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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Beim Naturschutzgebiet geht’s zur Sache

08.06.2019

Oldenburg Im Streit um das geplante Naturschutzgebiet Hunte sind der Landkreis Oldenburg und Oldenburger Wassersportvereinen einen großen Schritt weiter. Aber nicht alle Kritikpunkte sind ausgeräumt. Dieses Fazit ziehen Vertreter der Vereine nach einem Gespräch mit Vertretern von Stadt und Landkreis am Donnerstag.

Jan Hurling sprach von einer „kontroversen, zum Teil emotionalen Diskussion“. Die Wassersportvereine fühlten sich ungenügend eingebunden in die Planungen der Verwaltungen. Hurling, der für den Oldenburger Ruderverein (Orvo), den Yachtclub, den Post SV sowie den Kanuclub Tungeln spricht, berichtet dennoch von wesentlichen Fortschritten.

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Diese Eile ist fehl am Platz

Oliver Sprenger, Leiter Naturschutz und technischer Umweltschutz der Stadt Oldenburg, und Eva-Maria Langfermann, Leiterin des Amtes für Naturschutz und Landschaftspflege beim Landkreis Oldenburg, hätten sich sehr bemüht, auf die Belange der Vereine einzugehen, sagte Hurling der NWZ.

Was ist mit Motorboot?

Keine Lösung gebe es unter anderem für das Motorboot, dass der Orvo für Trainingszwecke nutze. Auch die Begrenzung für Boote auf sechs Meter Länge sei nicht vom Tisch. „Unsere Boote sind knapp zwölf Meter lang.“

„Uns ist Rechtssicherheit wichtig“, betonte Hurling. Die mündlichen Zusagen reichten nicht aus. „Das muss auch noch in zehn Jahren, wenn vielleicht andere Mitarbeiter in den Verwaltungen sitzen, noch gelten.“

Hurling kündigte eine Stellungnahme der Vereine an, die auch den Ratsfraktionen vor der Entscheidung im Umweltausschuss am nächsten Donnerstag (17 Uhr, Technisches Rathaus) zugehen soll.

„Yeti“ zufrieden

Nach einer weiteren Gesprächsrunde mit Vertretern kommerzieller Bootstouren am Freitag äußerte sich Jochen Eck vom Oldenburger Anbieter „Yeti“ zufrieden. „Wenn ich alles richtig verstanden haben, sind unsere Belange nun berücksichtigt“, sagte Eck der NWZ. Wichtig sei, dass das seit 15 Jahren bewährte Besucher-Lenkungssystem in den Vorschriften verankert werde. Das System sehe Ruhepausen und Raststellen vor. Auch Baden sei an diesen Raststellen weiter erlaubt. Andere Auflagen wie zum Beispiel ein Fahrverbot zwischen 1. April und 15. Juni gelte bereits seit Jahren. In den ersten Entwürfen für die Naturschutzverordnung seien die Rastplätze nicht erwähnt worden, sagte Eck.

Die Pläne sehen vor, die mittlere Hunte unter Naturschutz zu stellen, um bestimmte Pflanzen und Tiere besser zu schützen. Vertreter von Vereinen, Anglern, Jägern, Wassersportlern und Bürger hatten Einwendungen gegen die geplanten Auflagen erhoben. Aus den Unterlagen für die Sitzung am Donnerstag gehen Zugeständnis unter anderem an Spaziergänger, Hundebesitzer und Angler hervor. Von Stadt und Landkreis Oldenburg war am Freitag keine Stellungnahme erhältlich. Den Einwand mangelnder Beteiligung weist die Vorlage zu den Einwendungen zurück: Der Entwurf sei durch die Gemeinden im Landkreis, den Landkreis und die Stadt „ortsüblich bekannt gegeben“ worden. Ob der Umweltausschuss sich am Donnerstag für die Vorlage ausspricht, war am Freitag offen. Zunächst müssten die kürzlich eingereichten Unterlagen gesichtet werden, sagte Vorsitzender und CDU-Ratsherr Michael Schilling.

Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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