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Alzheimer-Gesellschaft Oldenburg: Wenn sich Gedanken verirren, gibt’s ausgezeichnete Hilfe

30.10.2018

Oldenburg Auszeichnungen gibt es zumeist für innovative Projekte, wunderbare Gedanken oder wertvolle Menschen und ihre Taten. Und nun ja – dies alles dürfte dann wohl auch die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) darin bestärkt haben, der Oldenburgerin Brunhilde Becker den Ehrenamtspreis zu überreichen. In Weimar, wo der zehnte DalzG-Kongress unter dem Motto „Demenz – Gemeinsam Zukunft gestalten“ abgehalten wurde, stand Becker damit im Fokus. Sie ist seit 2006 erste Vorsitzende der Oldenburger Vertretung.

„Ich empfinde diese Auszeichnung als Stärkung unseres Ansatzes und meines Verständnisses von Selbsthilfe“, sagte die so engagierte Oldenburgerin im NWZ-Gespräch. Ansatz und Verständnis – das ist im Falle der Alzheimer Gesellschaft Oldenburg zunächst einmal die Stütze von Menschen, die selbst von Demenz betroffen sind oder deren Angehörige darunter leiden. Mindestens ebenso wichtig mag da aber sein, dass man gemeinschaftlich weiter und immer weiter dabei hilft, diese tückische neurodegenerative Erkrankung aus der gesellschaftlichen Tabuzone zu holen.

Thema mit Scham besetzt

Erst zwei Jahrzehnte ist’s her, dass der frühere US-Präsident Ronald Reagan mit einem offenen Brief über seine eigene Alzheimer-Erfahrungen der bis dato weitestgehend im Stillen geführten Auseinandersetzung mit der Krankheit Gehör verschaffte. Zumindest in Übersee.

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In Deutschland scheint der Weg raus aus der Stigmatisierung indes deutlich mühseliger. Dass sich aber Menschen wie eben Brunhilde Becker und ihre Mitstreiter über Jahre hinweg für Aufklärung, Akzeptanz und Unterstützung mühen, macht sich endlich bemerkbar. „Ich bin damals selbst als Hilfesuchende zur DAlzG gekommen“, sagt sie, „als ich eingestiegen bin, war die Lücke riesig – es wurde erwartet, dass Familien das leisten, woran selbst Fachkräfte scheitern! Den Unterstützungsbedarf hatte man überhaupt nicht anerkannt.“ Weder bei den Kassen, noch im privaten Umfeld – „auf dem Dorf wurden demenzkranke Menschen weggesperrt, sie waren peinlich, das Thema mit Scham besetzt.“

Vielleicht, so Becker, lag das Schweigen aber auch darin begründet, dass „Deutschland eine Leistungsgesellschaft ist – denn wie geht man damit um, wenn man nicht mehr funktioniert?“

Nachhaltige Wirkung

Die Antwort auf diese Frage geben die nun so Ausgezeichnete samt der Oldenburger „Dependance“ der Alzheimer Gesellschaft tagtäglich in persönlichen Beratungsgesprächen, aber auch via Broschüren und Flyer, helfen so durchs Gesetz- und Gefühlschaos – die Experten in eigener Sache.

Der nun überreichte Ehrenamtspreis ist zwar nicht dotiert, besteht letztlich nur aus einer Urkunde. Darauf aber die Worte: „Als Anerkennung für herausragendes ehrenamtliches Engagement.“ Und das ist ganz viel wert, weil es zeigt, das all die Mühen gesehen werden, nachhaltig Wirkung zeigen.

Vermittler für Wohnpflegegemeinschaften

Die Alzheimer Gesellschaft Oldenburg ist Interessenvertretung wie Selbsthilfeorganisation zugleich, Erfahrungsaustausch in entsprechend begleiteten Gruppen für Betroffene wie Angehörige, Informationen rund um das Thema Demenz und eine unabhängige Beratung sind ihre Schwerpunkte. „Die Ressourcen für eine Bewältigung der Krankheit sind in jedem Einzelfall verschieden. Daher wird es niemals ein Generalrezept für alle geben“, so Becker, „dennoch gibt es viele Gemeinsamkeiten, sowohl unter den Menschen mit Demenz, als auch unter denen, die sie betreuen und pflegen.“

Ein Punkt, der da das Oldenburger Konzept wohl von vielen im ganzen Land unterscheiden mag, ist die intensive Begleitung von Wohnpflegegemeinschaften durch Information, aber auch Vermittlung. Auf dem eigenen Internet-Portal werden unter anderem freie Plätze ebenda ausgewiesen – zu finden auf:


  www.alzheimer-oldenburg.de 

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Marc Geschonke Redakteur / Redaktion Oldenburg
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