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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Diakonie-Chef Heinz-Hermann Buse: Ein Abschied mit Abstand und Neuland

17.06.2020

Oldenburg Abschied nehmen auf Abstand ist ganz schön schwierig. Diese Erfahrung hat Heinz-Hermann Buse in den letzten Wochen gemacht. Nach 35 Jahren bei der Diakonie im Oldenburger Land geht der Leiter des Kreisdiakonischen Werkes Oldenburg Stadt in den Ruhestand. Die Corona-Pandemie hat nicht nur den Abschied für Heinz-Hermann Buse verändert, sondern auch die letzten Monate seine Arbeit bestimmt. „Das ist totales Neuland für uns alle“, sagt er. Doch auch an diese Herausforderung ist er mit Leidenschaft herangegangen.

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Der Einsatz für Menschen in Not ist für Buse immer eine Herzensangelegenheit gewesen. Die allgemeine Sozialberatung, einer von mehreren seiner Arbeitsbereiche, ist für ihn ein besonderer Schatz.

„Diese unabhängige Beratung in den Kreisdiakonischen Werken hat für Menschen in Notsituationen einen großen Wert. Einige haben gesundheitliche Probleme und brauchen finanzielle Unterstützung, andere kämpfen mit Schulden oder brauchen Hilfe bei Anträgen. Viele kommen mit der unausgesprochenen Erwartung, dass hier anders geholfen wird. Das leben wir in der Beratung. Uns ist bewusst, dass jeder in eine Notsituation geraten kann“, sagt Buse eindrücklich, was ihn 35 Jahre lang im Dienst der Diakonie beschäftigt hat: Der Einsatz für andere.

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Für diesen Einsatz, „für alles, was Sie den Menschen unserer Stadt gegeben haben“, dankte Diakonie-Vorstand Thomas Feld dem scheidenden Leiter. „Sozialarbeit, wie Sie sie geprägt haben, denkt den Menschen im Plural, denkt ihn in seinen vielfältigen lebensweltlichen und sozialräumlichen Bezügen. Die Sache des Anderen steht im Vordergrund“, sagte Feld bei der Verabschiedung.

Auch Diakoniepfarrerin Anja Kramer dankte Buse für seinen Einsatz. „Macht es gemeinsam mit denen, für die es sein soll, diese Haltung hat dich ausgemacht“, betonte sie. Für den Kirchenkreis bedankte sich Kreispfarrerin Ulrike Hoffmann für Buses Einsatz.

Die Verabschiedung fand unter besonderen Umständen statt. Eine Feier mit den zahlreichen Weggefährten aus Diakonie, Verwaltung und Sozialverbänden war aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich. Stattdessen eine Verabschiedung im engsten Kreis, die über die Homepage der Diakonie im Oldenburger Land für Weggefährten aus Diakonie und anderen Wohlfahrtsverbänden sowie Politik und Verwaltung zu sehen war.

Seit 1998 leitet Buse das Diakonische Werk Oldenburg Stadt. Dazu gehörte auch die Verantwortung für die Bahnhofsmission, das Sozialkaufhaus, den Möbeldienst, die Diakonie-Läden und den Tagesaufenthalt. Wichtig war Buse auch die Arbeit in Gremien und Arbeitsgruppen. So war er auch beratendes Mitglied im Sozialausschuss der Stadt Oldenburg.

„Für viele ist der Schritt, zu uns in die Beratung zu kommen, leichter, als zum Sozialamt zu gehen. Wir können ermutigen und auch zeigen, auf welche Leistungen die Hilfesuchenden ein Recht haben. Es ist immer wieder gut, zu erleben, wenn die Hilfesuchenden neuen Mut bekommen, weil sie merken, es geht.“, gibt Buse einen Einblick in seine Arbeit. Neue Leiterin des Kreisdiakonischen Werkes Oldenburg Stadt wird Bärbel Maas. Die Diplom-Pädagogin arbeitet seit 30 Jahren in der Organisation.

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