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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

„oldenburger Des Jahres“ Gesucht: Engagiert auch außerhalb von Krisenzeiten

24.03.2020

Oldenburg Die Coronakrise trifft auch die Ehrenamtlichen in der Stadt hart. Warum? Weil die meisten von ihnen nicht das tun können, was ihnen wichtig ist: Menschen und Tieren zu helfen, Angebote für verschiedene Gruppen zu machen und die Stadt nach vorne zu bringen. Umso wichtige ist es in diesen Tagen, jene Personen vorzustellen, die auch in normalen Zeiten tatkräftig mit anpacken und sich engagieren.

Weiterhin suchen die NWZ und die Volksbank Oldenburg die nächsten „Oldenburger des Jahres“. Nachdem bereits 16 Menschen aus ganz verschiedenen Bereichen vorgestellt wurden, geht es in dieser Woche mit acht weiteren Kurzporträts weiter. Alle Vorgestellten eint, dass sie ihre freie Zeit zum Wohle der Gemeinschaft nutzen.

Ein Jury wird am Ende bestimmen, wer die beiden Hauptpreisträger sind. Zuvor liegt es aber an den Leserinnen und Lesern der NWZ, zu entscheiden, auf wen die Juroren überhaupt ihre Blicke richten sollen. Denn der Mann und die Frau mit den meisten Stimmen ziehen als Wochensieger ins Finale ein. Und das Beste: Auch wer abstimmt, kann gewinnen. Unter allen Teilnehmern verlosen wir nämlich drei Mal 100 Euro. Hier geht es zur Abstimmung.

Ein Juwel in den Reihen des Bürgervereins Etzhorn

Seit 14 Jahren ist Heike Dexter Mitglied im Bürgerverein Etzhorn. Als es um die Nachfolge der Kassenführerin ging, bot sie sich spontan an. Zu ihrer Aufgabe gehört auch die Mitgliederverwaltung und -betreuung. Da mit der Zeit mehr als 200 Mitglieder neu in den Bürgerverein eingetreten sind, wurden ihre Aufgaben deutlich umfangreicher. Darüber hinaus verteilt die 65-Jährige die Oldenburger Monatszeitung und den Gemeindebrief. Für Veranstaltungen setzte sie sich dafür ein, das Plastikbesteck durch wiederverwertbare Tassen und Bestecke zu ersetzen. Vereinsvorsitzender Gustav Backhuß-Büsing bezeichnet Dexter als „nicht mehr wegzudenkenden Juwel“.

Eine Aufgabe mit großer Verantwortung

Renate Ripken engagiert sich beim Sozialdienst Katholischer Frauen als rechtliche Betreuerin. Die 77-Jährige steht damit stellvertretend für die Menschen, die andere beim Regeln ihrer Angelegenheiten unterstützen, wie zum Beispiel bei Vermögens- und Postangelegenheiten oder bei Ämter-Anträgen. Das betrifft in vielen Fällen Senioren, die in Heimen leben, oft auch Menschen mit Demenz. Gerade wenn es um die medizinischer Versorgung geht, haben die Betreuer eine große Verantwortung. Unterstützt werden sie dabei vom Amtsgericht. Bereits seit 1996 ist Ripken als Betreuerin tätig. Zudem ist sei beim Sozialverband Vorsitzende des Ortsverbands Oldenburg.

Opfern von Verbrechen zur Seite stehen

Über die Ehrenamtsagentur wurde Barbara Wienberg-Hoyer auf die Arbeit beim Weißen Ring aufmerksam. Beim Verein ist sie Gesprächspartnerin für Opfer von Verbrechen. „Da muss man schon ein bisschen gefestigt sein“, sagt die 74-Jährige. Neben den Gesprächen geht es oft darum, Soforthilfe wie Geld oder Kleidung bereitzustellen, weitergehende Behandlungen oder Rechtsberatungen zu vermitteln. Als eine von zahlreichen Ehrenamtlichen vom Weißen Ring stand Wienberg-Hoyer auch bei den Högel-Prozessen den Hinterbliebenen der Opfer zur Seite. Hier ging es um Hilfe und Zuspruch „und auch einfach um ein bisschen Menschlichkeit“.

Ein Gutschein, ein Kaffee und ein offenes Ohr

Ein kleines Team von Ehrenamtlichen unterstützt die Soziale Tür St. Willhad. Hierher kommen Menschen, die aufgrund ihrer finanziellen Situation oft nicht wissen, wie sie sich selbst oder ihre Familie satt bekommen sollen. Wer die Voraussetzungen erfüllt, bekommt Lebensmittelgutscheine ausgestellt. Wer vorbeikommt, dem auch Kaffee angeboten. Zudem werden weitere Hilfsangebote vermittelt. Hannelore Risse ist eine der Ehramtlichen der Sozialen Tür. Sie gibt die Gutscheine aus, hört aber auch einfach mal zu. „Manche wollen nur ihre Sorgen loswerden“, sagte die 74-Jährige. Ihr Engagement ist für sie einfach nur „eine sinnvolle Aufgabe.“

Heimat bei den Johannitern gefunden

Den ersten Kontakt zu den Johannitern gabe es für Ernst Kroeck bereits im Jahr 1974 durch einen Erste-Hilfe-Kurs. Er wurde dann Mitglied der Jugendgruppe und ließ sich mit 16 Jahren zum Sanitätshelfer ausbilden. Der gelernte Krankenpfleger fand auch beruflich sein Glück bei den Johannitern, baute unter anderem die ambulante Pflege auf. Ehrenamtlich ist der 60-Jährige im Sanitätsdienst tätig, für Kurse sorgt er für realistischen Opferdarstellungen. Weiterhin engagiert er sich in der psychosozialen Notfallversorgung, bei der Einsatznachsorge für die Johanniter-Helfer und beim Kältebus. Zusammengefasst: „Die Johanniter sind meine Heimat.“

Ansprechpartner für zwei Schüler

Er hatte davon in der Zeitung gelesen: Gesucht wurden Jobpaten. Andreas Penningsbernds Interesse war geweckt. Nach einigen Seminaren über Pädagogik und die Aufgaben kam der 55-Jährige dann mit dem ersten Schüler in Kontakt. Das klappte so gut, dass er im zweiten Jahr noch einen weiteren Jugendlichen unter seine Fittiche nahm. Für die 14- und 15-jährigen Schüler ist Penningbernd ein neutraler Ansprechpartner, der Abseits von Eltern und Lehrern eine neue Perspektive anbietet. Er schlägt Aktivitäten wie Museums- und Theaterbesuche vor, macht sich mit seinen Schützlingen aber auch auf die Suche nach den eigenen Talenten für den späteren Berufsweg.

Doppeltes Glück für Bahnhofsmission

Normalerweise werden immer nur Einzelpersonen nominiert. Doch Johannes Zimmermann und Elijah Eberle sind einfach nicht zu trennen, heißt es von der Bahnhofsmission. Die beiden 18-Jährigen Schüler der Liebfrauen-Schule kamen durch ein Schulpraktikum in die Einrichtung und waren beide so begeistert von der Arbeit, dass sie direkt nach den Sommerferien zum Team der Ehrenamtlichen gestoßen sind. Sie stehen in Kontakt zu den Gästen der Mission, bieten Gespräche, aber natürlich auch Essen und Kaffee an oder geben Kleidung aus. Trotz ihres jungen Alters sind sie sehr schnell in diese Aufgabe hineingewachsen.

Hilfe für Menschen aus anderen Kulturen

Ende 2014 kam Hekmat Mufleh als Flüchtling nach Deutschland. Schon früh unterstützte er Bekannte und Freunde beim Besuch von Ämtern. Dann wurde er auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, Integrationslotse zu werden und absolvierte einen entsprechenden Kurs, um Menschen aus anderen Kulturen noch besser auf ihrem Weg unterstützen zu können. Der 34-Jährige war zudem im Gründungsteam des Haus Welcome in Bümmerstede, gehörte zu den Organisatoren der syrischen Abende. Der Student der Uni Oldenburg unterstützt zudem die Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge sowohl bei der Ausgabe als auch bei der Büroarbeit.

Patrick Buck Redakteur / Redaktion Oldenburg
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