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Oldenburgerin übernimmt Fraktionsvorsitz der Linken
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 5 Minuten.

Amira Mohamed Ali
Oldenburgerin übernimmt Fraktionsvorsitz der Linken

NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Omas gehen auf die Straße

10.10.2019

Oldenburg Sie wollen es wieder tun, die „Omas gegen rechts“: Am Samstag, 19. Oktober, demonstrieren sie vor Leffers. In der Zeit von 11 bis 13 Uhr sind die Frauen vor Ort und wollen mit den „Menschen in den Dialog treten“, wie es die Gründerin der Oldenburger Gruppe, Margret Hehmsoth (70), formuliert. Damit möchten sie ein Gegengewicht präsentieren zu rechtspopulistischen Tendenzen und Reden.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Gruppe sich aufmacht, in der Öffentlichkeit für ihre Anliegen einzustehen. Bereits im August stellten sie eine Demo mit elf Teilnehmerinnen auf die Beine: „Die Ältesten von uns sind über 80 Jahre alt und kamen mit ihrem Rollator“, sagt Hehmsoth. Eine Frau von 85 habe über ihre eigenen Erinnerungen gesprochen: Sie sagte, so Hehmsoth, sie wisse wie das sei, wenn man im Kindergarten die Hand heben und „Heil Hitler“ rufen müsse. Es sind solche Erfahrungen, die Hehmsoth in ihrem Bestreben stärken. Als sie von einer Bewegung namens „Omas gegen rechts“ erfahren habe, habe sie sich entschlossen, auch in Oldenburg einen Ableger zu gründen.

„Am Anfang habe ich bei den Treffen im Florian noch allein dagesessen“, erinnert sie sich. Doch das hat sich geändert. Es seien immer mehr Interessierte dazugekommen. „Mittlerweile sind wir zwischen zwölf und 20 Frauen, die regelmäßig zusammenkommen.“ Zu Spitzenzeiten waren es mehr als 30 Damen. „Und ich bin von vielen jungen Menschen angesprochen worden, als ich da plakativ mit meinem großen Schild vor mir gesessen habe“, erzählt Hehmsoth, der nicht nur das Engagement am Herzen liegt, sondern auch, ihren „Enkelinnen zu zeigen, dass auch eine Oma ihre Stimme erheben kann“.

Dabei ist Margret Hehmsoth eines wichtig: „Man muss nicht unbedingt Enkel haben, um bei uns mitzumachen.“ Auch Frauen im passenden Alter ohne eigene Kinder und Enkelkinder könnten teilnehmen. Und bei der Demo können natürlich auch „Opas gegen rechts“ vorbeischauen.

In der Zeit seit der Gruppengründung hat auch Margreth Hehmsoth einiges dazugelernt. Zum einen durch den Kontakt zu den anderen Mitgliedern, zum anderen aber auch ganz praktische Dinge. Wie zum Beispiel das Anmelden einer Demonstration. Das gehörte vorher nicht unbedingt zum Alltag der 70-Jährigen. „Ich weiß, dass die Unterlagen eigentlich ausgefüllt eingescannt und dann verschickt werden. Aber das konnte ich nicht“, sagt sie. Daher habe sie die Unterlagen handschriftlich ausgefüllt und abgegeben. „Das war aber auch kein Problem.“

Wer sich für die „Omas gegen rechts“ interessiert, kann bei der Demonstration vorbeischauen, oder am nächsten Treffen teilnehmen. Dieses wird im PFL ausgerichtet. Am Freitag, 1. November, kommt die Gruppe dort ab 15 Uhr zusammen.


  http://www.omasgegenrechts.de/ 
Mareike Weberink Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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