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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Parteitag: SPD: Gemischtes Doppel soll’s richten

10.03.2011

OLDENBURG Die SPD steht vor einer grundlegenden personellen Neuorientierung. Nach dem vorzeitigen Scheitern des alten Vorstandes um die ehemalige Bundestagsabgeordnete Gesine Multhaupt soll’s auf dem Parteitag am Sonnabend (ab 10 Uhr Stadthotel) ein gemischtes Doppel mit dem Landtagsabgeordneten Jürgen Krogmann richten.

Die Führungskrise hat ihren Ursprung im Frühjahr 2009. Damals hatte die in den freigewordenen Parteivorsitz strebende Bundestagsabgeordnete Gesine Multhaupt einen Parteitagstermin vor der Wahl durchgesetzt, weil sie sich nur so vor Konkurrenten sicher wähnte. Diese Rechnung ging zwar auf, das Mandat aber bei der Wahl verloren – und die umgehenden Bemühungen Multhaupts zur Absicherung der nächsten Kandidatur verschärften die ohnehin bestehenden Spannungen im Vorstand, zu dem als Stellvertreter neben Krogmann auch die Ratsfraktionsvize Bernd Bischoff und Christoph Sahm gehörten.

Der Eklat kam Anfang Dezember: Krogmann, Sahm und fünf weitere Vorstandsmitglieder (darunter die Juso-Vorsitzende Angela Holz) legten die Ämter nieder und forderten Multhaupt zum Rücktritt auf. Sie monierten deren Führungsstil und sprachen von Aushebelung und Missachtung des gewählten Gremiums, von Alleingängen von zerstörtem Vertrauen.

Die Gescholtene versuchte es zunächst mit Aussitzen. Sie gab erst auf, als sich bei den Ortsvereinen eine Mehrheit für die Einberufung eines Sonderparteitages abzeichnete. Ende Januar verordnete sie sich selbst eine (zeitlich nicht näher fixierte) Ruhepause und empfahl die auch den anderen am Streit Beteiligten.

Die folgten auch hier nicht der nach nur einer Amtsperiode scheidenden Vorsitzenden. In den Fokus geriet schnell Jürgen Krogmann (47). Der hatte es eigentlich bei Landtagsmandat und der (inzwischen beschlossenen) Ratskandidatur belassen wollen und den letzten verbliebenen Stellvertreter Bernd Bischoff (55) favorisiert. Sahm (36) hatte eine Rückkehr in die Parteispitze früh ausgeschlossen. Als Bischoff mit Blick auf den Wahltermin im Herbst einem Streben in die Fraktionsspitze den Vorzug gab und für die Parteiführung abwinkte, entschloss sich Krogmann angesichts wachsender Unterstützung zur Kandidatur.

Sein Stellvertreter-Trio ist eine eigenwillige Mischung. Die Juso-Vorsitzende Angela Holz (31), eine Arbeitsvermittlerin, und ihre Vorgängerin. die Studentin Nicole Piechotta (23), tauchen erstmals in vorderer Linie auf, sind aber beide parteierfahren und gelten intern als große Hoffnungen. Rechtsanwalt Thomas Matheja (61) hält sich für einen Verkehrsexperten und hat große Erfahrung im Verlieren: z.B. 1994 gegen den späteren Parteichef Wolfgang Wulf bei dessen erster Landtagskandidatur und bis dato letztmals auf dem Vorparteitag mit vier Niederlagen um die Vize-Plätze (u.a. gegen Krogmann). Ihn hat der Ortsverein Stadtmitte-Nord nominiert – und der hat’s nicht so mit dem neuen Vorsitzenden.

Michael Exner Autor
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