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Maaßen wird nicht befördert und wird Sonderberater
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Aktualisiert vor 23 Minuten.

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Maaßen wird nicht befördert und wird Sonderberater

NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Ehrenamt hat viele Gesichter

17.04.2018

Oldenburg Die klassische Vereinsarbeit ist ein wichtiges Standbein für ein erfülltes Zusammenleben in Oldenburg. Viele Menschen sind als Übungsleiter, im Vorstand oder als Organisator im Hintergrund aktiv. Doch das ist nicht die einzige Möglichkeit, ehrenamtlich zu arbeiten. Moderne Zeiten haben neue Formen des Engagements hervorgebracht. In all diesen Bereichen gibt es viele Menschen, die den Titel „Oldenburger des Jahres“ – der von NWZ und Volksbank vergeben wird – verdienen.

Ein Beispiel für eine neue Variante der Hilfele-istung ist die Aktion, an der Karsten Bach beteiligt war. Es gab keinen Verein, sondern eine Gruppe im sozialen Netzwerk Facebook, die eine Geschenkaktion für Obdachlose organisiert hat. Auch Thies Henking nutzt das Internet, nämlich um Menschen in Trauer zu beraten.

Doch das bedeutet nicht, dass klassische Vereins- und Gruppenarbeit weniger bedeutsam wäre. Bestes Beispiel dafür ist die neue Skatehalle an der Alexanderstraße, die der Verein Backyard mit seinem Vorsitzenden Ubbo de Witt realisiert hat. Und die Rollstuhltanz-Gruppe von Eka Oehne spricht zwar nur einen kleinen Teil der Oldenburger an – doch für die ist so ein spezifisches Angebot umso wichtiger.

Alle Leser der NWZ können sich wieder an der Aktion beteiligen und durch ihre Stimme mit entscheiden, welche Kandidatin und welcher Kandidat aus dieser Woche als Sieger hervorgehen. Aus allen acht Wochengewinnern werden am Ende von einer hochkarätigen Jury die „Oldenburgerin des Jahres“ und der „Oldenburger des Jahres“ ausgewählt. Abstimmen lohnt sich – unter allen Einsendern verlosen wir drei Mal 100 Euro. Die Teilnahme ist hier möglich.

Hildegard Siemer: Fremde zu Freunden gemacht

Bereits in der früheren Flüchtlingsunterkunft Parkhotel an der Cloppenburger Straße war sie Teil des Begleitteams. Doch schnell war Hildegard Siemer und ihren Mitstreitern klar: „Es brauchte etwas Anderes.“ Als ökumenisches Projekt der Gemeinden St. Josef und Osternburg entstand in Bümmerstede das „Haus Welcome“. Hier gibt es eine Fahrradwerkstatt, ein Café und vor allem Kontakte. Die 67-Jährige Siemer ist regelmäßig als Ansprechpartnerin vor Ort, „damit die Besucher eine bekanntes Gesicht sehen.“ Die große Resonanz bei Sommerfesten oder Kohlfahrten, aber auch die kleinen Zusammenkünfte bringen den Helfern Motivation. Dafür erhielt das Projekt vor wenige Tagen den Integrationspreis der Stadt.

Lukas Lehmann: Spendet Wärme in der Kälte

Er steht stellvertretend für ein Team von rund 25 Helfern, die im vergangenen Winter ein neues Angebot für Obdachlose unterstützt haben: den Kältebus der Johanniter. Lukas Lehmann hat als ausgebildete Fachkraft für psychosoziale Notfallversorgung nicht nur ehrenamtlich Wunden versorgt, sondern den Betreuten auch ein Ohr geliehen. „Wir kleben das Pflaster für die Seele“, erklärt der 39-Jährige. Was ihn besonders gefreut hat, war der große Rückhalt aus der Bevölkerung. Das führte dazu, dass sich das Projekt bereits nach drei Wochen selbstständig aus Spenden finanzieren konnte. Zudem habe es bei jedem Einsatz regen Kontakt zu Passanten gegeben, die so für diese Arbeit sensibilisiert wurden.

Karsten Bach: Sorgt für eine tolle Bescherung

Karsten Bach steht für eine neue Form des ehrenamtlichen Engagements: Nicht in einem Verein, sondern über die Facebook-Gruppe „Das Weihnachtsteam“ organisierte der 47-Jährige gemeinsam mit der Gruppengründerin Sandra Schliep und weiteren Helfern eine Geschenkaktion für Obdachlose. Ausdrücklich ging es dabei nicht um Bargeld. „Die Leute sollten sich Gedanken machen und so Vorurteile abbauen.“ Gemeinsam mit Kartoffeldöner-Erfinder Hani Al-Hay, der kostenlos Essen verteilte, sorgten die Engagierten für eine tolle Bescherung.

Eka Oehne: Rollstuhl-Tanz hält sie in Schwung

Wer glaubt, im Rollstuhl kann man nicht tanzen, der hat noch nie einen Auftritt von „RolliGOld“ gesehen. Eka Oehne hat diese Gruppe gegründet und übt mit den Teilnehmern aller Altersgruppen regelmäßig Standard- und Lateintänze ein. Auch öffentlich treten die Tänzer immer wieder auf. Darüber hinaus war die 66-jährige daran beteiligt, dass die vom Bundesministerium für Arbeit finanzierte Teilhabeberatung seit Februar in Oldenburg beim Verein SeGOld angesiedelt ist. Zuvor hatte Oehne die Beratung zwölf Jahre ehrenamtlich angeboten.

Silke Behrens: Gibt Kindern eine Chance

Wer ein Kind mit eingeschränktem Sehvermögen hat, auf den warten in Schule und öffentlichem Leben viele Hürden. Um diese möglichst niedrig zu gestalten, hat sich vor zehn Jahren die Elterninitiative sehgeschädigter Kinder gegründet, aus der 2011 ein Verein entstand. Silke Behrens war von Anfang an dabei. Die 53-Jährige setzte sich unter anderem dafür ein, dass betroffene Kinder Zugriff auf Pdf-Dateien von Schulbüchern erhalten, dass an Schulen Technik für inklusives Lernen vorhanden ist oder dass beim Oldenburger Ruderverein ein Angebot für Sehgeschädigte entstand.

Thies Henking: Hält Kontakt zu Trauernden

Über Tod und Trauer zu sprechen, fällt nicht leicht. Manche können besser darüber schreiben. Wenn das Jugendliche und junge Erwachse auf dem Portal da-sein.de der Stiftung Hospizdienst Oldenburg tun, landen ihre Mails unter anderem bei Thies Henking. Der 21-jährige ist digitaler Gesprächspartner bei diesen anonymen Anfragen. Auch wenn der Grundton nicht gerade heiter ist, „man kriegt extrem viel zurück“, findet er. Seit zwei Jahren beantwortet er bereits solche Mails. Zudem geht er ehrenamtlich mit einer Gruppe der Selam-Lebenshilfe schwimmen.

Ubbo de Witt: Für Skatehalle geworben

Auf dem Skateboard zeigt er zwar kein Talent, dennoch ist Ubbo de Witt (57) als Vorsitzender des Skateboard- und BMX-Vereins Backyard am richtigen Platz. Der Beweis dafür steht an der Alexanderstraße, wo der Verein Anfang des Jahres eine Skatehalle eröffnete. Dafür mussten nicht nur im wörtlichen Sinn dicke Bretter gebohrt werden, was viele Mitglieder in unzähligen Arbeitsstunden unternahmen. Auch auf politischer und organisatorischer Ebene war für den Vorsitzenden viel zu tun, um Fördermittel, Gelder aus dem städtischen Haushalt und Genehmigungen einzuholen. Und das im Umfeld von Sportarten, die mit klassischer Vereinsarbeit wenig am Hut haben. Doch der Aufwand hat sich gelohnt: Kürzlich übte sogar der BMX-Olympia-Kader in der Halle.

Bärbel Kurdzel: Organisiert Blutspenden

Etwa 100 Blutspende-Aktionen gibt es pro Jahr in Oldenburg. Dahinter steckt die Arbeit von Bärbel Kurdzel und einem „kleinen, aber unermüdlichen Team“, wie sie sagt. Die 55-Jährige koordiniert als ehrenamtlich Blutspendebeauftragte beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) alles, was rund um die Spendentage beachtet werden muss: Einkauf, Transport, Verpflegung und vieles mehr. „Wenn der Blutfahrdienst die aufbereiteten Spenden zu den Menschen fährt, die sie dringend brauchen, dann wird es konkret. Dieser Sinn macht mir Freude.“ Weiterhin unterstützt Kurdzel den Hausnotruf des DRK. Löst ein Teilnehmer den Notruf auf, schauen sie oder ein anderes Teammitglied bei der Person vorbei und leisten Erste Hilfe, wenn etwas passiert sein sollte.

Patrick Buck
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2114

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