• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

„Keine Gewaltbereitschaft“ erkennbar

31.08.2017

Oldenburg Die Vortragsveranstaltung des „Oldenburger Kreises“ – die wie berichtet am vergangenen Samstag wegen drohender Proteste aus dem linken Spektrum für einen größeren Polizeieinsatz am PFL gesorgt hatte – wurde am Dienstagabend auch im Integrationsausschuss noch einmal thematisiert. Warum man diese und den Auftritt des durchaus umstrittenen Redners Karlheinz Weißmann überhaupt zugelassen hätte, wurde gefragt. Dezernentin Dagmar Sachse betonte wie schon im Vorfeld der Veranstaltung, dass ein Verbot nur möglich sei, wenn die Sicherheit gefährdet gewesen wäre. Eingehende Prüfungen – auch in Zusammenarbeit mit dem Staatsschutz – haben dies aber nicht unterlegen können. Auch wenn man politisch anderer Ansicht als der Redner sei, „müssen wir so etwas nun mal aushalten“.

Aus Sicht des Oldenburger Kreises sei vor allem die „tendenziell gewaltsame beziehungsweise gewaltbereite Demonstration“ ein Problem gewesen, heißt es in einer Stellungnahme.

Tatsächlich hatte es in leicht aufgeheizter Atmosphäre zwar – von beiden Seiten – Provokationen gegeben; eine „Gewaltbereitschaft“ aber war unter den rund 70 demonstrierenden Bürgern aus drei Generationen nicht zu erkennen. Dies bestätigen sowohl die städtischen Ordnungsvertreter als auch die Polizei. Für den Oldenburger Kreis, vom Vorsitzenden Gerhard Vierfuß (ehemals AfD Oldenburg/Ammerland) vertreten, habe mit besagter Auftaktveranstaltung indes „die Normalität Einzug gehalten: die Normalität, dass nicht nur linke, sondern auch konservative gemeinnützige Vereinigungen Bildungsarbeit für die breite Öffentlichkeit in den für diese Öffentlichkeit bereitstehenden Räumlichkeiten betreiben können“.

Vor Ort waren auch zwei Vertreter des Regionalbüros Nord/West der „Mobilen Beratung Niedersachsen gegen Rechtsextremismus für Demokratie“ – das hat seinen Sitz beim Verein Ibis, der wiederum wie andere Organisationen und Institutionen zum Protest gegen die Veranstaltung im Kulturzentrum aufgerufen hatte.

Laut Beobachter Jan Krieger, der dem Vortrag beigewohnt hatte, sei der erst im Juni gegründete Oldenburger Kreis einem „Teil einer Bewegung der Neuen Rechten zuzuordnen“, wie er sagt, der Redner sei dies allemal.

Natürlich waren es nicht ausnahmslos „die Rechten“ und „die Linken“, die sich hier versammelt hatten. Allerdings seien auch einzelne ortsfremde Vertreter aus einschlägigen Kreisen (Antifa zur linken, NPD zur rechten) zu diesem Termin angereist, heißt es.

Marc Geschonke Redakteur / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2107
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.