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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Protestwelle gegen Ende des Bootsverleihs

02.05.2017

Oldenburg Das drohende Ende des Bootsverleihs an der Mühlenhunte hat einen wahren Proteststurm ausgelöst. Zwei Plakate hängen am Kiosk, die jemand angebracht hat, um für den Erhalt des Bootsverleihs zu kämpfen. Im Internet überschlagen sich die Kommentare und es wird der Stadtverwaltung vorgeworfen, unsensibel vorzugehen.

„Mit welchem Recht maßen sich eine Handvoll Leute in der Stadtverwaltung anzusagen, dass dies nicht mehr ins Stadtbild passt und der schöne Pavillon abgerissen werden muss?“, fragt beispielsweise Stefan Pajonk in einem Kommentar auf dem Facebook-Account der Oldenburger Nachrichten der NWZ. „Wer entscheidet eigentlich, was modern ist und ins Stadtbild passt? Fragt da auch irgendjemand mal die Einwohner, was sie gerne hätten?“, schließt sich Lydia Müller an.

Drei Tage vor Weihnachten hatte die Betreiber-Familie Schmidt ein Schreiben der Stadtverwaltung erreicht, in dem der mittlerweile verstorbene Inhaber Ingo Schmidt die Sondernutzungserlaubnis entzogen wurde. Bauliche Mängel wurden aufgelistet, insbesondere am Steg, erzählt Christin Schmidt, die gemeinsam mit ihrem Bruder Dennis den Verleih geerbt hat. Der Holzkiosk mit seinem Reetdach würde zudem nicht mehr ins Stadtbild passen, er sei nicht modern genug, ließ die Verwaltung verlauten. Die Stadt forderte die Familie auf, den Kiosk abzureißen und den Steg zu erneuern. Die beiden jungen Leute können sich das finanziell nicht leisten und haben ohnehin kein Interesse daran, den Kiosk und Verleih weiter zu betreiben, weil sie feste Jobs haben. Sie suchen nun nach einem Nachfolger, der den Betrieb übernimmt.

Der Streit um den Verleih und die entzogene Sondernutzungserlaubnis hat am Wochenende auch die Politik auf den Plan gerufen. In einem Antrag zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Bauen am 18. Mai möchte Sebastian Beer von den Grünen über die Zukunft des Tretboot-Verleihs am Schlossgarten diskutieren. Neben inhaltlichen Fragen zum baulichen Zustand der Anlage und Vorgehen der Verwaltung möchte Beer gezielt wissen, „auf welchem Wege die Verwaltung den Rat der Stadt Oldenburg über den Entzug der Sondernutzungserlaubnis unterrichtet hat“. Und wenn keine Unterrichtung stattfand – „was hat die Verwaltung davon abgehalten?“. Der Grünen-Ratsherr verlangt außerdem Auskunft darüber, wie die Verwaltung zukünftig sicherstellen will, „dass der Rat bei für Teile der Stadtgesellschaft sensiblen Themen ... frühzeitig einbezogen, an den Entscheidungen beteiligt oder zumindest über Entscheidungen des laufenden Geschäftes zeitnah unterrichtet wird?“.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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