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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Wenn Jugendliche ihr Kreuz setzen

18.05.2019

Oldenburg Wählen gehen, obwohl man noch nicht 18 Jahre alt ist – das ist in sogenannten U18-Wahllokalen möglich. Auch in Oldenburg haben politisch interessierte Jugendliche am Freitag an drei Wahllokalen, im Landesjugendpfarramt – im Cadillac und an der Anton-Günther-Schule – ihre Kreuze gemacht.

Erstmals wählte auch die 16-jährige Simone. „Ich glaube, dass viele Schüler sehr gut über Politik informiert sind, manche sogar besser als Erwachsene“, sagte die Oldenburger Schülerin. Im Unterricht würde viel über Politik gesprochen werden. „Wir haben auch alle den ,Wahl-o-maten‘ (Ergänzung der Redaktion: eine Webanwendung zur Entscheidungshilfe bei anstehenden Wahlen) gemacht, um uns einen Überblick zu verschaffen.“

Dass viele Jugendliche abstimmen und damit zeigen, dass ihnen die politische Entwicklung nicht egal sei, sei wichtig, meinte Dana Würdemann vom Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder Niedersachsen. Dieser organisierte gemeinsam mit den Jugendabteilungen von Verdi und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) sowie dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend das Wahllokal im Cadillac.

Jünger, aber nicht weniger politisch interessiert, zeigten sich Tom (12) und Gavin (13) aus Oldenburg. Beide sind der Auffassung, dass die kleineren Parteien zu Wort kommen müssten. Sie fänden es gut, dass es solche Möglichkeiten der Jugendwahlen für Jugendliche gäbe. Für die jungen Wähler hatten die Organisatoren ein kleines Rahmenprogramm im Cadillac aufgebaut: An einer aufgehängten Schnur wurden die 38 Thesen des „Wahl-o-maten“ aufgehängt und einzeln erklärt. „Man kann gar nicht alle Themen kennen. Deshalb haben wir ein Pro-und-Contra zu den einzelnen Wahlthesen erstellt“, sagt Lukas Kison von den Pfadfindern. An einem Glücksrad konnten sich die Jugendlichen außerdem einem Politik-Quiz stellen.

Das Prinzip der U18-Wahlen fanden auch Caroline (16) und Neele (15) sehr gut. „Bei diesen Wahlen hat man die Möglichkeit, den Wahlablauf einmal kennenzulernen, bevor man volljährig wird“, meint Caroline aus Oldenburg. „Es ist eine Chance, seine politische Meinung äußern zu können.“

Neele vermutete, dass sich die Ergebnisse der U18-Wahl von der Europawahl unterscheiden werden, da „Jugendliche andere Schwerpunkte setzen würden als Erwachsene“. Kison hofft auch im nächsten Jahr, wieder ein Wahllokal im Cadillac organisieren zu können.

Politische Meinungsäußerung ist allerdings nicht das einzige, was die Organisatoren mit den Wahllokalen erreichen wollen. „Wir fordern als Jugendverbände zusammen mit dem Landesjugendring Niedersachsen, dass das Wahlalter nicht nur für Europawahlen gesenkt wird“, sagt Henning Wieben von der Verdi-Jugend Weser Ems.

Dem pflichtete auch die 16-jährige Simone bei: „Es ist sehr schade, dass die Europawahl erst ab 18 ist. Viele Jugendliche würden gerne früher wählen gehen“, meinte die Oldenburgerin. 


Alle Ergebniss der Wahlen unter   www.u18.org 
Nathalie Langer Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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