe der Mut-Tour unter großem Applaus auf dem Oldenburger Rathausvorplatz ein. Mit ihren vollgepackten Tandems und den grün leuchtenden Shirts waren sie bereits aus der Ferne zu erkennen.

Empfangen wurden die Radsportler von vielen Interessierten, darunter auch Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, die sich mit den Teilnehmern austauschten.

Seit dem 16. Juni ist die Tandem-Gruppe bereits unterwegs. Am Montagmorgen ging es von Bad Zwischenahn, begleitet von der Oldenburger Liegeradgruppe, nach Oldenburg. „Die meisten Teilnehmer fahren eine Woche mit“, berichtete Teilnehmer Jürgen Trösken. Der Bochumer nimmt bereits an der fünften Etappe teil. „Der Sport und die Gemeinschaft zusammen sind einfach eine tolle Sache“, erklärte Trösken. „Man hat immer wieder Erlebnisse, richtige Abenteuer und viele Begegnungen in den verschiedenen Bundesländern.“

Die strahlenden Gesichter, die Sonnenblumen in der Hand und die Vorfreude auf die nächsten Kilometer steckten auch die Interessierten auf dem Oldenburger Marktplatz an. Der Anlass der Aktion hat dabei einen ernsten Hintergrund.

Denn die Mut-Tour ist seit 2012 das erste deutsche Aktionsprogramm auf Tandems, in Kajaks und beim Wandern, das mit Teams bei verschiedenen Touren auf Depressionen aufmerksam machen soll.

Jürgen Trösken leidet an der Krankheit. Mit der Tour möchte er andere dazu animieren, sich mit Depressionen auseinanderzusetzen. „Wenn man die Krankheit akzeptiert und dazu steht, kann man trotzdem ein ganz normales Leben führen“, sagte er. Auch unter den Teilnehmern blieben Gespräche über die Krankheit nicht aus. „Wenn man Vertrauen untereinander findet, spricht man auch über den Erfahrungsweg, den man gemacht hat“, so Trösken. „Dadurch können sich auch Synergie-Effekte bilden und man kann seine Stärken verbessern.“

Die Radtour in einer wöchentlich wechselnden Besetzung findet Trösken spannend. „Man muss gut als Gruppe funktionieren“, sagte er. „Die Tandems haben dabei eine Menge an Last zu tragen. Mit den beiden Fahrern und dem ganzen Gepäck können da rund 250 Kilogramm zusammenkommen“, berichtete Jürgen Trösken. Übernachtet wird entweder in Zelten auf Privatgrundstücken oder in Clubräumen von Vereinen. „Wie auch hier in Oldenburg werden wir immer toll empfangen und unterstützt“, lobte der 57-Jährige.

Nachdem sich die Fahrer mit Obst, Kaffee und Kuchen gestärkt hatten, ging es für die Gruppe von Oldenburg, zunächst begleitet von den ADFC-Radtouren, weiter in Richtung Hude und Bremen.

„Ich werde noch bis nach Kiel mitfahren“, sagte Jürgen Trösken. Dann wird er sein Tandem dem nächsten Duo überlassen, das die Reise über Schwerin, Berlin und Göttingen bis zum 2. September fortsetzt und weitere Menschen auf die Aktion aufmerksam machen soll. „Wir wollen mit unserer Aktion den Kreis der Interessierten noch erweitern und Werbung machen“, sagte Trösken: „Am wichtigsten ist aber, dass alle gesund am Zielort in Münster ankommen.“

Sönke Spille Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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