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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Bürgervereine kommen mit 35 Fragen ins Rathaus

19.09.2019

Oldenburg Viele Fragen – viele Antworten: Reichlich Gesprächsstoff bot das Jahresgespräch zwischen Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und der Arbeitsgemeinschaft Stadtoldenburger Bürgervereine (Astob). Der Oberbürgermeister hatte dazu zum mittlerweile vierten Mal ins Alte Rathaus eingeladen. In konstruktiver Atmosphäre wurde gut zwei Stunden lang über Themen gesprochen, die den Bürgervereinen unter den Nägeln brennen. Der vorab erstellte Fragenkatalog umfasste 35 Punkte. Die Themenpalette reichte vom Bahnausbau über Bürgerhäuser bis zum Bäderkonzept.

Die Bäder

Die Bädersituation war eines der Themen, die mehrere Bürgervereine interessierte. Der Neubau des Sport- und Gesundheitsbades am Flötenteich könne nach derzeitigem Stand nach Ende der Freibadsaison 2021 beginnen, erläuterte Krogmann. Bei der Planung der inhaltlichen und räumlichen Ausgestaltung sollen auch die Bürgervereine beteiligt werden. In Sachen Bewegungsbad im Klinikum, das für die nächsten vier Jahre von der Bäderbetriebsgesellschaft übernommen wird, stellte der Oberbürgermeister eine Wiedereröffnung jetzt, zum 7. Oktober, in Aussicht. Die umfassende Sanierung der Stadtteilbäder Kreyenbrück und Eversten seien ab 2023, nach Fertigstellung des Sport- und Gesundheitsbades am Flötenteich, geplant. Bis dahin werde es Instandhaltungsmaßnahmen geben, um den Betrieb der Stadtteilbäder aufrechtzuerhalten.

Die Bahn

Zum Thema Ausbau der Bahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven verwies der Oberbürgermeister darauf, dass der Rat in seiner Sitzung am 30. September über eine Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss entscheiden wird. Zu dem aus Ofenerdiek angemahnten Handlungsbedarf mit Blick auf die langen Schließzeiten am Bahnübergang Am Stadtrand erklärte Krogmann, die bisher von der Deutschen Bahn vorgelegten Planungen seien ungeeignet, um den gestiegenen Ansprüchen gerecht zu werden. Statt den Forderungen nachzukommen, habe die Bahn den Übergang nun aus den Planfeststellungsunterlagen getilgt.

Die Brücke

Ein weiteres Verkehrsthema war die Zukunft der Cäcilienbrücke: Nach aktueller Mitteilung des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) sei die Wiederinbetriebnahme der momentan für den Kfz-Verkehr gesperrten Brücke für den 30. September geplant, informierte der Oberbürgermeister. Der Betrieb solle aufrechterhalten bleiben, bis die Behelfsbrücke für den Rad- und Fußverkehr – voraussichtlich im Frühjahr 2020 – eingerichtet ist. Für Planung und Bau der neuen Brücke veranschlagt das WSA etwa fünf Jahre. Während dieser Zeit muss der Kfz-Verkehr umgeleitet werden.

Das Bürgerhaus

Ein häufig aus Reihen der Bürgervereine geäußerter Wunsch ist die Schaffung von Begegnungsstätten. Krogmann erklärte, dass im November dieses Jahres als Pilotprojekt zum Thema „Bürgerhaus“ eine Ideenwerkstatt in Eversten geplant sei. Anhand der Ergebnisse soll über die Übertragbarkeit auf andere Stadtteile diskutiert werden.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann dankte den Bürgervereinen für die zahlreichen Anregungen. Astob-Vorsitzender Harald Götting, der auch dem Vorstand des Bürgervereins Eversten angehört, lobte den von der Rathaus-Spitze gepflegten offenen Dialog. Auch wenn an diesem Abend nicht alle Punkte im Detail besprochen werden konnten, sagte Krogmann den Vereinen zu, Erläuterungen schriftlich nachzureichen.

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