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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Sieger-„Klotz“ stößt auf Kritik

01.12.2020
Betrifft: „Deutliche Kritik am Neubau“ (NWZ vom 21. November) und „Stadt hat das Heft des Handelns aus der Hand gegeben“ (NWZ vom 28. November)

Nachdem ich Ihren Artikel (...) gelesen habe, möchte ich am liebsten jedem Ratsmitglied zurufen: „Bleiben Sie hart! Lassen Sie sich nicht alles gefallen!“ Denn was Herr Oetken an Druck auf die Politik und Verwaltung ausübt, ihn dort doch bitte frank und frei machen zu lassen und das am besten so schnell wie es geht, damit ebenso schnell die Kasse klingelt, finde ich unerträglich.

Das fing an mit der Forderung, möglichst im Frühjahr 2021 müsse eine Genehmigung für das Projekt her. (...) Es ging weiter über die Drohung, ohne Abrissgenehmigung des Hauses Heiligengeiststraße 24 vom Kaufvertrag zurückzutreten. Eines Gebäudes, das nicht unter Denkmalschutz zu stehen scheint, aber dennoch Stadtbildprägend ist. Es gipfelt nun in der Aussage Sozialwohnungen an der Stelle seien für ihn ein Verlustgeschäft. (...)

Dass dann noch innerhalb der Stadtverwaltung (und wie mir scheint auch bei der NWZ) die Meinung vorherrscht, ein regionaler Investor sei besser als ein Investmentfond finde ich geradezu absurd. Hier scheint Angst vorzuherrschen, dass nach Herrn Oetken niemand mehr kommen wird mit Interesse an dem Grundstück, was ich mir wahrlich schwer vorstellen kann. (...)

Liest man sich den Text der Wettbewerbsjury durch, ist dort so viel Kritik enthalten (...), dass man sich fragt, wie dieser Entwurf überhaupt gewinnen und die Stimmen von Herrn Uhrhan und Herrn Krogmann bekommen konnte.

Gab es keinen besseren? Spielte schlicht der Zeitfaktor eine Rolle bei einem Projekt, dass die Stadt in dem Bereich über Jahrzehnte prägen wird? Waren es die besten Renditeaussichten, die dieses Projekt gewinnen ließen? (...)

Heiko Matthias Oldenburg

Schade, dass ein Entwurf gewonnen hat, der positive Aspekte, einer Fassenden- und Dachbegrünung, für den Klimaschutz nicht berücksichtigt. Hier gibt in der modernen Architektur zukunftsweisende Konzepte, die dem Anspruch Oldenburg als „Übermorgenstadt“ unterstreichen würden. Außerdem gibt es in der aktuellen Architektur tolle Beispiele dafür, wie alte/historische Gebäude Bestandteil moderner Neubauten sein können und einen „Wow – so geht das auch“-Effekt haben. Das wäre repräsentative Architektur einer Übermorgenstadt. Herausgehoben aus der architektonischen Beliebigkeit, die in Oldenburg immer mehr Raum gewinnt.

Rudolf Wessendorf Oldenburg

Die Kritik der Gastautoren, der vier Architekten den Bundes Deutscher Architekten, ist völlig stimmig und argumentativ von hoher Qualität. Die Skizze des Klotzes ist optisch bereits abweisend und wie gesagt wurde, ohne jede architektonisch gestaltete Kleinteiligkeit und zukunftsorientierte Neugestaltung. Oldenburg könnte sich dessen nicht rühmen. Dass aber die Stadt abgibt, was ihre Aufgabe gewesen wäre, finde ich mehr als bedenklich. Dieses „Machen-lassen“, statt „Verantwortlich-sein, zeugt von geistiger Armseligkeit. Wichtig ist ein Aufruf an die Oldenburger Bürger/innen, der deutlich macht, dass sie auf der Seite der Architekten stehen: ich bin dabei!

Marie-Luise de Roma Oldenburg

Doppelte Standards gleichen intellektueller Anarchie. Maßstäbe dürfen und müssen sich im Laufe der Zeit verschieben dürfen, doch dass die zur selben Zeit und in derselben Stadt durch denselben Architekten (Angelis) auf der einen Seite gelobt und beim Mitbewerber (Oetken) aufs schärfste verurteilt werden, dazu gehört schon eine große Portion Chuzpe. Müssten die selbst definierten Regeln nicht grundsätzlich angewendet werden?

Da ist laut Angelis und Kollegen einerseits die „viel zu wuchtige Baumasse“ auf dem ehemaligen Finanzamtsgelände an der 91er Straße (Oetken), andererseits die ebenso viel zu wuchtige Baumasse auf dem Diakonie-Gelände am Schützenweg (Lindenprojekt/Angelis), gegen die sich eine Bürgerinitiative wegen der Zerstörung der Grünen Lunge wehrt.

In der Kritik heißt es: „Der Siegerentwurf (……) mit siebeneinhalb Stockwerken ist damit vier Geschosse höher als die in der Heiligengeiststraße angrenzende Bebauung...“ Das Angelis-Projekt am Schützenweg ist drei-, fünf- und siebengeschossig, es überragt die altehrwürdigen Satteldachhäuser um bis zu fünf Geschosse und zerstört ein Stadtbild! (...)

Wo hat denn die Stadt jetzt das Heft des Handelns aus der Hand gegeben?

Liane Ehlers Oldenburg

Die „Sorge“ des Architekten A. Angelis zum Bauvorhaben 91er Straße kann ich gut nachvollziehen als Bewohnerin des Haarentorviertels, auch hier ist ein überdimensioniertes Bauvorhaben geplant.

Offenbar hat der Investor beim Bauvorhaben im Haarentorviertel ähnliche Vorgaben bei den zu erstellenden Quadratmetern Nutzfläche gemacht – ob notgedrungen aufgrund eines teuren Verkaufspreises der Diakonie oder aus Interesse an der eigenen Rendite vermag ich nicht zu sagen. Beim Bauvorhaben im Haarentorviertel kommt Herr Angelis als verantwortlicher Architekt dann genauso zu einer Lösung mit „wuchtigen Baumassen“, die in den von einer Werbeagentur begleiteten Nachbarschaftsdialogen offenbar nicht verhandelbar sind. Beim Bauvorhaben im Haarentorviertel könnte die Stadt jetzt noch gestaltend auf den Bebauungsplan „im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung“ einwirken, so dass in der Folge auch Herr Angelis nicht zu Konzepten mit „wuchtiger Baumasse“ gezwungen ist.

(...) Die Zukunftsstadt Oldenburg sollte hier Null-Emissions-Bauweise vorschreiben. Der zukünftige Stromverbrauch der Wohnungen etwa sollte auf den eigenen Dächern und Fassaden erzeugt, die Bewohner daran beteiligt werden (Mieterstrom). Und je mehr Grün auf dem Gelände und den Gebäuden, desto eher lassen sich unvermeidbare Restemissionen kompensieren. Als Anwohnerin bin ich gespannt.

Margit Ostern Oldenburg

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