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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Stadt sieht sich beim Wohnungsbau auf gutem Weg

22.03.2019

Oldenburg Die Wohnungsbauaktivitäten in Oldenburg bleiben weiter auf einem hohen Niveau. Das geht aus dem Wohnungsmarktbericht hervor, den die Stadt vorgelegt hat. Demnach seien in den vergangenen vier Jahren jeweils immer deutlich mehr als 1000 Wohnungen fertiggestellt worden.

Dazu erklärt die Stadt in einer Mitteilung: Auch und gerade im Segment der bezahlbaren Wohnungen (Kaltmiete von sechs Euro pro Quadratmeter) gibt es erkennbare Erfolge durch die zahlreichen Maßnahmen, die im Bündnis Wohnen erarbeitet und letztlich im Stadtrat beraten und beschlossen wurden. Prozentual ist in diesem Segment ein Anstieg von nur etwa gut zwei Prozent (2014) auf fast 20 Prozent (2018) zu verzeichnen.

Für Oberbürgermeister Jürgen Krogmann ergibt sich eine klare Tendenz: „Die zahlreichen Maßnahmen zur Belebung des Wohnungsbaus – gerade im Sektor der bezahlbaren Wohnungen – zeigen Wirkung. Es ist uns gelungen, den Wohnungsbau anzukurbeln. Besonders macht sich jetzt bemerkbar, dass wir eine Quotenregelung zur Schaffung preiswerten Wohnraums eingeführt haben“, behauptet der OB in der Pressemitteilung.

So sei laut Stadt seit 2014 durch diese Quotenregelung zur Schaffung preiswerten Wohnraums Planungsrecht für 182 Wohnungen geschaffen worden, weitere 303 seien in laufenden Bebauungsverfahren geplant. Im Rahmen des Wohnungsbauförderungsprogramms seien 183 Wohnungen mit einer Fördersumme von 3,57 Millionen entstanden.

Die Oldenburger Wohnungssituation ist weiterhin von einer stetig wachsenden Einwohnerzahl geprägt. Die Zahl der Haushalte (aktuell: 91 214) ist zuletzt beständig gestiegen, die Zahl der verfügbaren Wohnungen (aktuell: 92 270) allerdings auch. Die daraus zu errechnende Wohnungsversorgungsquote von 101,2 gilt als Indikator für einen leicht angespannten Wohnungsmarkt. Als ausgeglichen gilt ein Markt, wenn die Quote bei 102 oder 103 liegt, es also einen Leerstand von etwa 2 bis 3 Prozent der Wohnungen gibt. Dieses Ziel ist in Oldenburg noch nicht erreicht, die Entwicklung zeige aber, dass der Wohnungsmarkt sich in diese Richtung orientiert.

Insgesamt werden in den bereits abgeschlossenen Bebauungsplanverfahren (die größten sind Am Bahndamm und Fliegerhorst) mehr als 3 000 Wohnungen gebaut, in den laufenden Verfahren weitere 1500. Für Krogmann zeigen sich damit die Erfolge einer aktiven Wohnungsbaupolitik. „Es ist uns gelungen, auf dem Fliegerhorst die Zahl der geplanten Wohneinheiten von ursprünglich gut 600 auf fast 1000 zu steigern. Auch das Gelände Am Bahndamm nutzen wird sehr gut aus. Diese aktive Wohnungsbaupolitik zahlt sich aus.“

Es sei davon auszugehen, so die Stadt, dass auch in den kommenden Jahren eine Zahl von 1000 fertiggestellten Wohnungen pro Jahr erreicht werden kann.

Günstige Wohnungen kaum zu finden

Kommentar

Jasper Rittner

Ja, es gibt sie tatsächlich: Wohnungen, die sechs Euro oder sogar noch weniger pro Quadratmeter kosten. Aber man muss erstmal eine finden.

Nach den schön klingenden Zahlen in der Pressemitteilung der Stadt, haben wir uns im Internet auf Wohnungssuche begeben. Beim Immobilienscout wurden gestern 221 Wohnungen in Oldenburg angeboten. Und nun raten Sie mal, wie viele davon für sechs Euro oder weniger zu haben waren. Es waren gerade mal fünf. Die beiden günstigsten sogar für gerade mal 4,25 Euro/Quadratmeter.

Im Umkehrschluss aber bedeutet das, 216 Wohnungen lagen über sechs Euro. Und zehn Euro sind längst keine Ausnahme mehr. Von 2014 bis 2017 sind die Mieten um 12 Prozent gestiegen. Der Durchschnittspreis pro Quadratmeter lag 2017 bereits bei 7,60 Euro.

Ja, es ist ja gut, dass die Stadt etwas für den Wohnungsbau tut. Aber es reicht ganz offensichtlich nicht.

Jasper Rittner hat den Faktencheck zum Wohnungsmarkt gemacht

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