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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Die Oldenburg Hat Urlaub: An Weihnachten legt die Korvette eine Pause ein

24.12.2018

Oldenburg /Limassol Es ist relativ leer auf der Korvette Oldenburg, die im Hafen von Limassol/Zypern liegt. Von den 61 Mann Besatzung seien 25 zum Weihnachtsurlaub in der Heimat, erzählt Kommandant Thorsten Vögler. Die restlichen bleiben auf Zypern. Einige bekommen Besuch von Angehörigen, andere entspannen bei aktuell 20 Grad Celsius alleine.

Bis zum 2. Januar hat die Oldenburg keinen Einsatz. Die Suche nach Schmuggler vor der libanesischen Küste übernehmen andere Einheiten des internationalen Flottenverbands Unfil (United Nations Interim Force in Lebanon), dem die Korvette Oldenburg angehört. „Das machen zum Beispiel die Einheiten aus Indonesien und Bangladesch, wo kein Weihnachten gefeiert wird“, sagt der Korvettenkapitän.

Die Oldenburg

Schon in den 70er-Jahren hat sich die Stadt Oldenburg um eine Namenspatenschaft für ein Schiff der Bundesmarine bemüht. Es dauerte fast 30 Jahre, bis es dazu kommen sollte. 2003 gab die Marine fünf Korvetten in Auftrag. Eine davon erhielt den Namen „Oldenburg“. Sie lief im Juni 2007 vom Stapel. Ihr Heimathafen ist der Marine-Stützpunkt Warnemünde.

Der Freundeskreis der Korvette Oldenburg hält den Kontakt zum Schiff und seiner Besatzung. Es ist guter Brauch, dass die Besatzung jedes Jahr zu Weihnachten vom Freundeskreis beschenkt wird.

Der aktuelle Kapitän ist Thorsten Vögler. Die aktuelle Besatzung wird schon im Januar von Bord gehen und durch eine neue ersetzt.

Der Freundeskreis hält den Kontakt zu den Mannschaften auf der Korvette. Wiederholt haben Abordnungen Oldenburg besucht, zum Beispiel zum Stadtfest oder zum Kramermarkt. Anfang des Jahres haben 30 Mitglieder des Freundeskreises die Korvette, die damals in Wilhelmshaven lag, besichtigt. Der Vorsitz des Freundeskreises ist im Herbst von Rolf F. Müller auf Gerhard Kindl übergegangen.

Mit einem Einsatz ist in diesem Jahr also nicht mehr zu rechnen. „Wir laufen nur aus, wenn ein Sturm kommt. Dann ist das Schiff auf hoher See sicherer als im Hafen.“ Die einsatzfreie Zeit wird auch genutzt, um das Schiff wieder auf Vordermann zu bringen, zu reparieren, was repariert werden muss und um einige Anlagen zu überholen. Acht Mann sind extra dafür angereist.

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Etwas weihnachtliches Flair habe aber Einzug gehalten in das Kriegsschiff, erzählt Vögler. Es gebe Lichterketten in den Messen (Ess- und Wohnzimmer), Tannenkränze, „und einige Adventskalender hängen auch rum“.

Am dritten Advent war ein Bäcker aus Warnemünde an Bord und hat mit dem Smutje (Schiffskoch) Kekse und Stollen gebacken. Gleichzeitig wurde in Warnemünde gebacken. Die Leckereien wurden verzehrt, während Warnemünde und Limassol per Live-Schaltung verbunden waren. „So haben wir, obwohl wir getrennt waren, doch zusammen gefeiert.“ Der leckere Duft aus der Kombüse sei schnell wieder verflogen, dafür sorge die Klimaanlage.

Für den Heiligen Abend und Silvester sind Veranstaltungen für die Soldaten und ihre Angehörigen im „Camp Castle“ geplant, dem Stützpunkt im Hafen. „Es wird eine kleine Bescherung geben und Ansprachen vom Pfarrer.“

Über ihre traditionellen Weihnachtswünsche an den Freundeskreis in Oldenburg haben sich die Soldaten schon Gedanken gemacht. Nach den Tassen mit Oldenburg-Wappen aus dem vergangenen Jahr würden sie sich nun über Festival-Becher aus Kunststoff freuen, die bei Feiern nicht so schnell kaputt gehen, – oder über Bademäntel mit Oldenburg-Wappen. Die würden zu Hause und nicht auf der Korvette genutzt, denn dort herrsche eine strenge Anzugsordnung, betont Vögler. Und die sieht Bademäntel nicht vor.“

Eine besondere Weihnachtsüberraschung haben Vögler und seine Soldaten schon bekommen: „Wir haben acht Umzugskartons voller Briefe, Süßigkeiten und Geschenke von diversen Gruppierungen bekommen. Alleine 400 Briefe seien an die Soldaten gerichtet gewesen. „Das geht uns richtig nahe“, sagt Vögler.

Am 21. Januar bekommt die Korvette Oldenburg eine neue Besatzung, Ende Mai oder Anfang Juni geht es zurück nach Rostock. Dann ist für die Korvette der Einsatz vor der Küste des Libanons beendet und neue Aufgaben warten.

Katja Mielcarek Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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