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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Diese Gebäude müssen für die Blindgänger-Suche weichen

04.02.2019

Oldenburg Frühere Militärgebäude vor dem Abriss: Auf dem Fliegerhorst erfolgen weitere, laut Stadt für die Entwicklung des Stadtteils notwendige, Infrastrukturmaßnahmen. Ausgehend von der Alexanderstraße werden demnächst im südlichen Teil des Areals Rohre für Trink- und Abwasser sowie zur Energieversorgung verlegt. Die im Vorfeld der Maßnahmen notwendige Kampfmittelsondierung erfordert dabei allerdings den Abriss von sechs Kasernengebäuden.

Aufgrund der bisherigen Munitionsfunde auf dem ehemaligen Militärgelände muss laut Mitteilung der Verwaltung davon ausgegangen werden, dass sich unterhalb der ehemaligen Kasernengebäude und in ihrer Umgebung Munitionsreste befinden. Den Verdacht untermauert der Fund einer fünf Zentner schweren amerikanischen Fliegerbombe am 21. Januar. Rund 7000 Oldenburger mussten an dem Tag im Rahmen der Entschärfung zeitweise ihre Häuser verlassen.

Lesen Sie auch unsere Reportage von der Bombenentschärfung: „Müssen alle Straßen dicht machen“

Vier der sechs nun vom Abriss betroffenen Gebäude stammen aus dem Jahr 1936. Zwei wurden nach dem Zweiten Weltkrieg, teilweise auf den Fundamenten von im Krieg zerstörten Kasernengebäuden, erbaut. Im Umfeld der Häuser könnten Bombenblindgänger nach dem Aufprall schräg in den Boden eingetaucht sein und sich unter die Gebäudekeller geschoben haben, heißt es.

Eine verlässliche magnetische Kampfmittelsondierung von der Oberfläche aus sei nicht möglich, da beim Bau der Gebäude Stahlbeton und mit Eisen versetzte Klinker verwendet wurden. Die Materialien verursachen bei der Oberflächensondierung ein magnetisches Störfeld. Um sicherzustellen, dass alle gefährlichen Munitionsreste gefunden und entfernt werden, wäre daher ein aufwendiges und teures Sondierungsverfahren erforderlich. Dabei müssten in jedem Gebäude 145 bis 180 Löcher in die Kellerböden gebohrt werden. Anschließend bestünde die Gefahr, dass trotz Abdichtung der Bohrlöcher Grundwasser in die Keller eintritt.

Die Stadtverwaltung habe einen möglichen Erhalt der Kasernengebäude sorgfältig geprüft und abgewogen. Das Risiko eines Totalschadens der Gebäudekeller und die hohen Kosten haben zur der Entscheidung geführt, die Gebäude abzureißen.

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