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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

2500 Schüler protestieren in Oldenburg fürs Klima

16.03.2019

Oldenburg „Kohlekonzerne baggern in der Ferne. Zerstören unsere Umwelt, nur für einen Batzen Geld. Worin wir unserer Zukunft sehen? Erneuerbare Energien“: Die Rufe sind laut, sie klingen wütend – und jene, die einen Wandel fordern, sind viele: Rund 2500 Menschen, zumeist Schülerinnen und Schüler sowie Studierende, sind am Freitagnachmittag in Oldenburg erneut auf die Straße gegangen, um für eine aus ihrer Sicht gerechtere Klimapolitik zu protestieren – bereits zum dritten Mal in diesem Jahr. Die Schüler- und Studenteninitiative „Fridays for Future“ hatte für Freitag zu einem globalen Klimastreik aufgerufen. Allein in Deutschland beteiligten zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene an mehr als 200 Demonstrationen.

In Oldenburg startete der Demonstrationszug gegen 12.30 Uhr vom Bahnhofsvorplatz und führte über Moslestraße, Heiligengeistwall, Theaterwall und Schloßwall zum Schloßplatz, wo es eine Abschlusskundgebung gab. Laut Polizei verlief der Aufzug friedlich.

Selbtgemalte Plakate

Ihrem Unmut machten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch laute Rufe und Sprechchöre Luft, etwa: „Hopp, hopp, hopp – Kohlestopp“ oder „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“.

Zahlreiche Transparente zeugen davon, dass sich die jungen Menschen auf die Demonstration vorbereitet haben, der laut eines Redners „größten Jugendbewegung für Klimaschutz die es je gegeben hat“. Zu lesen waren teils bissige Parolen wie „Wenn die Erde eine Bank wäre, hättet ihr sie längst gerettet“, „Wir sind jung und brauchen die Welt“ oder „2 Grad mehr – Oldenburg schwimmt“.

Zu Beginn hatten mehrere Rednerinnen und Redner deutlich gemacht, weshalb sie „streiken werden, bis ihr handelt. Damit war die Politik gemeint:  „Das Haus brennt. Löscht es!“, forderte ein Redner Regierungsvertreter zum Handeln auf und räumte gleichwohl ein: „Wir sind alle ein bisschen mitverantwortlich.“

Es brauche ein Umdenken in der Gesellschaft, aber das allein reiche nicht: „Es braucht auch einen Wandel im System. Ich allein kann keinen Kohleausstieg beschleunigen. Ich kann keine CO2-Steuer einführen. Also handelt! Die Probleme sind bekannt.“

Wissenschaft unterstütz

Weiter merkte er an: „Uns wird vorgeworfen, wir hätten auch nicht für alles Lösungen.“ Das stimme, aber sie, die jungen Menschen, seien keine Wissenschaftler und auch nicht jene, die es „verbockt“ hätten.

Ein weiterer Redner merkte an: „Seit über 20 Jahren reden wir übers Klima.“ Ein Bewusstsein sei durch internationale Klimaprotokolle längst geschaffen worden, die Antworten lägen auf dem Tisch. „

In den Reden wurde auch darauf hingewiesen, dass mittlerweile mehr als 15 000 Wissenschaftler das Anliegen der „Fridays-for–Future“-Bewegung unterstützen.


  Ein Video sehen Sie unter   www.nwzonline.de/videos 
Nathalie Meng Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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