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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Olmun: Schüler feilschen um jedes Detail

26.06.2014

Oldenburg Nahe an der Realität – jedenfalls meistens: Bei der Oldenburg Model United Nations (Olmun) möchte man dem Vorbild der Vereinten Nationen möglichst nahe kommen. In Anzug und Krawatte oder Kostüm ringen die Delegierten um Kompromisse. Gerade wirbt Brendan Stelmach als Vertreter von China andere für seine Position – während seine Zuhörer auf dem Fußboden sitzen. In diesem Detail unterscheiden sich Profi-UN und Schüler-Variante doch ein wenig.

Das lässige Miteinander bedeutet allerdings nicht, dass weniger ernsthaft verhandelt wird. In der Cäcilienschule, wo an diesem Mittwoch eine der Olmun-Sitzungen stattfindet, geht es um Infektionskrankheiten und dazugehörige Präventionsmaßnahmen. In mehreren Gruppen sitzen die Schülerinnen und Schüler zusammen und tippen ihre Resolutionen in die Laptops, während ihnen von allen Seiten Formulierungsvorschläge über die Schulter gerufen werden.

„Wir versuchen gerade, aus zwei Resolutionen eine zu machen“, erklärt die 18-jährige Pauline Kracht, eigentlich aus Gifhorn, heute aber in der Rolle als Vertreterin der Komoren. Mit den Kollegen anderer Nationen hat sie viele Überschneidungen bei den Entwürfen festgestellt. Nun arbeiten sie an einer gemeinsamen Position, mit der sie hoffen, eine Mehrheit zusammenzubekommen.

Dazwischen versuchen natürlich Schüler in ihren Rollen als Vertreter von Lobbygruppen und auch Nachwuchs-Medienleute ihre Arbeit zu machen. „Wir wollen die Positionen der Komitees zusammenfassen und berichten auch über alles, was rund um die Olmun passiert“, erzählt Milena Schnell. Die 17-Jährige vom Herbartgymnasium hat die Rolle als Journalistin bekommen. Mit ihrer Kamera ist sie immer dabei.

Den Überblick in der Cäcilienschule behalten zudem drei Vorsitzende, darunter Tiana Fischer. Bereits zum dritten Mal übt sie diesen Posten aus. „Wir sind hier eine große Gemeinschaft“, sagt sie. Trotzdem ist es ihre Aufgabe, Regeln durchzusetzen. Wer zu spät kommt oder nicht auf Englisch debattiert, dem drohen Sanktionen. Und dort haben die Jugend-Delegierten den Vorbildern eine kreative Variante voraus: Wer bestraft wird, muss vor aller Augen singen oder tanzen. Solche Konsequenzen wären für die UN-Vollversammlung in New York durchaus eine Überlegung wert.

Patrick Buck stv. Redaktionsleiter / Redaktion Oldenburg
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