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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Zivilcourage Zieht Kündigung Nach Sich: Solidarität überwältigt mutigen Taxifahrer

16.12.2014

Oldenburg Der mutige Taxifahrer Tanju Coruh erfährt eine Welle der Solidarität. Die Staatskanzlei in Hannover rief den jungen Oldenburger am Montag an und ließ sich den Zwischenfall schildern. „Wir prüfen, ob sich die Landesregierung in dem Fall engagiert“, teilte das Büro von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) mit. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann erklärte am Montag, es sei sehr bedauerlich, dass jemand bestraft werde, der Zivilcourage zeige. „Ich würde mich sehr freuen, wenn sich der Taxiunternehmer kurz vor Weihnachten eines Bessereren besinnt.“ Coruh selbst ist überwältigt von der Resonanz: „Ich werde getragen von ganz viel Sympathie und Unterstützung.“

Mehrere Taxi-Unternehmer rückten am Montag von Ferruh Bagriacik ab. Hans-Henning Hartung, „Ihre Taxen- und Mobilitätszentrale“, erklärte: „Sollte Zivilcourage des Mannes zu seiner Kündigung geführt haben, ist dies eine absolut falsche Entscheidung.“ So ein „unmenschlicher Fehler“ dürfe in keinem sozialverantwortlich geführten Unternehmen geschehen.

Detlef Franz, Vertreter der Geschäftsführung Auto Siemenroth, teilte mit, der Umgang mit dem Fahrer entspreche nicht der Firmenphilosphie seines Unternehmen. „Wir können dieses Verhalten absolut nicht tolerieren.“

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Remmer Witte, „Acht-Elf-Elf – Das Taxi“ und Pressesprecher des Oldenburger Taxigewerbes: „Ich würde mich freuen, wenn nicht die fraglos inakzeptablen Konsequenzen für den mutigen Fahrer, sondern vor allem sein beherztes Eingreifen nun die öffentliche Wahrnehmung des Oldenburger Taxigewerbes bestimmt.“

Derweil lenkte der bisherige Arbeitgeber Ferruh Bagriacik ein. „Das Verhalten von Herrn Coruh und sein mutiges Eingreifen haben unseren größten Respekt“, teilte Bagriacik über das soziale Netzwerk Facebook mit. Gegenüber der NWZ  sagte der Unternehmer: „Wir entschuldigen uns bei Herrn Coruh.“ Sein Verhalten erklärte Bagriacik mit fehlenden Informationen.

Tanju Coruh hatte vor der Asylbewerberunterkunft am Schützenweg beobachtet, wie ein Asylbewerber von einem anderen zusammengeschlagen wurde und war dazu geeilt. Durch sein beherztes Eingreifen verhinderte er möglicherweise Schlimmeres. Vorübergehend stand er seinem Arbeitgeber nicht zur Verfügung und verlor noch am gleichen Tag seinen Job. Mittlerweile hat der 25-Jährige mehrere Job-Angebote. „Ich entscheide mich in Ruhe, wenn der Rummel vorbei ist.“


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Christoph Kiefer Chefreporter / Reportage-Redaktion
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