• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Was Russen in Oldenburg wundert

08.08.2018

Oldenburg „Moin!“ und Mülltrennung: Es gibt viele Dinge, die Gäste in Deutschland verwundern können. Anderes erfüllt genau die Erwartungen. Fünf Dinge, die einen Russen in Oldenburg überraschen – und fünf, die vorhersehbar sind:

„Moin“ statt „Hallo“

Viele russische Touristen sprechen leider keine Fremdsprachen. Natürlich versuchen sie vor der Reise nach Deutschland, sich vorzubereiten. Wenigstens lernt man, dass man in Deutschland einander mit „Hallo“ begrüßt. Allerdings funktioniert das so nicht in Oldenburg. Viel öfter hört man hier ein mysteriöses „Moin!“, was im touristischen Bewusstsein mit „Morgen!“ assoziiert werden könnte. Die Überraschung ist groß, wenn man das „Moin!“ auch am Abend hört.

Machatschkala

Viele deutsche Städte haben Stadtpartnerschaft mit Russland. In Oldenburg ist die Partnerstadt selbst interessant. Machatschkala ist die Hauptstadt der russischen Teilrepublik Dagestan und befindet sich im Süden Russlands. In der Republik spricht man neben Russisch viele lokale Sprachen. Für Russen ist Machatschkala ein bisschen sonderbar, trotzdem besuchen manche Touristen (meistens junge) diese Stadt gern, um etwas Neues zu entdecken.

Schlossplatz

In Russland geht der Zentralplatz der Stadt seit sowjetischer Zeit mit einem Lenindenkmal zusammen. Dort gibt es auch normalerweise Rathaus oder Konzerthalle. In Oldenburg werden die Russen von Alter und Schönheit des Schlossplatzes begeistert.

Bäckereien und Mett

Es gibt in Oldenburg viele Bäckereien, die Brot und andere Backwaren selbst backen. In Russland wird das Brot meist von großen Unternehmen produziert. Sehr beliebt bei Deutschen sind Mettbrötchen, die mit rohem Fleisch und Zwiebel gemacht werden. Für Russen ist es unappetitlich, ungekochtes Fleisch zu essen.

Mülltrennung

Russen haben zu Hause normalerweise nur einen Mülleimer für alle Arten von Abfall. Wenn der deutsche Hausmeister darum bittet, Müll zu sortieren, oder im Bahnhof spezielle Mülleimer mit getrennten Sektionen stehen, wird das zum komplizierten Quiz für russische Touristen. Was zum Beispiel der Begriff Restmüll bedeutet, erschließt sich nicht. Auch der Umgang mit Pfandflaschen ist Neuland.
Aber es gibt auch einiges in Oldenburg, das den Erwartungen entspricht:

Bier-Auswahl

Eines der wichtigsten Ziele einer Reise nach Deutschland ist für viele Russen, ist hiesiges Bier zu probieren. In Bezug auf dieses Getränk ist Oldenburg auch einen Besuch wert.

Hier findet man in Supermärkte und Restaurants nicht nur überregionale Biersorten, sondern auch niedersächsische Bierspezialitäten, deren Qualität viel höher ist, als die der Mehrheit des russischen Biers.

Wochenmärkte

Wochenmärkte sind auch in Russland populär, besonders bei Rentnern, die gern früh aufstehen und dort ihre Bekannten treffen. Aber es gibt auch Unterschiede. In Russland sind diese Märkte nicht regional, also kann man dort oft Waren zum Beispiel aus Weißrussland kaufen. Die Angebote sind auch unterschiedlich: In Russland kauft man gern billige Kleidung auf Wochenmärkten.

Viele Russen

Es ist keine Überraschung, in Oldenburg Russen auf der Straße oder im Supermarkt zu treffen. Es gibt viele Leute, die aus Russland nach Deutschland emigriert sind. Laut Ausländerzentralregister gab es in 2015 fast 600 russische Einwohner in Oldenburg. In dieser Statistik besetzt Russland den fünften Platz nach Türkei und Polen. Daher ist es nur logisch, dass es in Oldenburg einen russischen Supermarkt gibt, wo man Gretschka (Buchweizen) und Kwass (alkoholfreies Getränk, das aus Brot produziert wird) kaufen kann.

Sauberkeit

Es ist zwar unklar, wie deutsche Städte das erreichen, aber hier kann man ohne Angst weiße Schuhe kaufen und sie werden nicht in ein paar Tagen schwarz. In der durchschnittlichen russischen Stadt (es geht natürlich nicht um Moskau) gibt es viel mehr Staub, obwohl auch dort regulär aufgeräumt wird.

Einkaufszentren

Es gibt heute in Russland eine Tendenz, dass auch in Kleinstädten mehr und mehr Einkaufszentren gebaut werden. Es ist oft nicht klar, welche Kunden sie erreichen möchten, deshalb schließen viele dieser Zentren kurz nach der Eröffnung wieder. Oldenburg als Einkaufsstadt würde vielen Russen gefallen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.