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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Soldaten waren in Oldenburg immer gern gesehen

12.12.2019

Oldenburg Jahrzehntelang war die über ganz Niedersachsen verteilte 11. Panzergrenadierdivision der Bundeswehr ein schlagkräftiger Großverband mit enormen Abschreckungspotenzial.

Die moderne Ausrüstung und der Ausbildungsstand machten die 17 500 Soldaten im Kalten Krieg zu einem wichtigen Instrument der Verteidigungspolitik – und zu Helfern bei Naturkatastrophen. Viele Tausend Wehrpflichtige aus dem Oldenburger Land haben in den Einheiten der „Elften“ ihren Dienst geleistet.

In diesem Jahr wäre die Division 60 Jahre alt geworden. Ihr Hauptquartier befand sich bis zur Auflösung im Jahr 1994 in der Clausewitz-Kaserne. An diesem Ort feierte die Traditionsgemeinschaft von Stab und Stabskompanie die 60. Wiederkehr des Gründungstages. Organisator des Treffens war, wie seit 45 Jahren, der frühere „Spieß“ der Stabskompanie, Gerd Tannhäuser. Unterstützt wurde er von Andreas Meenken und Karl Albers. Bürgermeisterin Petra Averbeck und Generalmajor Jürgen-Joachim von Sandrart hatten sich angekündigt. Anwesend waren mit Hans Bilzer, Manfred Henschke und Günter Asmussen auch drei Männer der ersten Stunde, die 1959 das ehemals britische Militärlager im Stadtteil Ohmstede bezogen hatten.

Vor rund 50 Gästen erinnerte Gerd Tannhäuser daran, dass die Soldaten der „Elften“ bei Sturmfluten, Großbränden und Schneekatastrophen als Helfer aktiv geworden waren. Das habe ihnen ein hohes Ansehen verschafft. „Bei der Zivilbevölkerung waren wir immer gerngesehene Gäste“, betonte Tannhäuser. Brigadegeneral a. D. Wilhelm Riemer war der letzte kommandierende General der 11. Division und holte nach dem Auflösungsbefehl 1994 die Dienstfahne ein.

„Die Auflösung war nicht leicht. Dadurch entstanden viele soziale Probleme“, blickte Riemer zurück. Gleichzeitig erinnerte er sich aber auch an die wohlwollende Unterstützung durch die Patenstadt Oldenburg.

Diese Worte griff Bürgermeisterin Petra Averbeck auf. Sie übermittelte der Traditionsgemeinschaft die Glückwünsche der Stadt und betonte: „Die Geschichte der Stadt und der Streitkräfte ist immer eine gemeinsame Geschichte“. Mit Blick auf die 1984 geschlossene Patenschaft zwischen Oldenburg und der Bundeswehr betonte Averbeck: „Wir wollen den intensiven Kontakt“.

Auf den Spuren seines Vaters bewegte sich Generalmajor Jürgen-Joachim von Sandrart. Er ist Kommandeur der 1. Panzerdivision, deren Stab sich in Bümmerstede befindet. Sein Vater Hans-Henning von Sandrart war von 1980 bis 1983 Kommandeur der 11. Panzergrenadierdivison. Er könne sich noch gut an das Wildschwein „Karl-Theodor“ erinnern, das die Stabskompanie als Maskottchen gehegt und gepflegt habe. Für ihn sei es „sehr berührend gewesen“, ebenfalls in Oldenburg Kommandeur einer Division zu werden. Die Stadt sei als Standort „großartig“, lobte der Zwei-Sterne-General.

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