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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Friedensbündnis: „Protest der Jungen wird ein anderer sein“

18.04.2017

Oldenburg Über 200 Menschen haben am Ostersamstag ein Zeichen für den Frieden gesetzt. Das Oldenburger Friedensbündnis hatte interessante Redner eingeladen.

Satte Blues-Sounds erfüllten das Lefferseck. Mush’n Blues begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des alljährlichen Ostermarsches. Bei überwiegendem Sonnenschein füllte sich der Platz vor der Bühne, Flaggen und Banner standen im Wind. Axel Brammer, Landtagsabgeordneter der SPD, begrüßte mit markigen Worten – Aussagen wie „Wir sind schon mitten im dritten Weltkrieg“ und Schlagworte wie die Abschaffung der Atomindustrie stellten die Zuhörenden gleich auf den Ostermarsch ein. Brammer forderte zudem die Abschaffung der Waffenindustrie. Die Verantwortlichen in Deutschland stielen sich in dieser Frage aus der Verantwortung. „Es ist an der Zeit, dass der Widerstand wieder wachse“, sagte er.

Danach ging es, angeführt von zwei großen Bannern, einmal durch die Innenstadt. Zurück an der Hauptbühne, wurden die Reden – im Übrigen allesamt überparteilich gehalten, jeder Redner war „allein für den Frieden gekommen“, wie es hieß – fortgesetzt.

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Reiner Braun, Co-Präsident des Internationalen Friedensbüros, unterstützte die Argumente Brammers. Er nannte die deutsche Außenpolitik verantwortungslos, der Verteidigungsetat sei zu hoch. „Es gibt viel zu viel Aufrüstung und viel zu wenig Sozialausgaben“, wetterte er. Die soziale Ungleichheit würde nicht aufgefangen.

Braun kritisierte die deutsche weiter: „Das Mindeste, was für die kommende Bundestagswahl versprochen werden muss, ist der Abzug aller amerikanischen Atomwaffen aus Deutschland.“ Die Abrüstung wäre das Gebot der Stunde, auch die Bildung müsste mehr gefördert werden.

Und nicht zuletzt: „Freundschaft mit Russland ist Frieden für Europa“. Er zweifelte auch am Chemieeinsatz in Syrien und sprach von einer Friedenspolitik für Israel und Palästina. Abschließend machte er deutlich, wie wichtig eine wiederbelebte Friedenspolitik für die ganze Welt wäre.

Bernd Rautenberg von der Attac-Regionalgruppe Oldenburg sprach schließlich von der immensen Wichtigkeit der Teilnahme am Ostermarsch bezüglich der drohenden Gefahr eines neuen Weltkrieges. Weitere Redner wie Ilias Tatz, Vertreter der Yeziden in Oldenburg, kamen zu Wort.

Die Friedensbewegung scheint wieder größer geworden, auch in Oldenburg. Der Altersdurchschnitt aller hiesigen Teilnehmer war indes hoch. Das bemerkte auch Reiner Braun: „Es wäre schöner, wenn mehr junge Menschen hier stünden.“

Zugleich mahnte er auch zur Toleranz: „Der Protest der jungen Menschen wird ein anderer sein, das müssen wir akzeptieren. Sie dürfen Fehler machen, wir haben sie ebenso gemacht.“

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