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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Hier wird Engagement ins rechte Bild gesetzt

26.03.2019

Oldenburg Die erste Runde ist gelaufen, nun geht es weiter: Die NWZ sucht gemeinsam mit der Volksbank Oldenburg die „Oldenburger des Jahres“. Auch in dieser Wochen sind acht Menschen nominiert, die sich für die Stadt und die Bewohner in ganz unterschiedlicher Weise engagieren.

Dabei zeigt die Auswahl wieder einmal, wie groß die Vielfalt im Bereich Ehrenamt ist. Manche sind in der ersten Reihe des Vorstands für ihren Verein aktiv. Andere bleiben ehr im Hintergrund und treten öffentlich kaum in Erscheinung, sind aber nicht minder wichtig für den Menschen um sie herum. Wieder andere haben mit klassischer Vereinsstruktur gar nichts am Hut, sondern organisieren sich in Initiativen über Facebook oder finden auf ganz anderen Wegen zum Ehrenamt. Allen gemein ist, dass sie einen Teil ihrer Freizeit dazu nutzen, etwas für die Gemeinschaft zu tun.

Wer von den vorgestellten Personen es am meisten verdient hat, ausgezeichnet zu werden, darüber können Sie nun abstimmen. Unter den Wochensiegern wird ein Jury im Anschluss die „Oldenburger des Jahres“ küren. Alle Nominierten werden zu einer großen Abschlussfeier ins Schloss eingeladen.

Als kleine Motivation zum Mitmachen an der Online-Abstimmung: Unter anderen Teilnehmer verlosen wir drei Mal 100 Euro.

Zur Abstimmung gelangen Sie hier.

Blickt auf Historie vor der eigenen Haustür

Sigrid Osterloh

Das Projekt „Fernes Land Osternburg“ des Vereins Werkstattfilm hat viele Bewohner des Stadtteils begeistert. Dahinter steckt auch viele ehrenamtliche Arbeit, zum Beispiel von Sigrid Osterloh. Die 61-Jährige ist seit 2013 bei Werkstattfilm, nachdem sie den Kinoladen besucht hatte und dann unbedingt mitmachen wollte. Also begann sie, Fotos zu digitalisieren, Veranstaltungen mit zu organisieren und sogar zu moderieren. „Wo man etwas machen kann, da helfe ich“, sagt Osterloh. Derzeit führt sie zum Beispiel Zeitzeugen-Interviews für einen Film zur Geschichte Osternburgs. Den Blick auf die Historie vor der Haustür findet sie wichtig, und damit ist sie nicht allein. „Ich finde es toll, wenn die Leute zu uns kommen und begeistert sind.“

Rettet Lebensmittel vor der Mülltonne

Annalena Palm

Schon immer hat Annalena Palm versucht, Lebensmittel möglichst nicht wegzuschmeißen. Daher wurde sie neugierig, als sie vor zwei Jahren über Facebook die Ankündigung zum Foodsharing-Stammtisch entdeckte. Ziel der Gruppe mit rund 100 aktiven Mitgliedern ist es, Essbares aus Supermärkten oder Restaurants, das eigentlich in der Tonne landen würden, eben davor zu retten und auf anderen Wegen zu verteilen, entweder über die Mitglieder der Initiative selbst oder über öffentlich zugängliche Verteilstationen beim Asta an der Uni oder im Kreativlabor der Kulturetage. Inzwischen ist die 23-jährige Studentin auch als eine von vier Botschafterinnen der Initiative aktiv und kümmert sich um neue Mitglieder, die das erste Mal Lebensmittel abholen.

In der Kleiderkammer von Anfang an dabei

Gisela Okkels

Zum Ehrenamt kam Gisela Okkels durch ihre Mutter. Diese leitete ab 1979 den Altenclub in Ofenerdiek. Im Laufe der Jahre wurde auch die Tochter immer mehr eingebunden. Als sich die Awo 2004 entschloss am Plaggenhau in Osternburg die Kleiderkammer „Sterntaler“ einzurichten und Helferinnen sucht, war die heute 81-Jährige von Anfang an dabei waren. Schon bald wurde sie zur Teamsprecherin gewählt. Sie erstellt nach wie vor die Dienstpläne und ist Ansprechpartnerin für die mittlerweile weiteren dreizehn Helferinnen. Zu den Höhepunkten gehört für sie der jährliche Besuch von Kindern aus Tschernobyl, die sich neu einkleiden können. „Es ist immer wieder schön, die Freude der Kinder hautnah miterleben zu können.“

Für gesundes Essen auf den Tischen

Margret Zimmermann

Für die Hofgemeinschaft Grummersort beschäftigt sich Margret Zimmermann seit vielen Jahren mit solidarischer Landwirtschaft. Daher war sie auch sofort dabei, als 2017 ein Ernährungsrat ins Leben gerufen wurde. Denn aus ihrer Sicht ist es ein schlechtes Zeichen, dass viele Kinder nur über Schulobstprogramme mit gesunder Ernährung in Kontakt kommen, weil zu Hause Fastfood und Gezuckertes auf den Tisch kommen. Daher möcht die 66-jährige den ökologischen Landbau mehr ins Bewusstsein von Öffentlichkeit, Stadt und Politik rücken, auch wenn man dort „kleine Löcher in dicke Bretter bohren“ müsse. Aktuelle Ziele des Rats sind unter anderem Hochbeete für Schulen im Zuge der„Essbaren Stadt“ für mehr Flächen mit Nutzpflanzen.

Leistet Hilfe auf dem Weg in den Beruf

Rüdiger Langer

Anfang 2016 las Rüdiger Langer in der NWZ, dass die städtische Agentur Ehrensache neue Job- und Entwicklungspaten sucht. Ein Anruf und ein persönliches Gespräch später saß der heute 64-Jährige in einem Seminar, um sich genau auf diese Aufgabe vorzubereiten. „Im Oktober 2016 habe ich dann bei der IGS Kreyenbrück einen Patenschüler übernommen“, erzählt Langer. Fast eineinhalb Jahre hat er den Jungen dann zu monatlichen Gesprächen getroffen und geschaut, wo er unterstützen kann: beim Suchen eines Betriebspraktikumsplatzes, bei der Vorbereitung darauf oder beim Weg zur Berufswahl. „Dabei habe ich immer versucht, die Tipps zu formulieren, dass er selber Ideen entwickelt.“ Inzwischen geht der Schüler seinen eigenen Weg. Langer betreut nun eine Schülerin.

Eine Kümmerer für seinen Stadtteil

Gustav Backhuß-Büsing

Gustav Backhuß-Büsing ist ein Kümmerer. Den Vorsitz des Bürgervereins Etzhorn bekleidet der 67-Jährige zwar erst seit 2015. Doch in dieser Zeit hat er bereits viele Ideen eingebracht. Beispiele sind eine Nistkästen-Aktion, die Bücherbox oder der Bau einer Naturtreppe an der „Alten Braker Bahn“. Er organisiert Tagesfahrten und reisen, Ferienprogramm für Kinder und Treffpunkte für die Etzhorner. Die vielen Aktionen halfen auch, die Mitgliederzahl des Bürgervereins zu steigern. So konnte kürzlich das 666. Mitglied begrüßt werden. Nebenbei ist Backhuß-Büsing aktiv in der Kirchengemeinde Ohmstede und trägt 550 Kirchenhefte der fünfmal im Jahr erscheinenden Gemeindebriefe aus. Zudem ist er Schriftführer bei der Arbeitsgemeinschaft der Oldenburger Bürgervereine.

Sorgt für schöne letzte Tage im Leben

Bodo Harms

„Man bekommt mehr zurück, als man gibt.“ Das ist für Bodo Harms der Grund, warum er fast täglich ehrenamtlich aktiv ist. Ein bis zwei Mal wöchentlich findet man ihn im Hospiz St. Peter, wo er Menschen, denen kaum noch Lebenszeit bleibt, hilft, diese positiv zu gestalten. Zum Beispiel begleitete er eine Bewohnerin ein letztes Mal auf den Markt oder bereitet für alle das Frühstück vor. „Sie sollen sich fühlen wie im Fünfsternehotel“, sagt der 85-Jährige. Seine eigene Frau war ein Palliativfall. Vor fünf Jahren starb sie. Harms ging zur Bewältigung ins Trauercafé des Hospizes. Später sprachen Mitarbeiter ihn an, ob er nicht helfen möchte. In Rastede, wo der Oldenburger inzwischen wohnt, engagiert sich Harms zudem an der Schule als Lesepate und bietet eine Astronomie- und Kosmophysik-AG an.

Kreativer Ausgleich wurde zu Leidenschaft

Birger Schütte

Birger Schütte suchte 2015 einen kreativen Ausgleich zum Studium (Mathe und Physik auf Lehramt) und landete bei einem Workshop des Oldenburger Unitheaters (Out). „Ich wurde gefesselt davon“, erzählt der 26-Jährige. Seitdem stand er häufige auf der Bühne, griff aber auch bei der Organisation mit ein und will sich derzeit auf diesen Bereich konzentrieren. So gehörte Schütte zum Team des gerade zu Ende gegangenen Spontantheater-Festivals „SponanOL“. Wichtig war ihm immer, eigene Impulse zu setzten. Zum Beispiel rief er den Hörspielpreis Nordwest ins Leben und setzte sich dafür ein, das Out durch ein Programm währen der Orientierungswoche auf dem Uni-Campus präsenter zu machen. Derzeit organisiert er eine Ted-X-Konferenz, ein Projekt, um kreative Ideen zu fördern.

Patrick Buck Redakteur / Redaktion Oldenburg
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