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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Filmfest-Chef denkt über Kauf der Oldenburger Bauwerk-Halle nach

14.12.2017

Oldenburg Sie stand nicht auf der Tagesordnung. Dennoch sorgte die Zukunft der Bauwerk-Halle für die emotionalste Diskussion im Kulturausschuss am Dienstagabend. Für Aufsehen sorgte bei der Einwohnerfragestunde die Ankündigung weiterer Kaufangebote: eines von einer Architektengruppe, eines von Filmfest-Chef Torsten Neumann. Bisher haben die Gemeinnützigen Werkstätten angekündigt, das Gebäude kaufen und sanieren zu wollen. Sie möchten darin ein italienisches Restaurant betreiben, in dem auch Menschen mit Behinderung arbeiten.

Auf ein grundsätzliches Kaufinteresse habe man sich innerhalb des Architektenstammtisches „Reihe 7“ verständigt, um die Halle für die freie Kulturszene zu erhalten, sagte Katharina Semling, die zudem dem Bauwerk-Verein angehört. Man benötige nun Details, um ein konkretes Angebot abgeben zu können. Semling war es auch, die im Ausschuss vom Kaufinteresse des Filmfest-Chefs berichtete.

Dies bestätigte Neumann am Mittwoch gegenüber der NWZ. Man sei mit dem Filmfest schon lange auf der Suche nach neuen Büroräumen. Übers Jahr habe man vor allem einen „Kurzzeitraumbedarf“, ansonsten sei Platz für andere Kulturschaffende. „Das könnte die Situation befrieden.“ Konkret seien seine Pläne aber noch nicht.

Auch der Bauwerk-Verein prüft inzwischen, ob er Mittel für einen Kauf einwerben kann, nachdem dies von der CDU vorgeschlagen worden sei. Eigentlich favorisiert der Verein, dass die Halle bei der Stadt verbleibt.

Fragen nach Höhe und Herkunft bisheriger Gebote für die Halle beantwortete Oberbürgermeister Jürgen Krogmann im öffentlichen Teil des Ausschusses mit Hinweis auf den Datenschutz nicht. Er freue sich aber über Post mit offiziellen Geboten. Inzwischen liege ein Verkehrswertgutachten für Halle und Grundstück vor. Das Ergebnis wollte die Stadt auf Nachfrage allerdings nicht bekanntgeben.

Der Bauwerk-Verein und die Mitglieder der freien Kulturszene wehren sich gegen Pläne der Werkstätten. Sie kritisieren den Verlust von Freiraum für Kulturschaffende. Diese Diskussion fand auch im Ausschuss erneut Widerhall. „Die meisten Veranstaltungen können nicht nur dort stattfinden“, meinte Krogmann. Dem widersprach das beratende Mitglied Pavel Möller-Lück (Theater Laboratorium). „Das zeigt einmal mehr, dass Sie nicht kulturaffin sind“, griff er den OB persönlich an.

Derweil hat der Bauwerk-Verein die Ergebnisse des runden Tisches mit Politik und Werkstätten aus seiner Sicht bewertet. Insgesamt sei man „enttäuscht und ernüchtert“, heißt es in einem Schreiben. Die Verkaufsabsicht habe die Argumentation beherrscht. Zudem werde die Belassung der Halle „entgegen früherer Zusagen“ von der Mehrheit der Ratsfraktionen nicht mehr gestützt. Teile der Politik hatten ursprünglich Unterstützung für die Bauwerk-Pläne in Aussicht gestellt.

Im Ergebnis liegen demnach drei Vorschläge zur künftigen Nutzung auf dem Tisch: Das Konzept der Werkstätte sieht eine volle Nutzung der Halle als Restaurant vor und bietet der Kulturszene Veranstaltungen am wöchentlichen Ruhetag an. Das lehnt der Bauwerk-Verein ab.

Vorschlag zwei von Bauwerk ist eine Weiternutzung der vorderen Halle durch den Verein und ein Restaurant in der hinteren Halle. Diese sehen die Werkstätten allerdings als zu klein an.

In Variante drei, ebenfalls von Bauwerk, bleibt die Kultur in der vorderen Halle. Die hintere Halle wird umgebaut und erhält einen Anbau in Richtung Exerzierhalle für die Gastronomie. Diese „städtebauliche Lösung“ ist derzeit der Favorit des Vereins.

Patrick Buck
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2114

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