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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Warum AKK noch nicht Merkel als Kanzlerin folgen kann...

13.03.2019

Oldenburg Parlamentarische Abende, Sommerfeste, Spezialitäten-Essen – viele Städte und Regionen präsentieren sich mit Veranstaltungen in Berlin. Vorreiter dafür ist das Defftig Ollnborger Göönkohl-Äten. Doch wie kam das?

Theodor Heuss als erster Bundespräsident verspürte offenbar keine gesteigerte Lust, einer Einladung noch Oldenburg nachzukommen. Und wenn der Präsident nicht kommt, dann fahren wir halt hin, dachte man sich im Rathaus. So wurde die erste Kohlfahrt – damals noch nach Bonn – organisiert. Und Heuss’ Ministerialdirektor Hans Bott durfte Kohlkönig werden.

Im Jahr drauf kürte man bereits den ersten Minister (Hans-Joachim von Merkatz) zum Regenten. Und als erster Ministerpräsident, in einer Reihe von vielen, folgte 1959 Heinrich Hellwege (CDU).

Von Anfang an war klar, dass ein König nur ein Jahr lang regieren darf. Trotzdem taucht ein Name in der Liste der Majestäten gleich zweimal auf – Gerhard Schröder. Allerdings handelte es sich hierbei um zwei verschiedene Schröders. 1961 wurde der damalige CDU-Justizministerkönig. 1992 bekam der spätere SPD-Kanzler Schröder zu seiner Amtszeit als Ministerpräsident die Kohlpalme in die Hand gedrückt.

Auch wenn man nur ein Jahr lang König sein darf, dauerte die Amtszeit von Rita Süssmuth von 1990 bis 1992. Wegen des Irak-Krieges fiel das Kohlessen 1991 nämlich aus. Übrigens: Auch Gerhard Schröder (der erste) durfte zwei Jahre regieren.

Süssmuth war erst die zweite Frau auf dem Thron. Doch als solche Veranstaltungen noch reine Männersachen waren, zeigte sich Oldenburg schon fortschrittlich und kürte 1982 Bundestagsvizepräsidentin Annemarie Renger zur ersten Königin.

Weitere Frauen waren übrigens Michele Schreyer (die zweite Grüne nach Joschka Fischer), Angela Merkel, Annette Schavan, Johanna Wanka und Andrea Nahles. Unterm Strich sieben Frauen zu 54 Männern.

Waren es anfangs vor allem Minister und Ministerpräsidenten, die König werden durften, so wurde 1978 der erste Kanzler Kohlmajestät – Helmut Schmidt. Sechs Jahre später folgte ihm Helmut Kohl. Nachdem er das Kanzleramt erobert hatte, sicherte er sich auch den Oldenburger Thron.

Seitdem gilt: Willst du Bundeskanzler werden, musst du vorher Kohlkönig sein. Gerhard Schröder machte dies vor. Angela Merkel übte sich ebenfalls zunächst auf dem Oldenburger Thron, bevor sie reif war, das ganze Land zu regieren. Auch deshalb dürfte es für Annegret Kramp-Karrenbauer schwer werden, kurzfristig Kanzlerin zu werden. Erstmal muss die Königswürde her. Und das geht frühestens in einem Jahr. Auf jeden Fall wäre mal wieder eine Frau dran.

Zwei Könige schafften es sogar ins höchste Amt des Staates: Christian Wulff und Frank-Walter Steinmeier.

In der Liste der (fast) ausschließlich deutschen Kohlmajestäten taucht auch ein exotischer Name auf. Hüseyin Avni Karslioglu wurde 2014 vom damaligen Oberbürgermeister Gerd Schwandner nominiert. Mit dem türkischen Botschafter wollte der OB seinerzeit ein besonders Zeichen setzen.

Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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Jasper Rittner Redaktionsleitung / Redaktion Westerstede/Oldenburg
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