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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Trump trifft Kim – auch in Oldenburg

13.06.2018

Oldenburg Etwas unschlüssig stehen sie nebeneinander. Es war klar, dass es diese Begegnung geben könnte, aber ein persönliches Treffen hat es davor nicht gegeben. Doch was sie besprechen, wird mit Spannung erwartet, schließlich repräsentieren sie die beiden wohl umstrittensten Staaten der Welt: In Oldenburg trifft Yong Hui Zhou auf Paula Gamm.

Wer nach dieser Einleitung auf die Namen Donald Trump und Kim Jong Un gewartet hat, der liegt gar nicht so falsch. Denn die beiden jungen Frauen sind Teilnehmerinnen der Olmun, die an diesem Dienstag begonnen hat. Bis Freitag simulieren 750 Schüler aus 15 Ländern die Arbeit der Vereinten Nationen. Und einige von ihnen müssen eben auch die Politik der USA und Nordkoreas vertreten.

Dass Yong Hui Zou aus den Niederlanden vier Tage lange so agieren muss, dass es ihrem angenommenen Chef Donald Trump gefallen würde, findet die 17-Jährige durchaus spannende. „Es macht doch irgendwie auch Spaß, der Böse zu sein“, sagt sie. Wobei sie den polternden US-Präsidenten sogar ein wenig in Schutz nimmt. „Es ist bestimmt schwierig, Entscheidungen zu treffen, wenn man eine ganze Nation führen muss.“

Mit Spannung haben sie und ihre Kontrahentin aus der nordkoreanischen Delegation natürlich die Ergebnisse des echten Treffens der beiden Staatschefs in Singapur verfolgt. Ihr Strategie für die Olmun mussten sie danach allerdings nicht ändern. Denn während es bei den Originalen vor allem um Atompolitik ging, kümmert sich Yong Hui Zhou in ihrem Komitee um die Rechte von Minenarbeiten und Paula Gamm um die Gefahr von Cyber-Attacken.

Gerade durch dieses Thema wird die 15-jährige Schülerin aus Bochum in ihrem Komitee ziemlich im Fokus der anderen Teilnehmer stehen. Denn immer wieder wurde Nordkorea zuletzt beschuldigt, Hacker einzusetzen, um anderen Nationen zu schaden. „Meine Aufgabe wird es dann sein, das alles abzustreiten, wenn ich damit konfrontiert werde“, sagt Paula Gamm.

Die Vorbereitung auf die Olmun fiel ihr nicht leicht. „Denn es ist schwierig, herauszufinden, welchen offiziellen Standpunkt Nordkorea überhaupt vertritt.“ Sie ist auf jeden Fall darauf vorbereitet, sich wenig kooperativ zu verhalten und Vorschläge zu machen, bei denen alle anderen Delegierten genervt mit den Augen rollen werden.

Ohnehin kann es mitunter emotional werden während der Debatten. Jeder steckt viel Herzblut in die Vorbereitung, um für sein repräsentiertes Land das bestmögliche Ergebnis herauszuholen – und dann kommt eine Vetomacht wie die USA und blockiert mit seiner Stimme die erarbeitet Resolution. „Aber am Abend können wir alle wieder zusammen feiern“, ist sich Yong Hui Zhou sicher.

Dafür sorgt auch das umfangreiche Unterhaltungsprogramm, das die Olmun-Organisatoren wieder auf die Beine gestellt haben. Dazu gehörte ein Grillabend als Tagesabschluss am Dienstag. Auf dem Plan stehen auch ein Fußballspiel auf der Dobbenwiese am Mittwochabend und eine Party in der Molkerei am Donnerstag.

Im Zentrum steht aber natürlich die Arbeit in den verschiedenen Komitees unter dem übergeordneten Motto „Gemeinsame Geschichte, gemeinsame Herausforderungen, gemeinsame Zukunft“. Und wahrscheinlich werden die Ergebnisse deutlich konkreter sein als beim Treffen von Kim und Trump.


  Alles zur Olmun:   www.nwzonline.de/olmun-oldenburg 
Patrick Buck
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2114

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