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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Wenn die Welt ihre Stabilität verliert

16.06.2018

Oldenburg Das Klischee, dass junge Leute sich nicht für Politik interessieren, ist wohl allseits bekannt. Es muss aber nicht immer stimmen. Seit fünf Jahren bin ich Teil der Oldenburg Model United Nations Conference und habe in dieser Zeit das Gegenteil erfahren.

Jährlich finden sich über 750 junge Menschen in Oldenburg ein, um gemeinsam über die Geschehnisse dieser Welt zu diskutieren. Das zeugt nicht nur von politischem Interesse, sondern auch von der Begeisterung, sich mit den Problemen und Herausforderungen anderer Nationen auseinanderzusetzen.

Als 18-jähriger Mensch, dessen Generation noch nie einen Krieg erlebt hat, ist es befremdlich und erschreckend zu spüren, wie langsam das Gefühl aufkommt, als würde einiges auseinanderbrechen. Betrachtet man den Austritt der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran oder den Brexit, so entwickelt sich eine innere Unruhe, da unsere Welt plötzlich doch nicht so stabil ist, wie sie für die meisten Jugendlichen zu sein scheint.

Ich glaube, viele sind sich des Stellenwertes internationaler Organisationen als Garanten von Frieden nicht bewusst. Es ist daher wichtig, den Fokus auf eben dieses Bewusstsein zu legen und somit ein politisches Interesse anzuregen – vor allem auf internationaler Ebene. Und offene Augen bezüglich globaler Zusammenhänge schärfen auch das Bewusstsein für Vorgänge im lokalen Bereich.

Völkerverständigung kann ein Schlüssel sein, um einem engstirnigen, nationalistischen Weltbild entgegenzuwirken. Als Präsidentin der diesjährigen Konferenz geht meine Arbeit über das Organisatorische hinaus. Meine Aufgabe ist es auch, Schüler auf die internationalen Konflikte aufmerksam zu machen und somit für eine Art Aufklärung zu sorgen. Jährlich wird bei der Olmun für Begegnungen zwischen jungen Menschen aus aller Welt gesorgt, wie auch diesmal unter anderem aus mit Gästen aus Kolumbien, Indonesien oder den Vereinigten Staaten von Amerika.

Unter dem diesjährigen Motto „Shared History, Shared Challenges, Shared Future“ (geteilte Vergangenheit, geteilte Herausforderungen, geteilte Zukunft) werden Schüler angeregt, über die Probleme dieser Welt nachzudenken. Als Delegierter schlüpft man in die Rolle einer anderen Nation und versteht die internationalen Konflikte besser. Man begreift schnell, dass eine einfache Lösung nicht immer existiert, sondern dass sich einiges – vor allem für unsere Zukunft – ändern muss.

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