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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Parken am Kramermarkt bleibt auch 2016 schwierig

21.06.2016

Oldenburg „Die Parksituation zum Kramermarkt wird auch in diesem Jahr nicht optimal sein“ – das sagte Verkehrsamtsleiter Bernd Müller jüngst im Verkehrsausschuss.

Die Ansage kommt nicht überraschend; durch den Bau der BBS 3 sind im Bereich des Marktgeländes viele Parkplätze weggefallen – und in diesem Jahr stehen die sonst gern genutzten Parkplätze des OOWV wegen Eigenbedarfs nicht zur Verfügung, erläuterte Müller. Dafür soll zu bestimmten Zeiten der neue Parkplatz an der BBS III mit über 200 Stellflächen für die Besucher des Kramermarktes bereitgestellt werden.

kommentar

Fluch und

Segen

Großveranstaltungen heißen so, weil sie groß sind. Das ist Fluch und Segen zugleich. Der Kramermarkt ist nicht nur Spender von Frohsinn, sondern auch wichtiger Image- und Wirtschaftsfaktor. Weil er so viele Menschen anlockt, führt der Mark zu Stau und Parkstress. Diese Situation hat sich verschärft, weil rund ums Marktgelände heftig gebaut wurde und damit Stellplätze verschwanden.

Aber: Die Forderung nach Sperrung der Hauptstraßen schießt übers Ziel hinaus. Oldenburg ist Oberzentrum für die Region und lebt davon. Wer die Menschen aus dem Umland einlädt, darf ihnen keine Steine in den Weg legen.

Es ist besser, für die gute Schienenanbindung zu werben. In Bremen reisen die Menschen in Scharen per Zug zum Freimarkt. Bislang aber hieß es im Rathaus stets, man wolle durch gute Angebote überzeugen, nicht durch Zwang. Diese Haltung scheint sich in Teilen der Politik zu verändern. Wenn die Straßensperrung auch vom Tisch ist: Es liegt was in der Luft.

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Aber: „Da wir wissen, dass nicht so gut gelegene Parkplätze nur dann angenommen werden, wenn Shuttlebusse fahren, wird die VWG diesen Service wieder anbieten“, kündigte er an – vom Parkplatz bis zum Eingang zum Festgelände Unterm Berg. Zur Erreichbarkeit der Parkflächen auf dem Agravis-Gelände sei zudem geplant, den weiteren Ausbau der Wehdestraße während des Marktes mit halbseitiger Sperrung und Einrichtung einer Einbahnregelung weiterzuführen. Zudem würden wieder mobile LED-Tafeln eingesetzt, die anzeigten, wo auf den bewirtschafteten Parkplätzen noch freie Stellflächen vorhanden seien.

Angestoßen hat die Diskussion der Verkehrsclub Deutschland (VCD), dessen Vertreter Detlev Bayer als beratendes Mitglied im Verkehrsausschuss sitzt. Der Club hat gefordert, zum Kramermarkt Straßen für Autos zu sperren: Moslestraße, Bahnhofsplatz, Straßburger Straße und Donnerschweer Straße bis zur Einmündung Karlstraße. Dann, so Bayers Argumentation, würden die Busse der VWG nicht mehr im Stau stehen und so zur guten Alternative zum Auto werden. Wer dennoch mit dem Auto kommen wolle, könne über die Autobahnabfahrt Donnerschwee kommen. Bayer verwies darauf, dass auch in Bremen Straßen bei Großereignissen – wie Werder-Spielen – gesperrt würden.

Müller lehnte diesen Vorschlag ab; man könne auch während der Kramermarktzeit nicht den Bahnhof und die umliegenden Straßen vom Autoverkehr abkoppeln, sagte er. Auch der Parksuchverkehr würde dadurch nur noch mehr verschärft.

Aus der Politik wurde erneut ein Verkehrskonzept für Großveranstaltungen gefordert. Spätestens wenn im Hallenbereich auch noch das Stadion gebaut würde, „müssen wir was tun“, sagte Markus Dietz (Grüne). Zudem müsse mehr für die Anreise mit dem Zug geworben werden: „Der Markt liegt am Bahnhof, besser geht es doch nicht.“

Thorsten Kuchta
stv. Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2102

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