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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Die gefühlte Wahrheit über den Ärztemangel

13.12.2017

Oldenburg Absage statt Termin – damit müssen neue Patienten bei der Arztsuche rechnen. Das sei nicht schön, „aber es ist natürlich rechtens“, sagt Helmut Scherbeitz, Geschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung.

Doch auch Ärzte mit Vakanzen lehnen Patienten ab. Das haben Stichproben-Anrufe ergeben: Einige Praxen sind dazu übergegangen, nur noch neue Patienten aus dem eigenen Stadtteil aufzunehmen und berufen sich dabei auf offizielle Regelungen. Dem widerspricht die Kassenärztliche Vereinigung allerdings deutlich: „Solche Regelungen gibt es nicht“, sagt Scherbeitz. „Es herrscht freie Ärztewahl“, ein Arzt dürfe nicht selektiv ablehnen. „Wenn er zu viele Patienten hat, dann ist ein Aufnahmestopp erlaubt. Filtern darf er nicht.“ Gleichzeitig verweist Scherbeitz auf mögliche interne Regelungen. „Es macht Sinn, die Patienten darauf hinzuweisen, ob sie nicht vielleicht besser einen Arzt aus dem eigenen Viertel suchen“, denn bei Hausbesuchen koste eine Fahrt durch die halbe Stadt sowohl Arzt als auch Patient viel Zeit.

Gefühlte Wahrheit Ärztemangel? Die offizielle Bedarfsplanung der Kassenärztlichen Vereinigung zeigt: Auf 1671 Oldenburger muss ein Arzt kommen, dann ist der Bedarf zu 100 Prozent gedeckt. Auf der Liste der Kassenärztlichen Vereinigung stehen in Oldenburg insgesamt 112 Ärzte – rechnerisch ergibt das eine leichte Überversorgung von 116,1 Prozent. Neue Ärzte dürfen sich hier nicht niederlassen. Dass Patienten zum Teil trotzdem abgewiesen werden müssen, hat einen einfachen Grund: Die Zahlen der Bedarfsplanung sind veraltet. „Die stammen aus den neunziger Jahren“, erklärt Scherbeitz. „Heute werden die Menschen älter, sind aber auch kränker als damals“, doch die Zahlen wurden von der Politik nie angepasst. Patienten rät er zu einer Arztsuche über die Internetseite

Sharon Beatty
Redakteurin
Regionalredaktion
Tel:
0441 9988 2051

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