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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Gertrud Suntrup erhält höchsten Orden

17.11.2018

Oldenburg Soziale Gerechtigkeit ist ihr Kernthema: Gertrud Suntrup ist für ihr langjähriges kommunalpolitisches Wirken und ihr Engagement im sozialen Bereich mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann händigte der Oldenburgerin am Freitag in einer Feierstunde im Alten Rathaus das Ordenszeichen und die Verleihungsurkunde aus. Zuvor hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Gertrud Suntrup die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht, auf Vorschlag von Ministerpräsidenten Stephan Weil zuerkannt. „Gerti Suntrup erfüllt alle Voraussetzungen zu 100 Prozent“, lobte Jürgen Krogmann die Geehrte im Kreise ihrer Familie, Freunde und Wegbegleiter.

Der Oberbürgermeister bescheinigte Gertrud Suntrup als „Anwältin für die Benachteiligten“ eine „unglaubliche Energie“ und einen „unermüdlichen Einsatz“ für soziale Belange. Ihr Engagement sei durch ihr Berufsleben geprägt gewesen, auch nach Feierabend habe sie ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zum Wohle aller eingesetzt. Suntrup war 27 Jahre lang Mitarbeiterin der Karl-Jaspers-Klinik (ehemaliges Landeskrankenhaus Wehnen) und fungierte viele Jahre als Personalratsvorsitzende.

Seit 1990 engagiert sie sich als Mitglied im Förderkreis der Klinik, der dazu beiträgt, die Integration psychisch kranker Menschen in die Gesellschaft zu verbessern. Darüber hinaus gehört sie seit 2016 als Beisitzerin dem Vorstand des Vereins Gedenkkreis Wehnen an, der an die Euthanasie-Opfer während der NS-Zeit in der „Heil- und Pflegeanstalt Wehnen“ erinnert.

„Gerti“ Suntrup engagiert sich auch als ehrenamtliche Helferin in den Justizvollzugsanstalten Vechta und Oldenburg. Sie hat mit Inhaftierten gekocht und sie bei Behördenangelegenheiten und bei der Wohnungssuche unterstützt. Suntrup fungierte von 1993 bis 1996 und von 2001 bis 2004 als Hauptschöffin beim Landgericht, ab 2007 war sie als ehrenamtliche Richterin beim Oberverwaltungsgericht tätig.

Von 2006 bis 2016 war sie für die SPD Mitglied des Oldenburger Stadtrates. Ihr kommunalpolitisches Engagement hält bis heute an: Seit 1990 fungiert sie als Beisitzerin im Vorstand des SPD-Ortsvereins Oldenburg Mitte-Nord. Seit 2010 nimmt sie im Ortsverein das Amt der Seniorenbeauftragten wahr und hält persönlichen Kontakt zu den älteren Mitgliedern. Darüber hinaus ist sie stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft 60plus im SPD-Unterbezirk Oldenburg-Stadt.

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