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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Sinnvolle Erziehung hat ihren Preis

18.06.2015
Betrifft: „Ab jetzt tut’s weh: Eltern klagen Oberbürgermeister an“, über Proteste der Eltern gegen den Kita-Streik (NWZ  vom 28. Mai)

Ich habe die leise Hoffnung, dass es der Mehrheit der Eltern nicht egal ist, welche Seite gewinnt. Wenn die Das-können-wir-nicht-finanzieren-Seite gewinnt, dann kann sich die Elternsprecherin in absehbarer Zeit darauf einstellen, dass ihr Kind in der „VW-Käfer-Gruppe“ von einer Werksvertragsarbeiterin aus irgendeinem Winkel dieser Welt, die „Dutzi-dutzi“ sagen und den Kindern eine warme Mahlzeit richten kann, betüddelt wird.

Unsere Kommunen haben sich in Sachen Betreuung aber eher für die „S-Klasse“ mit umfänglicher Frühförderung und empathischer Beziehungspflege entschieden.

Und das hat seinen Preis! Der Tarifstreit geht darum, wer ihn bezahlt. Bisher die Erzieherinnen, die teilweise nur mit Nebenjobs über die Runden kommen und deren Rente wohl knapp über dem Existenzminimum liegen wird.

Überall gilt, wer bestellt, bezahlt. Deutschland ist ein reiches Land; es ist eine Frage der Prioritäten, wo das Geld hingeht. Die A20 ist wichtiger? Wir müssen Banken retten? Merkt jemand, wenn Investmentbanker streiken?

Welche Politiker und Parteien haben den Spitzensteuersatz gesenkt, verzichten auf die Vermögensteuer und klagen jetzt über leere Kassen?

Die Große Koalition mit dem „Christlich“ und dem „Sozial“ im Parteinamen sollte da nachsteuern können. Und wenn der Erziehernachwuchs ausbleibt, weil jemand mit 1500 € netto im Monat kein adäquates Role-Model für unsere Jugend darstellt, dann muss der Exportweltmeister Deutschland überlegen, wie er Facharbeitermangel und Kinderbetreuung unter einen Hut bekommt.

In diesem Sinne: Soziale Arbeit jetzt aufwerten!

Jürgen Rohde
Oldenburg

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