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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Die Evolution des autonomen Fahrens

06.04.2018

Oldenburg Es ist schon viel getan worden, aber es sei noch längst nicht so weit, dass in den Ländern der Europäischen Union autonomes Fahren (fahrerlose Autos) auf den öffentlichen Straßen zulässig sei – das sagte Dr. Erwin Petersen, Vizepräsident der Verkehrswacht Niedersachsen, bei einer Vortragsveranstaltung selbiger.

Auf Flug- und Seehäfen, auf Werksgeländen oder in anderen geschlossenen Systemen sei das anders. Die Technik sei nur so intelligent, wie der Ingenieur, der sie entwickelt hätte, meinte Petersen. „Wir befinden uns, was das autonome Fahren anbelangt, nicht in einer Revolution, sondern eher in einer Evolution“, stellte der Verkehrsexperte fest. Die Sensorik und die Zuverlässigkeit der technischen Anlagen müssten noch entscheidend weiterentwickelt werden.

Auch die Haftungsfragen hätten noch keine Antworten gebracht. „Es ist schwer festzustellen, wer bei einem Unfall die Schuld trägt, der Mensch oder die Technik“, meinte Dr. Ulrich Knemeyer, Vorstandsvorsitzender der Öffentlichen Oldenburg. Die Teilnehmer an der Podiumsdiskussion mochten sich nicht festlegen, ob es nun noch 30 oder 50 Jahre dauern würde, bis das erste serienmäßig erstellte selbstfahrende Fahrzeug auf Deutschlands Straßen „rumkurven“ könnte.

Prof. Bernd Müller (Stadtverwaltung) meinte gar: „Die technische Weiterentwicklung hat uns viel Gutes gebracht. Aber in der Stadt Oldenburg darf man sich nicht allein auf das Auto als Fortbewegungsmittel konzentrieren“, so der Amtsleiter für Verkehr und Straßenbau. In der Stadt müsste eine Infrastruktur für ein vernünftiges Miteinander von Mensch, Auto, Radfahrer und Fußgänger gewährleistet sein. „Der Mensch muss der Mittelpunkt bleiben“, meinte Müller.

„Nur, wenn alles genau überprüft wird und eine funktionierende Technik vorhanden ist, sollte man über das autonome Fahren in der Öffentlichkeit nachdenken“, so Landespolitiker Ulf Prange (SPD). „Europa darf aber auch nicht den Anschluss verlieren“, mahnte er.

In Deutschland gingen die Verkehrsunfälle vorwiegend auf menschliches Fehlverhalten zurück, so Petersen. Deshalb sei es nach wie vor wichtig, dass besser informiert und besser geschult werde. Aber auch die Verbesserung der Verkehrstechnik und der verkehrsmäßigen Infrastruktur seien wichtig. In der Diskussion berichtete ein Berufskraftfahrer von der Unzuverlässigkeit der Bremsassistenz-Systeme. Immer mehr Kollegen würden diese Assistenz in ihren LKW abschalten. Ein anderer Zuhörer bedauerte, dass der Referent das Problem „so rückwärtsgewandt dargestellt“ hätte. Er selbst besäße ja hoch entwickelte Assistenz-Systeme in seinem Fahrzeug und alles würde „wunderbar funktionieren“. Daher wünsche er sich eine größere Offenheit gegenüber Innovationen, sagte er.

Vor Ort waren auch sechs Verkehrskadetten in ihren quietsche-gelben Uniformen. Sie sollen zukünftig bei der verkehrlichen Sicherung von Veranstaltungen, Laternenumzügen und ähnlichem eingesetzt werden und darüber hinaus die Verkehrswacht bei ihren Projekten zur Verkehrsunfallprävention unterstützen, hieß es.

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