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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Pläne zur Umbenennung in der Kritik

13.03.2015

Oldenburg An drei Abenden stellt die Stadt Namensgeber Oldenburger Straßen, die während der Nazi-Diktatur gelebt haben, zur Diskussion. Beim zweiten Abend am Mittwoch im Kulturzentrum PFL ging es um Hinrich Wilhelm Kopf, Theodor Pekol und Johann Heinrich Schütte. Vergangene Woche waren Ludwig Erhard, Ernst Ferdinand Sauerbruch, Richard Strauss und Felix Wankel an der Reihe (NWZ  berichtete).

Beim zweiten Termin wurde zunächst ein „nicht informierter Zweifler“ überzeugt, dass die Stadt keine Fehler bei der Vergabe des Projekts „Wissenschaftliche Untersuchung der Straßennamen“ gemacht hatte. Ein Anwohner aus der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Straße befürchtete, dass durch die Vergabe dieser „Doktorarbeit“ – die eben keine ist – eine Personenauswahl getroffen worden sei, die schon eine „Bewertung an sich sei.

„Wir haben einen Vertrag mit dem wissenschaftlich anerkannten Institut für Geschichte unserer Universität geschlossen, das für seine vorbildliche Archivarbeit bekannt ist“, sagte Christiane Cordes vom Amt für Kultur und Sport. Ein „belesener“ Zuhörer unterstützte dies. „Wenn Sie die Studie lesen, werden Sie keinen Satz finden, der nur den Anschein einer Bewertung zeigt“, war seine Antwort auf den Zweifler. Ob Bürgerinteresse abgefragt worden seien – auch wegen der Kosten –, waren Fragen und gleichzeitig Kritik.

„Lassen Sie uns unsere Hinrich-Wilhelm-Kopf-Straße. Sie ist eine kleine Sackgasse, ein Appendix der Ludwig-Erhard-Straße, wo nur noch ein paar alte Leute wohnen“, meinte eine Anwohnerin. Ein Zuhörer stellte die Monografie der Historikerin Teresa Nentwig über Kopf in Frage.

Das Publikum war zum großen Teil nicht bereit, die dargelegten Verstrickungen der drei Namensgeber mit dem Naziregime als ausreichenden Anlass für die Straßennamen-Debatte zu akzeptieren. Fragen wie „Warum jetzt alles aufbauschen? Die Stadt hat andere Sorgen“ und die Studie sei „hinausgeworfenes Geld“, wurden mit Applaus quittiert.
  In einer dritten und letzten Diskussion am Dienstag, 24. März, 19 Uhr, PFL, stehen die Namensgeber Hedwig Heyl, Paul von Hindenburg und August Hinrichs im Mittelpunkt.

Paul von Hindenburgbleibt Ehrenbürger Berlins – das hat das Abgeordnetenhaus am Donnerstag entschieden. Die Auszeichnung sollte Hindenburg, von 1925 bis 1934 Reichstagspräsident, auf Antrag der Linken aberkannt werden. Das lehnten CDU und SPD ab.

Der NameHindenburgstraße steht auch in Oldenburg zur Debatte.

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