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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

So reagieren die Oldenburger auf die schreckliche Tat

03.06.2017

Oldenburg Manche drücken ihre Trauer aus, indem sie Blumen am Tatort in der Achternstraße niederlegen. Menschen bleiben dort stehen und sprechen miteinander. Andere nutzen die sozialen Netzwerke, um über die Tat und deren politische Folgen zu diskutieren. Auch die NWZ erreichten viele Mails zu dieser schrecklichen Tat. Lesen Sie einige Auszüge dazu:

Was sagen Leserinnen und Leser zu der Tat?

„Es reicht!“ Wir erleben u.a. an Woldsee sowie im Citybereich ein weiteres, sich stetig steigerndes Ausmaß der gescheiterten und außer Kontrolle geratenen Einwanderungspolitik von Merkel und Mitverantwortlichen ...!“ Das schreibt etwa Klaus Völge. Er glaubt, dass sich ähnliche Vorfälle „seit Monaten auch, seitens der Medien unerwähnt, in Unterkünften ereignen!“

Horst Ostrowski schreibt: „Wollte mit meiner Familie über Pfingsten die Stadt Oldenburg besuchen. Bin über diese „Ausländerkriminalität“ schwer geschockt! Werde deshalb meinen Besuch in Oldenburg absagen!

Marlis Behrens ist schockiert und berührt durch die Tat. Sie schlägt vor, die Pflastersteine von der Achternstraße zu Mahnsteinen zu machen und den Namen des Getöteten einzugravieren als Zeichen für alle, dass wir hier respektvoll miteinander umgehen. Viele drücken auf Facebook ihr Beileid für die Hinterbliebenen des Opfers aus. Gewalt kenne keine Grenzen, heißt es. „Gewalt kennt weder Religion noch Ethnie.“ Täter und Opfer seien Menschen, und daher sei Gewalt auch keine Eigenschaft bestimmter Menschengruppen.

Michael Reins ist dafür, dass man Kriminelle (unabhängig von Religion, Hautfarbe, Glauben,...) sofort dingfest macht oder in Fällen wie diesen abschiebt. „Allerdings gibt es Grenzen, die man nicht übertreten darf. Die Sperrung der Kommentarfunktion war das einzig Richtige.“

Wie wird die Sperrung der NWZ-Kommentarfunktion bewertet?

Diese Kommentare erreichten uns noch per Mail oder via Facebook. Da uns selbstverständlich die Pressefreiheit wichtig ist, veröffentlichen wir hier kontroverse Statements, die wir dazu bekamen.

Warum wir die Kommentarfunktion abgeschaltet haben

Wir wurden dazu beglückwünscht, aber auch beschimpft. Da wir keine ausdrückliche Genehmigung der Absender für die Veröffentlichung in der Print-Ausgabe haben, verzichten wir auf die Nennung der Namen.

1. Natürlich ist das Abschalten der Kommentarfunktion eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Die Oldenburger mögen entsetzt sein, für sie ist es eine Einzeltat. In ganz Deutschland gibt es ähnliche Ereignisse, wachsende Kriminalität, Unsicherheit, Angst. Wie führen sich manche unserer ’Gäste’ auf? Haben wir das als großzügige Gastgeber verdient? Vieles macht mich einfach wütend.

2. „Honi soit qui mal y pense.“ Das ist wieder typisch für Deutschland, falls man öffentlich etwas zur Entwicklung Oldenburgs sagen möchte und es sich gleichzeitig gegen kriminelle Einwanderer oder Flüchtlinge richtet, wird den Bürgern die Meinungsfreiheit genommen.

Und da wundern Sie sich, wenn die Presse als Lügenpresse beschimpft wird oder Menschen sagen, die Presse manipuliere ihre Berichte entsprechend ihrer politischen Meinung.

Anstatt nun diese „Netiquette-Beiträge“ negativ zu kommentieren und anderen Bürgern freie Meinungsäußerung zu lassen, wird alles geblockt. Da waren wohl zu viele Leser anderer Meinung.“

3. Ist es möglich, die Kommentare abzustellen und nicht mehr zu zeigen? Darin herrscht so viel Fremdenfeindlichkeit, die wirklich erschreckend ist. Dies ist keine sachliche Diskussion mehr und kann doch nicht Wunsch Ihrer Zeitung sein.

4. Ich würde es ja OK finden, wenn Äußerungen die gegen eure „Nettikette“ verstoßen, gelöscht werden, aber pauschal den ganzen Kommentarblock zu löschen, ist für mich wie: Einer macht Blödsinn, die ganze Klasse muss leiden. Sorry, überparteilich trifft hier nicht zu....

5. Schade, ich hätte die Kommentare gerne weiterhin gelesen!

6. Ihr Verhalten, die Kommentarfunktion abzuschalten, ist vorbildlich. Meine Gratulation. Nur so kann es der richtige Weg sein, um Hetzkampagnen zu unterbinden.

7. Wie wäre es denn mal, wenn Sie in einer ruhigen Minute -im „Offline“-Modus- alle Hass-Kommentare löschen, anschließend aber das gesamte im Laufe des Tages in vernünftiger Form geäußerte Meinungsspektrum zu der Straftat und seiner politischen Bewertung wieder online stellen?

Damit würden Sie dem Vorwurf der Zensur nicht nur verbal entgegentreten, sondern auch tatsächlich einen Beitrag zu Meinungsfreiheit und Pluralismus in unserem Land leisten.

Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2103
Inga Wolter stv. Ltg. / Online-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2155
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