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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Ehrenamtliche haben das Wohl der Stadt im Visier

10.04.2018

Oldenburg Wenn es um das Wohl dieser Stadt geht, dann haben alle vorgestellten Personen auf dieser Seite eines gemeinsam: Es ist ihnen wichtig und sie investieren viel Zeit darin, dass es in verschiedenen Bereichen vorangeht. Darum sind sie zurecht nominiert für den Titel „Oldenburger des Jahres“.

Auch in diesem Jahr rufen die NWZ und die Volksbank wieder diese Aktion ins Leben, bei der Ehrenamtliche für ihre Leistungen ins Rampenlicht gerückt werden. In dieser und in den kommenden drei Wochen stellen wir daher insgesamt 32 Menschen vor, von deren Arbeit viele Bürger Oldenburgs profitieren.

Darunter sind engagierte Funktionäre wie Tjark Schroeder, der seit Jahrzehnten den Schwimmsport in der Stadt und der Region voranbringen. Oder Frauen wie Beate Iwan, die im Hintergrund unzählige Streits geschlichtet und damit die Gerichte entlastet hat. Oder junge Leute wie Florian Wiese, der ganz praxisnah in der Flüchtlingshilfe aktiv ist.

Für alle diese Ehrenamtlichen, die in diesem Jahr nominiert werden, wird es am 7. Juni im prunkvollen Saal des Oldenburger Schlosses eine Feier zu Ehren der Engagierten geben. Dann wird auch bekanntgegeben, wer in diesem Jahr mit den Titeln „Oldenburgerin des Jahres“ und „Oldenburger des Jahres“ ausgezeichnet wird.

Alle Leser können an dieser Entscheidung mitwirken, indem sie über die jeweiligen Wochensieger abstimmen. Die Teilnahme ist hier möglich. Unter allen Einsendern verlosen wir drei Mal 100 Euro. Die Gewinner werden telefonisch benachrichtigt.

Petra Nollmann: Lachen ist die beste Medizin

Lachen ist für Petra Nollmann mehr als nur eine Reaktion auf etwas Witziges. Als ausgebildete Lachyoga-Leiterin möchte die 58-Jährige das vor mehr als 20 Jahren in Indien entwickelte Konzept von Dr. Madan Kataria verbreiten. Denn Lachen hat nach dieser Lehre das Ausschütten von Glückshormonen sowie den Abbau von Stresshormonen zur Folge und kann bei regelmäßigem Training Schmerzminderung und eine Stärkung des Immunsystems bedeuten. Bei ihren Lachclub-Treffen im Poly-Haus und im Mehrgenerationenhaus an der Ammergaustraße wirbt sie daher für das „Lachen ohne Grund“, wie Kataria es nennt. 2017 organisierte sie zudem zum Weltlachtag ein gemeinsames Lachen auf dem Schlossplatz. Auch in diesem Jahr soll es wieder eine Aktion geben.

Norbert Pollak: Geschichte auf der Leinwand

Erinnerungen an die Jugend vieler Oldenburger wirft Norbert Pollak an die große Leinwand. Gemeinsam mit Wolfgang Meyer und Gerold Kehmeier hat der 67-Jährige in Heimarbeit mehrere Filme über die jüngere Vergangenheit der Stadt produziert. Zuletzt sorgte er mit dem Streifen „Rocker, Popper, Discogänger“ über die Discotheken der 70er- bis 90er-Jahre einen wohligen Blick zurück. Bereits im Jahr zuvor hatte er mit „Ohne Schlips geht gar nichts“ über die Tanzlokale der 50er bis 70er für Aufsehen gesorgt. Rund ein Jahr Recherche und technischen Umsetzung steckten Pollak und seine Kollegen in so einen Film. Arbeit, die sie gern und mit Leidenschaft auf sich nehmen. Das nächste Projekt ist bereits geplant. Im Fokus steht dann die Geschichte des Fliegerhorsts.

Tjark Schroeder: Immer sehr nah am Wasser

Vorsitzender des Bezirksschwimmverbands Weser-Ems, Vorsitzender der Fachsparte Schwimmen im Deutschen Schwimmverband, Vorstandsmitglied für den Bereich Bildung im Stadtsportbund: Die Liste mit Tjark Schroeders Ämtern ließe sich noch lange fortsetzen. Allein in seinem Verein Polizei SV, wo er seit 1972 Mitglied ist, hat der 66-Jährige über die Jahre diverse Aufgaben übernommen. Derzeit treibt ihn vor allem die Diskussion um die mögliche Schließung von Stadtteilbädern um. Dass dies nicht umgesetzt wird, dafür will Schroeder kämpfen.

Beate Iwan: Schlichtet bei Streitigkeiten

Dass nicht jeder Streit vor Gericht landet, dafür sorgt Beate Iwan. Seit 25 Jahren engagiert sie sich als Schiedsfrau und schlichtet, wenn zum Beispiel Nachbarn wegen irgendwelcher Themen überkreuz liegen. Geduld und die gebotene Distanz und Neutralität müsse man mitbringen. Das hat sie in den mehr als 500 Fällen, die sie bearbeitet hat, gelernt. So lassen sich sogar viele alte Konflikte lösen. „Ich hatte auch Menschen dabei, die fast schon gar nicht mehr wussten, warum sie gestritten hatten“, erzählt sie. Wenn die am Ende wieder zusammen Kaffee trinken, ist Iwan zufrieden.

Roswita Näther: Bringt Verein näher zusammen

Bei den Jugendlichen im Oldenburger Land ist sie bekannt: Roswita Näther. Seit 28 Jahren engagiert sie sich in der Jugendarbeit des Schützenvereins Tell Wechloy, seit acht Jahren zusätzlich auch für die Oldenburger Schützen. Außerdem übt sie das Amt der Damenleiterin aus. Fast jedes Wochenende betreut die 53-Jährige die Jugendlichen bei Wettkämpfen. Durch den internationalen Wettkampf, den sie organisiert, bringt sie in der Auswahl Jugendliche aus dem gesamten Oldenburger Land zusammen – und reist im Austausch mit ihnen nach Großbritannien und Schweden.

Rolf Holtz: Hat schon viele Hochwasser gesehen

„Ich hatte da mal diese blauen Autos gesehen und bin neugierig geworden“, sagt Rolf Holtz. Das war vor 56 Jahren. Die Autos gehörten zum Technischen Hilfswerk (THW), denen der heute 72-Jährige damals beitrat. Er war seitdem Truppführer, Gruppenführer, Zugführer und sogar stellvertretender Ortsgruppenführer. Immer wieder packte er bei Hochwasser oder anderen Einsätzen mit an. Inzwischen ist Holtz Sprecher der Altersgruppe im THW und freut sich, dass es immer noch neugierige junge Menschen gibt: „Wir haben drei aktive Jugendgruppen.“

Florian Wiese: Unterstützt beim Reparieren

Hilfe zur Selbsthilfe wollen die Engagierten des Projekts „RadFix“ um Florian Wiese anbieten. Angesprochen sind Flüchtlinge, die hier die Möglichkeit bekommen, unter Anleitung Fahrräder zu reparieren und sich auf diese Weise neue Fähigkeiten und auch ein Stück weit Mobilität zu erarbeiten. Der 28-jährige Wiese ist seit drei Jahren dabei. Etwa zehn bis 15 Leute aller Altersgruppen engagieren sich neben ihm bei dem Projekt. „Es geht dabei auch darum, mit den Geflüchteten in Kontakt zu kommen“, sagt der Student. Problematisch ist derzeit, dass feste Räumlichkeiten für eine Werkstatt fehlen. Werkzeug und Ersatzteile lagern im Moment in einem alten Hangar auf dem Fliegerhorst. Doch davon lassen sich die Ehrenamtlichen nicht unterkriegen. Derzeit bauen sie eine mobile Werkstatt mit Lastenrädern auf.

Ingrid Klockgether: Strickt Mützen für Bedürftige

18 Frauen treffen sich regelmäßig in der Gruppe „Stoff und Faden“, um ihrer Leidenschaft für Handarbeit nachzugehen. Geleitet wird sie von der 73-jährigen Ingrid Klockgether. Im vergangenen Winter klapperten die Stricknadeln für einen ganz besonderen Zweck: Handschuhe und Mützen für die Bahnhofsmission zu stricken, hatten die Frauen sich zum Ziel gesetzt. „Eigentlich machen wir vor allem feinere Handarbeiten“, sagt Klockgether. Aber für die gute Sache legte die Gruppe für einige Zeit den Fokus auf wärmendes für Kopf und Hände. Im Dezember übergaben dann drei Vertreterinnen der Frauen eine große Ladung ihrer Erzeugnisse an die Bahnhofsmission. Auf diesem Wege landete das Selbstgestrickte dann bei vielen Bedürftigen, die zum Beispiel obdachlos die kalte Jahreszeit auf der Straße verbrachten.

Patrick Buck
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2114

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