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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Engagement ist keine Frage des Alters

02.04.2019

Oldenburg Der jüngste vorgestellte Kandidat auf dieser Seite ist erst 17 Jahre alt. Der älteste Nominierte ist 78. Schon diese beiden Zahlen zeigen, dass Menschen jeden Alters sich in dieser Stadt engagieren. Die Bandbreite an ehrenamtlichen Tätigkeiten in Oldenburg ist dementsprechend ziemlich groß.

Daher hätte auch jeder der Vorgestellten den Hauptpreis bei der Aktion „Oldenburger des Jahres“ ohne Zweifel verdient. Gemeinsam mit der Volksbank Oldenburg zeichnet die NWZ in diesem Jahr wieder verdiente Ehrenamtlich aus. Manche sind bereits seit vielen Jahren dabei. Andere engagieren sich erst seit kürzerer Zeit, fallen aber durch ihren Eifer bereits sehr schnell positiv auf. Allen gemein ist, dass sie in ihrer Freizeit nicht nur die Beine hochlegen, sondern etwas zum Gemeinwohl beitragen.

Alle Nominierten werden am 22. Mai zu einer gemeinsamen Feier in den Schlosssaal eingeladen. Dort wird dann verkündet, wer die Oldenburgerin und der Oldenburger des Jahres sind.

An der Auswahl der Gewinner können sich alle Leser der NWZ beteiligen. Sie können abstimmen, welche Frau und welcher Mann auf dieser Seite als Wochengewinner am Ende unserer Jury zur Ermittlung der Preisträger vorgelegt wird. Unter allen, die sich beteiligen, verlosen wir drei Mal 100 Euro.

Hier gelangen Sie zur Abstimmung.

Kennt seinen Verein in- und auswendig

Erich Diers, Nominierter Oldenburger des Jahres

Im Jahr 1967 kam Erich Diers, zum Sportverein Ofenerdiek. Da er kein Fußballer gewesen sei, kam für ihn nur das Turnen infrage. In dieser Sparte wurde er Abteilungsleiter und baute zudem die Abteilungen Handball und Volleyball auf. Ab 1984 führte er zusätzlich die Wanderabteilung des Vereins und war auch im Vorstand aktiv. Ebenfalls unter Diers Leitung fanden viele Jahre die beliebten SVO-Zeltlager statt. Ab den 90er Jahren entwickelte sich daraus das Großeltern/Enkelkind-Zeltlager. 2009 gründete Diers dann noch mit einigen Rentnern eine „Holzmichel-Gruppe“, die laufend viele anfallende Arbeiten an den Vereinsanlagen durchführt. Mit inzwischen 78 Jahren ist Diers noch lange nicht die Lust an der Vereinsarbeit vergangen.

Bietet Männern einen Rückzugsraum

Walter Dinninghoff, Nominierter Oldenburger des Jahres

Seit dem Jahr 2000 gibt es den Verein Männerwohnhilfe. Vorsitzender Walter Dinninghoff (63), Sozial- und Diplompädagoge, war Initiator und Mitbegründer. Ziel ist es, präventiv auch Männern ein Rückzugsraum zu bieten und gemeinsam mit der Partnerin auf die eigene Situation zu schauen, bevor es eskaliert. Zum Beispiel, wenn Demütigungen und Verletzungen in der Partnerschaft zur Tagesordnung gehören. Befristet kann dann die Wohnung des Vereins gegen Gebühr genutzt werden. Aufgenommen werden aber keine Gewalttäter, Drogenabhängige oder Männer mit psychischen Probleme. Der Verein bietet außerdem akute Erstberatung und vermittelt Hilfsangebote. „Wir hatten hier Männer aus allen Schichten von Mitte 20 bis Anfang 70.“

Denkt über Grenzen der eigenen Schule hinaus

Patrick Marquardt, Nominierter Oldenburger des Jahres

Seit rund zweieinhalb Jahren engagiert sich der 17-jährige Patrick Marquardt aus Hude, der die Graf-Anton-Günther-Schule in Oldenburg besucht, im Stadtschülerrat. Dort stellte er seine Idee einer EU-Simulation für Schüler vor. Seine Mitstreiter waren überzeugt und schnell war eine Gruppe zum Planen der Veranstaltung gegründet. Im Februar fand dann Oldenburgs erste Simulation des EU-Parlaments (Simep) mit rund 70 Teilnehmern im Alten Landtag statt. Eine Wiederholung mit mehr Teilnehmern ist fest eingeplant. Das Thema ist bereits festgelegt. Für Marquardt passt das zum Ziel, die Kommunikation zwischen den Schülern verschiedener Schulen zu verbessern. „Das bringt einen persönlich weiter und dann macht Schule mehr Spaß.“

Bringt kleine Korbjäger ganz groß raus

Fabian Lühring, Nominierter für Oldenburger des Jahres

Lange hat er selbst Basketball gespielt. „Eigentlich zu lange, meine Knie sind ziemlich kaputt“, sagt Fabian Lühring. Von dem Sport kann der 36-Jährige aber nicht lassen. Auf dem Feld steht er allerdings nur noch, wenn er den Nachwuchs des Bürgerfelder TB trainiert. Das aber fast täglich, denn Lühring kümmert sich zeitgleich um fünf Kindermannschaften des Vereins. Den Bereich hat er selbst in den vergangenen Jahren mit aufgebaut, denn vorher gab es Basketball-Angebote nur für Jugendliche und Erwachsene. Gerade am Wochenende, wenn Spiele und Turniere anstehen, wird das Engagement zum Vollzeitjob. Die Stunden für seinen Beruf als Bauingenieur hat Lühring sogar reduziert, um genug Zeit fürs Nachwuchstraining zu haben.

Schenkt ihre Freizeit Kindern der Stadt

Melissa Mellens, Nominierte Oldenburger des Jahres

Neben dem Unterricht am Neuen Gymnasium ehrenamtlich zu arbeiten, gehört für Melissa Mellens dazu. Zunächst half sie eineinhalb Jahre in ihrem Verein SV Ofenerdiek als Übungsleiterin und Organisatorin. Nachdem sie ihre Jugendleiterausbildung absolviert hatte, engagierte sie sich ab 2017 in den Sommerferien im Rahmen der städtischen Ferienpassaktion, bei der sie zahlreiche Angebote mit betreute. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr dabei jeweils die Kinderstadt, bei der Kinder mit Hilfe der Jugendleiter eine Woche lang ihre eigene kleine Gesellschaft gründeten. Die 18-Jährige gehörte auch zu den Organisatoren des Jugendkongresses und plant an weiteren kommenden Projekten mit. Am Neuen Gymnasium engagiert sich die Schülerin zudem für die Boumdoudoum AG.

Mit Gesprächen den Horizont erweitert

Ravenna Eickhorst, Nominierte Oldenburger des Jahres

Wehmut schwang mit beim Frauenfrühstück vor etwas mehr als einer Woche. Denn weil dem Organisationsteam der Nachwuchs fehlt, war es die letzte Veranstaltung dieser Art. Zuletzt stand Ravenna Eickhorst in der Verantwortung für die Veranstaltung, deren Organisation „nur mit meinem guten Team möglich war“, wie die 65-Jährige betont. 1989 gab es das erste Treffen, das Frauen überkonfessionell miteinander ins Gespräch bringen sollte zu Lebens- und Glaubensfragen. „Eine spannende Sache, weil sie den eigenen Horizont erweiterte“, sagt Eickhorst. Sie selbst war zunächst stellvertretende Koordinatorin und dann in den vergangenen 13 Jahren Leiterin des Teams. Zudem war sie neun Jahre lang im Vorstand des deutschlandweiten Vereins „Frühstückstreffen für Frauen“.

Ansprechpartnerin beim Thema Down-Syndrom

Silke Eggert, Nominierte Oldenburger des Jahres

Das Down-Syndrom ist aus Sicht von Silke Eggert nichts, worunter man leidet. Das Leben mit dieser Diagnose empfindet sie als ebenso bereichernd wie ohne. Die 50-Jährige hat selbst einen 16-jährigen Sohn mit Down-Syndrom. Seit 2007 leitet sie die Kontaktgruppe Down-Syndrom, in der sich Familien austauschen können, wo sie Unterstützung erfahren und in der für schöne Begegnungen gesorgt wird. Angeboten werden Stammtische, Familienfeste und Treffen für Geschwisterkinder. Zurzeit sind 25 Familien angeschlossen. Weiterhin ist Eggert Ansprechpartnerin einer Eltern-Hotline für Erstgespräche zum Thema Down-Syndrom und kümmert sich um Öffentlichkeitsarbeit. Derzeit spricht sich die Gruppe gegen den Bluttest zur Früherkennung von Trisomie 21 als Kassenleistung aus.

Gibt Katzen ein Zuhause auf Zeit

Ute Jeddeloh, Nominierte Oldenburger des Jahres

Ute Jededeloh aus Friedrichsfehn hat selbst zwei Katzen. Als sie las, dass die Oldenburger Katzenhilfe Pflegestellen für Tiere sucht, schrieb sie den Verein einfach an. „14 Tage später hatte ich die ersten beiden Katzen“. Das ist knapp vier Jahren hier. Rund 50 Katzen hatte die 54-Jährige seitdem in Pflege. Die Katzenhilfe springt zum Beispiel ein, wenn das Tierheim überfüllt ist oder wenn ein Tier besondere Zuwendung benötigt. Manchmal nur für kurze Zeit, ein Tier blieb aber auch ein dreiviertel Jahr bei Ute Jeddeloh. Bei ihr können sich die Katzen an den normalen Haushalt gewöhnen. Zum Teil hatten die Fundtier kaum oder gar keinen Kontakt zu Menschen. Die Gewöhnung geht daher nur „mit viele Liebe und Geduld“, sagt sie. Umso mehr freut sie sich über jede geglückte Vermittlung.

Patrick Buck Redakteur / Redaktion Oldenburg
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