• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Kontakt
  • Werben
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Tempo 30 – auf der ganzen Hundsmühler Straße

11.11.2017

Oldenburg Der Modellversuch „Tempo 30 auf innerstädtischen Hauptverkehrsstraßen“, zu dem die alte Landesregierung aufgerufen hatte, erinnert in Oldenburg mittlerweile an das Märchen von Hase und Igel: „Ick bün all hier!“ Im Umweltausschuss als notwendig befunden, im Verwaltungsausschuss dann aber abgelehnt, tauchte die Vorlage am Donnerstag erneut im Umweltausschuss zur Beratung und Beschlussfassung auf – und am Ende folgte man mehrheitlich einem ganz neuen Vorschlag der SPD-Fraktion, der statt wie bisher einen Teilbereich der Hundsmühler Straße nun die überlastete Straße auf ihrer ganzen Länge berücksichtigen soll.

Eine Prüfung der in den Gremien angeregten zusätzlichen Alternativstrecken sei zwischenzeitlich vorgenommen worden, so Umweltdezernentin Gabriele Nießen. Deshalb wolle man sich nun um die Teilnahme am Landeswettbewerb bewerben. Ein „Runder Tisch“ wird dann voraussichtlich Anfang 2018 entscheiden, welche Bewerbungen berücksichtigt werden. Die Gutachtervergabe muss europaweit ausgeschrieben werden.

Es zeigte sich schnell, dass sowohl Verwaltung als auch Fraktionen in unterschiedlichen Richtungen unterwegs sind. Während die Verwaltungsvorlage den Straßenabschnitt der Hundsmühler Straße zwischen Sodenstich und Hauptstraße ins Blickfeld rücken will, möchte die SPD das Modellprojekt „auf der ganzen Länge der Hundsmühler Straße, also von Ortseingang bis Autobahnauffahrt Eversten“ eingebunden wissen, sagte Margrit Conty.

„Die Hundsmühler Straße ist in Ordnung, wir können uns aber auch andere Strecken vorstellen“, befand Sebastian Beer. „Ich denke, dass wir mit der Nadorster Straße bessere Chancen haben.“ Der Grünen-Ratsherr führte für die 1095 m lange Straße die Kategorien Lärm, Schadstoffbelastung und sensible Nutzungen mit fünf entsprechenden Einrichtungen an. Keine der anderen neun geprüften Straßenabschnitte – darunter Hauptstraße, Bremer Straße und Cloppenburger Straße – sei derart gut geeignet, um das Modellvorhaben umzusetzen.

Die CDU halte generell wenig von Tempo 30 – außer vor Kindertagesstätten und Senioreneinrichtungen, sagte Klaus Raschke. „Es bringt keine Entlastung für die Anwohner, weil die Autofahrer im kleineren Gang und mit höherer Drehzahl fahren.“

Das Thema beschäftigt am Montag auch den Verkehrsausschuss.

Lesen Sie auch: Tempo 30 auf der Hundsmüher Straße im Selbstversuch, NWZ-Artikel vom 15.6.2017

Lesen Sie auch: Luftverschmutzung In Oldenburg – Tempo 30 ist längst nicht vom Tisch, NWZ-Artikel vom 31.8.2017

Weitere Nachrichten:

SPD | CDU